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Der Dichter und die Foren

Gedicht zum Thema Spaziergang


von toltec-head

Ein ernstzunehmender Dichter ist heute nur als Foren-Stimme denkbar
Ich wiederhole: Ein Dichter, der seine Wort ernst nimmt, muss ein LitForen-Autor sein
Er darf sich nicht von der Verkommenheit der Stimmen um ihn herum absetzen, sondern muss für sie eintreten
Interzession und nicht Intelektuellengeschwätz muss seine Losung sein
Nein, er wird keinen Künstler-Blog starten
Oder einen Salon für Angehörige der sogenannten neuen 3. Klasse
Er wird sich nicht über die Handwerker, die bei Pegida mitmarschieren, erhaben fühlen
Sondern er wird selbst Steuerzahler sein und einer normalen Arbeit nachgehen
Und sein höchster Preis wird sein, unbeachtet als eine bloße Stimme inmitten anderer
Foren-Stimme zu sein, so wie ein Heiliger
Unbeachtet unter denen lebt, für die er stirbt
Für diejenigen, denen dies zu pathetisch klingt, wiederhole ich es gerne:
Ich bin ein Mann des Forums
Doch hasse ich die Foren
Die sich von billigen Rationalitäten oder Gefühlvollem ernähren
Haben keine Waffen mit dieser gottlosen Welt umzugehen
Heute argumentieren sie, morgen sind sie sentimental und am Ende alle zynisch
Sie haben keine Möglichkeit, das Leben zu erfahren oder mit seiner Unvollkommenheit zu leben
Ich lehne das demokratische Recht für jederman zu posten ab
Nicht weil ich gegen freie Rede bin
Sondern weil das demokratische Recht zu posten, was man will
Unbemerkt zu dem Recht verkommt, zu fühlen was man will
Wo Sentimentalität blüht, ist ein kritisches Urteil aber nicht mehr möglich
Sich zu fühlen, sich richtig, sich wohl, oder sonstwie zu fühlen, muss untersagt sein
Stattdessen gilt es, immer wieder vor Augen zu führen
Dass wir überhaupt nur in der Lage sind ganz wenig, von dem, was ist, auszuhalten
Sentimentalität ist eine Krankheit
Und kann nur durch ständige Purifikation überwunden werden
Nur wenige können daran Anteil nehmen
Die Masse ist dazu bestimmt, im undisziplinierten Ozean ihrer Emotionen zu ertrinken
Aber die Hochkultur der wenigen ist eine moralische Notwendigkeit für die Masse
Daher muss der Dichter heute notwendiger Weise der Märtyrer der Foren sein
Er muss die Worte seines Stammes purifizieren
Dafür muss er aber erst einmal Teil seines Stammes sein
Also Foren-Poet
Und ansonsten: normale Arbeit, Steuern zahlen
Cäsar geben, was des Cäsars ist
Die Intelektuellenschwätzer verachten, die an dem Ast sägen, auf dem sie sitzen
Nämlich dem Staat
Und wenn es gar nicht mehr anders geht
Wenn alles bricht, zur Jungfrau Maria beten
Amen.

 
 

Kommentare zu diesem Text


Kommentar von Festil (59) (21.11.2016)
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Dies ist ein Text des mehrteiligen Textes Foren-Träumereien eines einsamen Literatur-Touristen.
Veröffentlicht am 21.11.2016, 6 mal überarbeitet (letzte Änderung am 21.11.2016). Textlänge: 387 Wörter; dieser Text wurde bereits 546 mal aufgerufen; der letzte Besucher war ein Gast am 16.10.2019.
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