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Ungeduld.

Dialog zum Thema Liebe und Sehnsucht


von franky

Durch das Fenster schauend entdecke ich, zwischen Butterbrot und Kaffee:
  Nichts ist ungeduldiger als die offene Straße. Meilensteine schreien.
Kilometer um Kilometer werden verschlungen, zum Frühstück, mittags und nachts.

  Nichts ist ungeduldiger als ein offenes Haustor,
es schluckt und speit verschlafene Menschen mit traurigen Augen.
Blindlings stolpernd, Schwache und Furchtsame.

  Nichts ist ungeduldiger als ein offener Kindermund. Er stellt Fragen um Fragen, will essen und trinken, von allem, Genießbarem und Ungenießbarem.

  Nichts ist ungeduldiger als ein wartender Bahnhof, der seine Geleise in alle Richtungen streckt, wartend bis Züge darüber rollen.
Sie alle bringen Enttäuschung, Schrecken Abschied und Wiedersehen.
  Nur einer kommt mit der Aufschrift Sehnsucht, der hat oft Verspätung
oder kommt gar nicht, oder noch schlimmer er fährt vor der Nase ab.
  Das ist mein Zug, der Zug hat meine Hoffnung meine geheimsten Wünsche
unter die Räder genommen und ist damit auf und davon.
Es gibt für ihn kein unerreichbares Ziel, es gibt keine Stadt, die er als Endstation akzeptiert.

  Nichts ist so ungeduldig wie eine geballte Faust, die zum Schlage ausholt.
Sie droht und trifft. Sie schlägt die weinenden Augen aus dem Gesicht,
sie schlägt Nase und Mund ins blutige Blau des Hasses.

  Nichts ist so ungeduldig wie ein liebendes Herz, es möchte alles besitzen,
alles und noch mehr, sofort auf der Stelle! Spielt und hasst, es schlägt mit den Fäusten auf den Tisch, es schreit aus vollem Mund, es stürmt aus allen offenen Türen.
Es schluckt und liebt und liebt und schreit und speit!

    Zum Schluss bleiben nur noch zwei Hände die alles festhalten.
Sie drücken und klammern, bis sie sich wieder am Bahnhof einfinden.
Die Räder drehen sich, du weißt nicht mal was der Zug für ein Ziel im Schilde führt.
Der Schaffner kommt: Fahrscheine bitte! Du greifst in die Tasche.
Erstaunt stellst du fest, die Karte hast du selber gekauft, sie gilt bis ans Ende.
  Dann sitzt du wieder bei Butterbrot und Kaffee, siehst durchs Fenster.
Wer lesen kann der sieht es, wer hören kann der fühlt es.
Es steht auf allen Wänden und Strassen geschrieben:
„Ein Gebet für eine Hand voll Liebe.
Zwei Hände für ein geduldiges Herz.
Drei offene Wünsche für traurige Augen.“
Wer vergessen kann soll schweigen,
ich kann beides nicht.

  Gedanken sind geheime Schätze,
sie warten hinter verschlossenen Türen und rufen nach Freiheit.

© by F. J. Puschnik

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