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Kann sich im Zuge einer neuen Unübersichtlichkeit eine liberale Gesellschaft retten?

Erörterung zum Thema Gesellschaft/ Soziales


von Sätzer

Es herrschen Umbruchzeiten. Die Intensität postmoderner, poststruktureller und neuerdings postfaktischer (fakenews) Verhältnisse nimmt vehement zu.

FRAGE: Wird das Modell einer liberalen Gesellschaft zu einer (neuen) Utopie im Zuge zunehmender Fremdenfeindlichkeit und eskalierendem Terrorismus?
Terror ist längst zu einer neuen Normalität mutiert. Rechte bis hin zu faschistoiden Überzeugungen haben verstärkt das Parteienspektrum liberaler Demokratien erobert. Die klassischen Parteien kommen immer mehr unter Druck in der Zange zwischen Rechtspopulisten und radikalen Islamisten.
Viele Wähler zweifeln an der Toleranzfähigkeit und Glaubenspluralität ihrer Länder, möchten Mauern und einen Rückzug aus der globalisierten Welt, die für sie mit ihren Vorteilen nicht mehr überschaubar ist.
Beschleunigt werden diese Prozesse durch die zur Verfügung stehenden digitalen Möglichkeiten um ein Vielfaches, wie es der amerikanische Wahlkampf mit dem Ergebnis Trump gezeigt hat, und wie die Propaganda der radikalen Islamisten vor allem auf seelisch verwundbare junge Männer und Frauen wirkt.
Der radikale Islamismus erreicht zwei Ziele mit seiner Strategie. Er unterminiert offene Gesellschaften und stärkt radikale rechte Bewegungen.

FRAGE: Sind lineare, eindeutige, nicht ambivalente Denkweisen zeitgemäß?
Eine schwierige Frage. Religionsfanatische Gruppierungen scheinen das erzwingen zu wollen. Ihr gesellschaftliches Gewicht nimmt weltweit zu. Demokratische Diskurse mit dem Ergebnis “fauler“ Kompromisse lehnen immer mehr Menschen ab. Sie möchten den “starken“ Führer, der alles für sie erledigt.

FRAGE: Wird die zunehmende Diskrepanz in der Vermögens- und Einkommensverteilung weiterhin geduldet?
Vermutlich werden sich das die Menschen, die immer mehr in prekäre Arbeitsverhältnisse abrutschen, nicht mehr lange gefallen lassen, was u.a. den Aufstieg von Trump und das Erstarken von Populisten in Europa befördert.

OFFENE FRAGEN:
Was können/müssen kulturelle Initiativen leisten, um liberale Gesellschaften zu retten?
Was können/müssen etablierte Parteien dafür tun?

 
 

Kommentare zu diesem Text


Kommentar von Overwolf (37) (03.02.2017)
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AndreasIsensee (32) meinte dazu am 03.02.2017:
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Jericho
Kommentar von Jericho (03.02.2017)
Ich starte demnächst eine Initiative, die fehlgeleiteten Individuen beim Ausstieg aus der grünen Jugend hilft.
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Dieter_Rotmund
Kommentar von Dieter_Rotmund (03.02.2017)
Das sich hier zunächst drei Pegida/AfD-Sympathisanten äußern, ist kurios.

Gerne gelesen. Wir Demokratie-Sympathisanten müssten uns nun eigentlich in den demokratischen Parteien engagieren. Und sie wählen. Wählen gehen, als Minimum.
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Jericho antwortete darauf am 03.02.2017:
Genau, ich will einen starken "Führer" der mir alle Entscheidungen abnimmt und mir sagt was richtig (seriöse Presse) und falsch ("Fake News"), gut (EU) und schlecht (Rest der Welt), wen ich ablehnen soll (z.B. Trump) und was ich tolerieren darf (z.B. alles was der bundesrepublikanischen Marktwirtschaft nicht im Wege steht) ...also läuft doch mit Merkel...
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Dieter_Rotmund schrieb daraufhin am 03.02.2017:
So ist es, Du gibst gut wieder, wie AfD/Pegida-Anhänger denken.
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Jericho äußerte darauf am 03.02.2017:
Ohne selber einer zu sein^^ ob du es glaubst oder nicht, man kann BEIDE Seiten ablehnen und schlecht finden
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Overwolf (37) ergänzte dazu am 03.02.2017:
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Sätzer meinte dazu am 03.02.2017:
@ Dieter
"eigentlich" reicht nicht. Du bist jung und musst dich engagieren. Ich habe 18 Jahre Partei- und 25 Jahre Gewerkschaftsarbeit hinter mir - Es war sehr zeitraubend und es reicht jetzt.
Schachteldenken, Partei-Anhänger oder -mitglied reicht nicht. Eine Meinung muss man sich unabhängig von Parteien bilden und dann entscheiden, wo man sich engagiert bzw. wen man wählt.
Dank dir für deinen Besuch hier und LG Uwe
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Overwolf (37) meinte dazu am 03.02.2017:
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Sätzer meinte dazu am 03.02.2017:
Ja, wie denn sonst. Jedenfalls solange da nicht rummanipuliert wird wie teils in Autokratien.
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Overwolf (37) meinte dazu am 03.02.2017:
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AndreasIsensee (32) meinte dazu am 05.02.2017:
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AZU20
Kommentar von AZU20 (03.02.2017)
Deine offenen Fragen sind nur schwer zu beantworten. LG
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Sätzer meinte dazu am 03.02.2017:
Ja, so ist es. Ich denk mal, dass der Trump sich selbst erledigt. Fragt sich nur wieviel Schaden er bis dahin angerichtet hat.
Die anderen Fragen müssen politische Antworten finden, wenn die noch liberalen Demokratien Europas nicht hopps gehen sollen. Einfach wird das nicht. Aktiv ist da vor allem die mittlere Generation gefragt. Leider sind einige/viele? 68er-geschädigt, wenn man sich da so umhört. Ist wohl in der Erziehung einiges schief gelaufen, wie z.B. das Setzen von persönlichen Grenzen, zu viel laisser faire. Die Auswüchse kann man ja auch hier bei KV manchmal beobachten.
Wählen dürfen wir Alten ja bis zum Tod und sollten das auf jeden Fall tun.
Dank dir für die Empfehlung und LG Uwe
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Dieter_Rotmund
Kommentar von Dieter_Rotmund (04.02.2017)
@Sätzer
Großer Respekt vor Deiner jahrelangen Gewerkschaftstätigkeit und den anderen Engagements!

Ich finde, vor allem die heutige junge Elterngeneration macht einfach zu wenig.
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Sätzer meinte dazu am 04.02.2017:
Danke.
Hab gerade im neuen SPIEGEL den Titel über Trump und sein "Team" gelesen. Das klingt alles sehr bedrohlich, was der mit seiner hemmungslosen Personalpolitik anzettelt. Sein Chefstratege Bannon ist ein ultrarechter, kriegsverherrlichender Mann mit jetzt viel Einfluss.
Europa muss sich wappnen, um eine ähnliche Entwicklung zu verhindern. Das erfordert politisches Engagement von vor allem auch jungen Menschen, die die Kraft dazu haben, Widerstand zu leisten und autokratische Bewegungen zu stoppen. Es bleibt nicht mehr viel Zeit.
LG Uwe
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Jericho meinte dazu am 05.02.2017:
mal so ne Frage von der jungen eltern- und Pegidafront: Was genau macht die junge Elterngeneration zu wenig? Mainstreammedien konsumieren? Leute als AfD/Pegida Sympathisanten enttarnen? Sich generell nicht genug wie Dieter_Rotmund verhalten? Oder sich einfach nicht vorbehaltlos in einem System engagieren dem man nicht wirklich über den Weg traut?
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Sätzer meinte dazu am 05.02.2017:
Was ist denn für DICH eine konstruktive Lösung?
Fragen allein nützt nichts. Politik funktioniert nur zielorientiert durch Handeln. Nur Mäkelei am System hilft nicht weiter. Die Verunglimpfung Andersdenkender auch nicht.
Allerdings ist ein Großteil der jungen Elterngeneration oft zu sehr mit Kindererziehung und, wenn beide arbeiten müssen/wollen, mit dem Job beschäftigt und fühlt sich überfordert. Meine Generation hat mehr auf sich genommen, um aus dem Mief der faschistoiden Nachkriegszeit herauszukommen und das Land wieder strukturell aufzubauen.
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Jericho meinte dazu am 06.02.2017:
Verunglimpfung war auf Dieter gemünzt, oder? Ich war eine Zeit lang in einer demokratischen Partei aktiv und in mir ist die Überzeugung gereift, das politisches handeln weit mehr schlechtes als gutes bewirkt. Also hab ich mich dort komplett raus genommen, gehe auch nicht mehr zur wahl, sondern engagierte mich in meiner Gemeinde und meinem Umfeld (Suppenküche z.b.), Spende für Naturschutzprojekte (seit der Geburt meiner Tochter fehlt mir für die Mitarbeit dort die zeit), verzichte immer mehr auf Konsum und Medien...und und und. Ich persönlich halte das für sinnvoller als eine Partei zu unterstützen, die einem system angehört, das auf einen großen teil der Menschheit scheisst... Was ich krass finde ist, das die geringste Systemkritik hier schon Pegidaalarm auslöst...
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Sätzer meinte dazu am 07.02.2017:
Mit Nichtwählen unterstützt man evtl. Parteien, deren Programm absolut konträr zu eigenen Vorstellungen liegt. Engagement vor Ort in Initiativen finde ich gut, auch Spenden für Projekte. Ich habe lange Greenpeace und PLAN, ein Kinderhilfswerk, unterstützt.
Von Konsumrauscherei halte ich auch nichts. Was soll der ganze meist überflüssige Scheiß. Doch ohne Parteien geht’s leider nicht in einer Demokratie. Da sollte man wenigstens das kleinere Übel wählen.
Bei Systemkritik gleich Pegidaalarm auszulösen halte ich auch für Schwachsinn. Es gibt in allen Parteien Menschen, die durchaus sinnvolle Ideen und Meinungen haben. Allerdings, wenn eine Partei wie die AfD mehrheitlich eine immer faschistoidere Richtung einschlägt, dann muss man wach werden und versuchen, das zu verhindern. Es gibt durchaus Positionen bei Mitgliedern der AfD, wie z.B. die Infragestellung des Euro, die bedenkenswert sind. Vor allem arme europäische Staaten, wie z.B. Griechenland, werden ihre Schulden nie im Rahmen des Euro zurückzahlen und auch nie konkurrenzfähig werden können, wenn sie ihre Währung nicht abwerten, d.h. die Drachme wieder einführen können.
Deutschland als Exportnation profitiert allerdings zu Lasten vieler Importländer enorm vom Euro.
Da Wirtschaft ein Nullsummen“spiel“ ist, gibt es immer Gewinner und Verlierer. Das weiß natürlich auch Trump und die deutsche Wirtschaft wird sich warm anziehen müssen, wenn er die deutschen Importe behindert. Das führt dann zu Arbeitsplatzverlusten bei uns und treibt Wähler in radikale Parteien, die meinen, DIE Lösung zu haben.
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Dies ist ein Text des mehrteiligen Textes Politik - Gesellschaft (Kurze Prosa).
Veröffentlicht am 03.02.2017, 5 mal überarbeitet (letzte Änderung am 19.08.2018). Textlänge: 269 Wörter; dieser Text wurde bereits 636 mal aufgerufen; der letzte Besucher war ein Gast am 03.12.2019.
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