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Novelle zum Thema Weihnachten


von Skala

Kowalski brauchte sich nicht weiter umzusehen, um zu wissen, auf welchem Bahnhof er dieses Mal gelandet war. Im letzten Jahr hatte er Heiligabend mit seiner Verlobten in ihrer Wohnung in einem der kleinen Nachbarorte verbracht. Dorthin machte er sich nun auf den Weg. Es war schon dunkel, und Kowalski war sich sicher, dass er genau in das Abendessen platzen würde. Vielleicht auch in die Bescherung. Kowalski lächelte bitter. Wie gut er das letzte Weihnachtsfest noch in Erinnerung hatte.
Das erste Mal auf seiner Reise regnete es nicht, und Kowalski fragte sich, ob er sich tatsächlich noch in Deutschland befand. Es war dunkel, still und angenehm warm für Dezember. Kowalski genoss seinen Spaziergang durch das Dorf. Hier und da konnte er durch ein Fenster in eine Wohnung spähen. Überall strahlten ihm Tannenbäume entgegen, und Kowalski vermutete, dass es mindestens acht Uhr abends sein musste.
Er bog um eine Ecke, lief an einer Häuserreihe vorbei und blieb schließlich vor einem grauen Reihenhaus stehen. Tatjana wohnte hier, und über das letzte Jahr hinweg hatte auch Kowalski mehr und mehr Zeit hier verbracht.

Kowalski überlegte. In die Wohnung seiner Mutter zu platzen, während niemand dort war, war eine Sache gewesen, aber einfach an der Tür zu klingeln, während seine Freundin mit seinem kaum jüngeren Selbst Bescherung feierte, schien ihm nicht sinnvoll. Zögernd steckte er seinen Zweitschlüssel ins Schloss der Haustür, stieg aber nicht die Treppe zu Tatjanas Wohnung hinauf, sondern ging in den Keller und durch die Hintertür in den Garten des Wohnhauses. Tatjana wohnte im ersten Stock, aber der Garten lag etwas höher als die Straße, und somit war der Balkon ihrer Wohnung fast ebenerdig. Kowalski stand einen Moment zögernd im Dunkeln, bevor er nach dem Balkongeländer griff und sich nach oben wuchtete. Bei seinem Kletterakt blieb er mit der Hand in einer von Tatjanas unzähligen Lichterketten hängen, und er verfluchte ihr Faible für Kitsch und Leuchtkram.

Vorsichtig spähte Kowalski über das Balkongeländer. Falls sie letztes Jahr die Rollläden heruntergelassen hatten, war seine ganze Kletteraktion für die Katz, und er würde nichts vom Weihnachtsfest in der Wohnung mitbekommen. Aber er hatte Glück. Er konnte direkt in den hell erleuchteten Wohn- und Essbereich schauen, aus dem heraus ihm ein überladener Weihnachtsbaum und unzählige Kerzen entgegenfunkelten. Kowalski verzog das Gesicht und schaute etwas genauer hin. Es war niemand zu sehen, also waren Tatjana und er selbst vermutlich noch in der Küche beschäftigt. Kowalski nutzte die Gelegenheit, sich endgültig über das Balkongeländer zu schwingen und eine einigermaßen bequeme Position neben der Balkontür einzunehmen. Im Stillen fragte er sich, wie er durch die Tür etwas vom Gespräch verstehen sollte, als ihn ein Geräusch über seinem Kopf erschreckte. Irgendjemand, und nach der Stimme die soeben „... mal ein bisschen Luft reinlassen“ sagte, war er selbst es, hatte eines der Fenster zum Balkon hin geöffnet, und Kowalski konnte nun mit gespitzten Ohren verstehen, was im Haus gesprochen wurde. Vorsichtig lugte er über die Fensterbank. Gerade hatte Tatjana das Essen aufgetragen und er selbst sich zu Tisch gesetzt.
Kowalski seufzte. Alles sah danach aus, als würde es ein langer Abend werden.


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Dies ist ein Strophe des mehrteiligen Textes Die vier Weihnachtsfeste des Herrn Kowalski.
Veröffentlicht am 19.12.2016. Textlänge: 510 Wörter; dieser Text wurde bereits 422 mal aufgerufen; der letzte Besucher war ein Gast am 18.05.2021.
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