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Essay zum Thema Denken und Handeln


von LotharAtzert

"Jede Art von Gemeinschaft", sagt Nietzsche, "macht am Ende gemein". Die vier Gemeinschaftsformen Herde, Rotte, Rudel und Schwarm sind rudimentär im Menschen. Nicht eine davon, sondern alle in unterschiedlicher Stärke. Machen wir uns die Abhängigkeit  davon nicht bewußt, so bleiben wir, durch den Intellekt aufs Funktionale reduziert, in einem Stadium zurück, das in vielem dem der Insekten gleicht - sie bilden Staaten und funktionieren perfekt. Die Abhängigkeit vom Staat macht uns zu modernen, geistig uniformierten Sklaven. Die Uni-Form besteht darin, daß man mehrheilich - wissenschaftlich - in die gleiche Richtung denkt. Nur so kann ein Staat überhaupt funktionieren.

Wen es jedoch nach Individualität verlangt, der ist gezwungen, die liebgewonnenen  Zugehörigkeiten zu verlassen - dann steht man verlassen, schutzlos, vereinsamt und ist inneren, wie äußeren Gefahren ausgesetzt. Die Herde, das Rudel usw. merken instinktiv, wem der arteigene Geruch fehlt.
Der Staat befasst sich ausschließlich mit Regelungen, wobei es unter Menschen als vernünftig gilt, seinen Staat und die Gesellschaft mit den jeweiligen Mittel zu erhalten, bzw. soohl gegen die Willkür anderer Staaten zu schützen, als auch innenpolitisch für Einhaltung der Regel zu sorgen. Vernunft ist dabei das Aussteuern zwischen den eigenen Interessen und jenen der Gesellschaft.

Welche Folgen es hat, wenn der Mythos verdrängt, die Ordnung des Himmels also ausgeschlossen wird und der Logos dessen Platz einnimmt - hierzu sei noch einmal an den Vorgang des Sehens und Nichtsehens erinnert: linkes Auge sieht räumlich, rechtes  fokusiert Objekte. Zusammen erst erzeugen sie unsere Art des Sehens: eine Welt, die durch das Zusammenfügen Wunderbares offenbart für den, der die Himmels-Ordnung in der irdische Erscheinung wahrnimmt, aber zugleich für einseitige Logiker  verschlossen bleibt. Wo sich der Logos dem Mythos überlegen dünkt, (- parallel der Wissenschaftler den Spirituellen) wird aus ihm reiner Funktionalismus. Der den Raum messenmüssende Logiker sieht in Richtung der Objekte und vernachlässigt das Sehen in sich, bzw. sein Empfinden der Leerheit von  Raum und Selbst. Er entdeckt zwar beim äußeren Forschen, daß das Innere von Atomen jeweils leer und zugleich voller Kraft ist, doch die Bedeutung von Leerheit und Energie mißversteht er - als ein bis jetzt noch unerforschtes Gebiet. So verwechselt er Raum mit der äußeren Welt, die er vermessen, wiegen, berechnen kann.
Daß der Kraft-Raum aber allesdurchdringend ist, nämlich leer von einem in sich beharrenden Kern, das wird als "unsinnig" ausgeschlossen, das spiegelt sich zum Beispiel im Versuch der Anwendung der  Kernspaltung - "es muß doch ein Kleinstteilchen existieren". Der Bau der Atombombe - und deren (Nichts-) Nutzung durch den Staat ist die logische Folge davon.

Bei der Verbindung des Logos mit dem Mythos oder der Erde mit dem Himmel, ist es dasselbe, wie mit der Sehkraft. Oder bei den Beinen, den Lungenflügel, den Hirnlappen usw: bei jeder Paarung erzeugt man im Zusammenwirken ein Drittes, das erst die Einheit des Nondualen offenbart - was der einen Hirnhälfte nur zusammen mit der anderen möglich ist. Vereinfacht gesprochen: Die Hälfte in ihrem Doppelsinn kann nur mit der anderen Hälfte rund sein.
Das Runde ist nicht irgendetwas, es ist Obsession, Passion, Extase.

Das heißt, sobald der Mythos mit seinen sich paarenden Gestalten ausgeschlossen wird, verschwindet das räumliche Empfinden aus dem Bewußtsein und wird zerstörerisch. Das ganze Ausmaß wird deutlich im Verschwinden der Arten. Es sterben täglich bis zu hundert Arten unwiederbringlich aus. Und Art ist immer Kunst - die Kunst zu leben und den Lebensraum zu gestalten. Diese Lebenskunst stirbt rasant.

... zugunsten der Zeichen, ihrem industriell erzeugten Ersatz. Den Ersatz braucht es, um die Menschheit ruhig zu stellen. Die Unterhaltungsindustrie als staatserhaltender Drogenumschlagsplatz ist Realität. Sie ersetzt und produziert immer das, was im Original zugrundegegangen ist und vermisst wird. Sie unterhält die Gelangweilten mit Gefühlsduseleien, was aber nur noch Erscheinung dessen ist, was nicht mehr existiert.

Als der Mythos mit seinen Gestalten verschwand, entstanden, als Zeichen des Unterganges der Königreiche die Staaten. Staat ist Logos, das Königreich dagegen Mythos.
 
.


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Kommentare zu diesem Text


Oskar
Kommentar von Oskar (22.02.2017)
Es gibt immer noch genügend Geschichten und Märchen. Mythos hat nur seine Gestalt gewandelt. Gut dass du hier bist.
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LotharAtzert meinte dazu am 22.02.2017:
Ah danke danke.
Gerade drohte ich in Melancholie zu versinken.
Das ist wahr, Geschichten und Märchen gibt es noch. Aber um kV macht vieles einen Bogen.
Wie oft wollte ich schon den Account löschen ... ok, machen wir weiter ...
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Oskar antwortete darauf am 23.02.2017:
Noch gibt es doch dich.
Wären zehn Lothars hier, gäbe es eine von dir gering geschätze Lothar-Herde.
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LotharAtzert schrieb daraufhin am 23.02.2017:
Herde nein, eine Lothar-Rotte könnte ich mir vorstellen. Suhlen im Schlamm oder Selbstmitleid ...
Ich sehe, ich muß das Thema noch vertiefen. Ich würde - jetzt ernsthaft - die Herde mit meinem Leben verteidigen, so wie ich den Hund 0ko einst verteidigte;) und zuletzt Swetlana, die sich als meine Schülererin bezeichnete und die vom kV-Rudel zerfleischt wurde, bloß weil sie etwas emotional in ihrer Judenablehnung war. Daß ich sie nicht retten konnte, das lastet auf mir.

Die zehn Lothars - ein köstlicher Gedanke ...
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Dieter Wal
Kommentar von Dieter Wal (23.02.2017)
"Als der Mythos mit seinen Gestalten verschwand, entstanden, als Zeichen des Unterganges der Königreiche die Staaten. Staat ist Logos, das Königreich dagegen Mythos."

Monarchie ist eine Staatsform.

Organisationsformen mit Logos zu verbinden, halte ich für eine gute Beobachtung. Nur handelt es sich nicht dabei nur um Staaten, sondern um sämtliche Formen.

Dass Mythen verschwanden, bezweifle ich. Es befinden sich religiöse Mythen ("Entzauberung der Welt" Max Weber, 1917) nicht erst seit 1917, sondern seit dem sogen. Zeitalter der Aufklärung in einem Abwärtstrend. Parallel dazu entstanden folgerichtig Bücher wie Grimms Märchen oder Grimms "Deutsche Mythologie".


Das schönste mir bekannte Buch über Mythen ist von  Joseph Campbell: "Die Kraft der Mythen".
(Kommentar korrigiert am 23.02.2017)
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LotharAtzert äußerte darauf am 23.02.2017:
Bist Du derselbe Dieter Wal, der in Teil 1 diesen Kommentar postete?
"Das Eröffnungszitat finde ich so witzig wie frech. Der Song Cara Dillons gefällt mir ebenso. Danke. Den Text dazwischen las ich leider nicht.
- Quälte mich noch einmal durch den zweiten Absatz. Bis hierher und nicht weiter: schauerliches Geschwurbel. Bitte Drogen absetzen!"

Daß Dir ein schönes Buch bekannt ist, freut mich für Dich.
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Dieter Wal ergänzte dazu am 23.02.2017:
Derselbe.

Die im Ausgangskommentar von mir zitierten Sätze sind Blödsinn. (Nicht nur die.)

Quälte mich ausnahmsweise durch diesen kompletten zweiten Teil. Er müsste demzufolge stilistisch etwas lesbarer gestaltet gewesen sein.
(Antwort korrigiert am 23.02.2017)
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LotharAtzert meinte dazu am 23.02.2017:
Na das klingt doch versöhnlicher.
Stilistisch sind Mängel da, das ist unbestreitbar. Ebenso unbestreitbar kam mir irgendwann, als ich keine Lust mehr am Weiterschreiben hatte, der Gedanke "für kV reichts allemal."
Danke
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Dieter Wal meinte dazu am 23.02.2017:
Streiche alles Geschwurbel. Wenn am Ende ein "Wahrheit währt" dabei herauskommt, bestens.
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Dies ist ein Teil des mehrteiligen Textes Vom Wind in den Bäumen.
Veröffentlicht am 21.02.2017, 1 mal überarbeitet (letzte Änderung am 21.02.2017). Textlänge: 627 Wörter; dieser Text wurde bereits 593 mal aufgerufen; der letzte Besucher war ein Gast am 14.05.2020.
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