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Novelle zum Thema Weihnachten


von Skala

Nach einer Dreiviertelstunde wurde Kowalski ungeduldig. Es war bereits Mittag – eigentlich sollten Mutter und er schon längst mit den Weihnachtseinkäufen fertig sein. Kowalski überlegte. Dreizehn Jahre waren eine verflixt lange Zeit. Hatten sie ihre Einkäufe 2003 vielleicht in einem anderen Geschäft erledigt? Oder schon am Tag zuvor? Kowalski konnte sich partout nicht erinnern.

Gerade wollte er sich auf den Weg zu seinem Elternhaus machen, als zwei ihm allzu gut bekannte Gestalten durch die Supermarkttüren traten. Kowalski zog eilig seinen Hut ins Gesicht und gab sich an seinem Stehtisch betont unauffällig, während er beobachtete, wie sein noch nicht ganz dreißigjähriges Selbst zusammen mit seiner Mutter in der Gemüseabteilung verschwand. Dann heftete er sich vorsichtig an ihre Fersen.
„Rotkohl. Wir brauchen noch Rotkohl“, hörte er seine Mutter schnarren. „Äpfel, Lorbeerblätter ...“
„Wir haben noch Lorbeerblätter, Mutter, ich habe eben nachgesehen.“
„Als wüsstest du, wie Lorbeerblätter aussehen!“
„Es steht auf der Verpackung, Mutter.“
„Siehst du, wie ich sagte. Als wüsstest du, wie Lorbeerblätter aussehen.“

Kowalski, der echte Kowalski, runzelte, vor seiner Mutter und sich selbst durch ein Regal mit Gemüsegläsern verborgen, die Stirn.
„Überhaupt, deinetwegen sind wir zu spät.“
„Wir haben massig Zeit, Mutter, die Christmette beginnt um achtzehn Uhr.“
„Ich will mir das Krippenspiel ansehen!“
„Auch das schaffen wir.“
„Dein Wort in Gottes Ohren, Kowalski, dein Wort in Gottes Ohren.“
„Wir haben es noch jedes Jahr geschafft.“
„Aber dieses Jahr sind wir spät dran, und das ist allein deine Schuld.“
Kowalski erinnerte sich. Vor dreizehn Jahren hatte sein Auto an Heiligabend den Geist aufgegeben, und er hatte Mutter dazu bewegen müssen, die Weihnachtseinkäufe mit dem Bus zu erledigen – deswegen die Verspätung.
„Ich hatte dir angeboten, ein Taxi zu nehmen, Mutter.“
„Und ich habe dir klar gesagt, dass ein Taxi viel zu teuer ist – du verprasst das Geld ebenso, wie dein Vater!“
„Aber Mutter –“
„Genug jetzt! Geh du und besorge die Knödel, ich gehe derweil zur Fleischtheke. Davon hast du ohnehin keine Ahnung und lässt dich nur wieder übers Ohr hauen.“
„Ja, Mutter.“

Kowalski, der echte, verschwand schnell zwischen den Regalen mit dem Gebäck. Er beobachtete um die Ecke eines Regales herum, wie sein jüngeres Selbst langsam in Richtung der Fertigspeisen schlurfte, und fragte sich, ob er immer so angespannt und bleich aussah.
Einer plötzlichen Eingebung folgend drehte Kowalski sich auf dem Absatz um und nahm sich in der Getränkeabteilung eine Flasche Merlot. Er ging zu den Kassen und entschied sich für eine sehr junge Kassiererin, an die er sich nicht mehr erinnern konnte, zahlte und verließ den Supermarkt. Er hatte erst einmal genug gesehen, und nun massig Zeit.

Anmerkung von Skala:

Halbzeit! (Und gerade noch rechtzeitig ...)



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Kommentare zu diesem Text


Kommentar von fragilfluegelig (49) (13.12.2016)
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