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Vor und hinter der Mauer

Gedicht zum Thema Politik


von Lisboeta

Hier stehen wir:
vor der Gewalt einer Mauer.
Ich spähe durch die Mauerritze.

Die Clowns haben die Macht ergriffen.
Sie werden nicht mehr ausgelacht.
Selbstsicher genießen sie ihre Rhetorik.
In Allem hatten sie recht
und die Menge ist begeistert.

Die Menge liebt Diktatoren,
so wie Diktatoren den Genozid.

Sie nehmen die Hälfte der Welt für sich in Anspruch.
Wiederholt verloren sie an der Front des Winters.
Naturgewalt lässt sich weder
durch Panzer noch durch Mauern aufhalten.

Mit den Waffen vermehrte sich
auch das Leid auf den Kontinenten.
Die alten Siege
über Latifundien, Magnaten und Diktatoren zählen nicht mehr.

Da stehen sie nun vor uns,
dieselben Clowns unserer Vergangenheit.

Was lernten sie, was lernten wir,
was lernte ich aus der Geschichte?

Hier stehen wir:
vor der Gewalt einer Mauer.
 

2017.01.27

Anmerkung von Lisboeta:

Mein Dank an ManMan für die Korrekturen meines noch ungenügenden Deutsch.



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Kommentare zu diesem Text


Reliwette
Kommentar von Reliwette (29.01.2017)
Du kennst doch bestimmt die Geschichten von Wilhelm Busch? Einfache Zweizeiler , unterstützt von skizzenartigen Federstrichen: Nachfolgend ein Zitat aus einem seiner Verse - ich glaube aus Max und Moritz:

"Dieses war der erste Streich
und der nächste folgt sogleich!"

Trump legt mit seinen "Streichen" mächtig los Das Jahr hat ca. 365 Tage, dann hast Du, "Lisboeta", noch viel zu kommentieren.

Herzliche Grüße!
H.T.R.
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Lisboeta meinte dazu am 18.08.2018:
Entschuldige, noch nie bedankte ich mich für deinen Kommentar!
Noch einen schönen Sommer wünsche ich dir.
Grüße
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Reliwette antwortete darauf am 19.08.2018:
Danke für den Dank! Auch ich wünsche Dir noch viele sonnige Tage.
Gruß! H.T.R.
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Lisboeta
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Veröffentlicht am 27.01.2017, 1 mal überarbeitet (letzte Änderung am 27.01.2017). Textlänge: 129 Wörter; dieser Text wurde bereits 489 mal aufgerufen; der letzte Besucher war ein Gast am 06.04.2020.
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