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Kurz vor dem Fall

Skizze zum Thema Depression


von Ginkgoblatt

Das Erste, was ich bemerke, sind diese kleinen Unsicherheiten, die ich auf meine normale Unkonzentriertheit zurückführe. Daran habe ich mich gewöhnt. Ich schreibe mir jetzt alles auf, um nichts zu vergessen. Aber heute macht mich das unsicher. Ich hinterfrage alles, was ich tue. Ich zweifle, kontrolliere mich und argwöhne trotzdem noch. Die Tätigkeiten, die ich sonst so locker leicht erledige, gehen mir schwer von der Hand. Zeit sickert durch meine Hände, meine Arbeit erscheint mir unlösbar. Ich bin hier, aber nicht da.
Meine Zweifel werden zäh und anhänglich, mein Selbstwert sinkt in tiefe Schluchten. Ich habe Angst mich von meinem Bürostuhl zu erheben, Angst durch den Raum zu gehen. Nur das Sitzen, das ist wie immer, so als ob ich kein Fremdkörper in meinem eigenen Büro bin. Ich spüre in jede Faser meines Körpers die aufkeimende Panik. Warum, weiß ich nicht. Trotzdem halte ich an meinem Lächeln fest, denn ist momentan das einzig Verbleibende von meinem alltäglichen Ich. Ich reflektiere die Situation, aber befreien vermag ich mich nicht. Ich versuche Lösungsansätze zu finden. Was könnte mir guttun? Einen Moment sehne ich mich nach einer stärkenden Umarmung, doch weiß ich, dass sie viel zu kurz, zu oberflächlich sein wird, um mich zu halten. Ich atme tief ein, ich atme aus und hoffe, dass die Fassade hält. Wohin mit mir, weiß ich nicht, deswegen versuche ich mich unauffällig zu verhalten. Denn auch der längste Arbeitstag von sechs Stunden hat ein Ende.

Zu Hause fühle ich mich wie erschlagen. Ich bin müde, aber ich kann nicht schlafen. Durch meinen Kopf rocken allerlei Gedankenschleifen, wobei der Gedanke „Ich darf morgen nicht krank“ sein, wohl der stärkste ist. Wie ich genau darauf komme, kann ich nicht sagen. Ich kann keinen klaren Gedanken fassen, während mich Chaos durchflutet. Ich schreibe diesen Text jetzt,  in der Hoffnung, dass meine Gedanken, nun da ich sie verewigt habe, endlich Ruhe geben.

Anmerkung von Ginkgoblatt:

vom 12.12.2016
Jetzt gehe ich die nächste Episode aktiv an.



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Kommentare zu diesem Text


AZU20
Kommentar von AZU20 (13.12.2016)
Deine Anmerkung macht Hoffnung. LG
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Ginkgoblatt meinte dazu am 13.12.2016:
Gut, dass ich sie niederschrieb, denn das erinnert mich daran, im Aktiven zu bleiben.
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Kommentar von Graeculus (69) (13.12.2016)
Dieser Kommentar ist nur für eingeloggte Benutzer lesbar.
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Ginkgoblatt antwortete darauf am 13.12.2016:
Danke - was wohl auch daran liegt, dass die unmittelbare Reflexion nicht immer gelingt bzw. das Festhalten der Empfindungen zeitlich schwierig ist.
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TrekanBelluvitsh
Kommentar von TrekanBelluvitsh (13.12.2016)
Eindringliche Schilderung eines alles beherrschenden Augenblicks, der sich ewig hinziehen kann.
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Ginkgoblatt schrieb daraufhin am 13.12.2016:
Ewig ist eine passende Formulierung für diese Momente!
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Ginkgoblatt
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Veröffentlicht am 13.12.2016. Textlänge: 312 Wörter; dieser Text wurde bereits 565 mal aufgerufen; der letzte Besucher war ein Gast am 11.11.2019.
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