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Vom Unwesen des Postfaktischen und von Hasspredigern

Beschreibung zum Thema Menschenverachtung


von Sätzer

Für immer mehr Menschen, die sich im Internet informieren, wird das, was gefühlt immer wichtiger als das, was gewusst wird. Merkwürdige Bewusstseinslagen entstehen, die politische Willensbildungsprozesse total verändern. Die klassischen Medien schaffen es immer weniger, dass sich Fakten im Gemeinwesen verbreiten, da ihr Einfluss immer mehr an Bedeutung verliert.
Satire wird immer öfter angegriffen, denn Fanatiker haben überhaupt keinen Sinn für Humor.
Immer mehr Menschen lehnen den Liberalismus, dessen Grundlagen Toleranz und Respekt vor der Meinungsfreiheit sind, ab. Auf der anderen Seite wird Respekt vor dem anderen eingefordert.
Individueller Hass kann durchaus spontan oder auch zufällig ausbrechen, doch kollektiver Hass wird von Hasspredigern gezüchtet. Sie verweigern den Dialog, sehen sich im Recht, dass sie hassen, häufig religiös begründet. Die Schreihälse, die dann Hasstiraden öffentlich rausbrüllen, werden zu ihren Marionetten, die an den Strippen von Diskursen hängen, die woanders geführt werden, in Talkshows, Reden, Publikationen und vor allem in den sozialen Medien. Dort, wo die Zulieferer des Hasses sitzen.
Ziel einer Gegenrede ist i.d.R. dann nicht der Einzelne, sondern sein Publikum im Internet, teils auch im Fernsehen. Die sozialen Netzwerke üben quasi inzwischen eine Art eigenmächtige, unkontrollierte private Zensur aus, die weder transparent noch einklagbar ist. Selbst konkrete Adressaten einer Hasstirade haben oft große Schwierigkeiten, eine zeitnahe Löschung zu erreichen.
Der Historiker Garton Ash sagte in einem SPIEGEL-Interview:
„Das Internet ist die größte Kloake der Weltgeschichte. Ungeheuer viel Scheiße fließt um die Welt. Zum Teil handelt es sich um Hetze, zum größeren Teil jedoch sind es einfach Dummheiten, verbreitet im Schutz der Anonymität.“ (Auch die anstößigste Meinung diskutieren, Der Spiegel 45/2016, S.120)

 
 

Kommentare zu diesem Text


Stelzie
Kommentar von Stelzie (13.03.2017)
Den ersten Satz verstehe ich nicht wirklich. Ist das Internet Schuld an der Verdummung der Menschheit? Wenn es www. nicht gäbe, müsste ich mir für alles, was ich wissen will, ein Buch kaufen. Sogar Zeitung lesen ist möglich. Im Zeitalter internetfähiger Handys kann ich mich immer und überall informieren. Für "Städigunterstromsteher" wie mich, ideal.
Und was ist falsch an "gefühlt"? Ich denke, wir haben aufgehört zu fühlen, auf unsere Intuition zu hören oder auf unser Bauchgefühl.
Die Anonymität des Internets hat auch eine gute und eine ungute Seite. Wenn ich von mir ausgehe, habe ich hier schon Dinge "gesagt"... Im wahren Leben wäre ich dazu definitiv zu feige. Damit bin ich sicher nicht allein.
Das Ganze als Politikum zu sehen, halte ich für leicht übertrieben.
Hassprediger und Fanatiker haben schon immer einen Zugang zum Publikum gefunden. Wie wir damit umgehen, liegt allein an uns.
Egal ob mit oder ohne Internet.
Wie auch immer. Es ist eine Überlegung am frühen Morgen wert.
Liebe Grüße via Internet
Kerstin.
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Sätzer meinte dazu am 13.03.2017:
Es geht in dem Text doch nicht um eine generelle Verteufelung des Internets, sondern um das Unwesen der Verbreitung von Falschmeldungen und Verunglimpfungen.
Natürlich bietet das Internet viele positive Möglichkeiten der Information, wenn man fähig ist zu unterscheiden was vor allem in den sozialen Medien (insbesondere Facebook, twitter) wahr ist und was gelogen. die Anonymität fördert leider Polemiken.
LG Uwe
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Graeculus (69) antwortete darauf am 13.03.2017:
Diese Kommentarantwort ist nur für eingeloggte Benutzer lesbar.
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Sätzer schrieb daraufhin am 13.03.2017:
"Wie informierst Du Dich über Gegenstandpunkte?"
Das ist ein zentrales Problem bei der unübersichtlichen Informationsfülle im Netz, vor allem für junge Leute, die alles über ihr Smartphone, meist über die sozialen Netze von sogenannten Freunden beziehen.
Danke für Kommi und LG Uwe
(Antwort korrigiert am 13.03.2017)
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TrekanBelluvitsh
Kommentar von TrekanBelluvitsh (13.03.2017)
Für immer mehr Menschen, die sich im Internet informieren, wird das, was gefühlt immer wichtiger als das, was gewusst wird.
Fühlt sich eben gut an, vor allem  wärmt es.
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Sätzer äußerte darauf am 13.03.2017:
Ja, so ist es für Viele. Pölitik läuft immer mehr irrational ab.
Dank dir für Kommi und Empfehlung. LG Uwe
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Kommentar von bbx (68) (13.03.2017)
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Sätzer ergänzte dazu am 13.03.2017:
"Auch in Vor-Internet-Zeiten wurde manipuliert und gelogen"
Klar, aber das hatte nicht diese quantitativen Ausmaße angenommen. Dann gibt es inzwischen viele, vor allem junge Menschen, die sich nur noch über ihr Smartphone informieren und kaum etwas hinterfragen. LG Uwe
(Antwort korrigiert am 13.03.2017)
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bbx (68) meinte dazu am 13.03.2017:
Diese Kommentarantwort ist nur für eingeloggte Benutzer lesbar.
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Sätzer meinte dazu am 14.03.2017:
Tja, das ist wie mit dem Messer, mit dem man morden oder Brot schneiden kann.
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Dieter_Rotmund
Kommentar von Dieter_Rotmund (13.03.2017)
Gut geschrieben, gerne gelesen.

Ich bin für Klarnamen. Auch auf kV.
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Sätzer meinte dazu am 13.03.2017:
In gewisser Weise laufen hier bei KV ja auch Gemeinheiten anonym über Fantasie-Nicks und Bilder. Da sind die Hemmschwellen niedriger. insofern bin ich auch für Klarnamen. Allerdings heißt du ja auch in Wirklichkeit anders. Schwieriges Thema.
Danke und LG Uwe
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Dieter_Rotmund meinte dazu am 13.03.2017:
Ja, aber mein richtiger Name steht schon sehr lange in meinem kV-Profil.
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EkkehartMittelberg
Kommentar von EkkehartMittelberg (13.03.2017)
Schon die Wortbildung "postfaktisch" müsste jeden alarmieren. Ein Teil der Medien benutzt den Begriff als Ausrede dafür, dass sie nur Stimmungen und mangels Recherche keine Fakten verbreiten.
LG
Ekki
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Sätzer meinte dazu am 13.03.2017:
Genau. Ich hab den Text noch um die Zusammenhänge, die mit dem Predigen von Hass etwas zu tun haben, erweitert. Ebenso den Titel.
Danke dir für Kommi und Empfehlung. LG Uwe
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AZU20
Kommentar von AZU20 (13.03.2017)
Also muss man schon genau abwägen, inwieweit man diese Medien nutzt. Dazu sind natürlich vor allem jüngere Menschen kaum noch bereit, sie stürtzen sich geradezu in diese Welt. Und dort werden sie von bestimmten Menschen schon erwartet, die sie nicht immer in der rechten Weise beeinflussen wolllen. LG
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Sätzer meinte dazu am 14.03.2017:
Es bleibt die Frage, wie man jüngeren Menschen trotz Smartphonephobie eine liberale Demokratie nahebringen kann.
Danke dir für Kommi und Empfehlung LG Uwe
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Jericho
Kommentar von Jericho (13.03.2017)
"Individueller Hass kann durchaus spontan oder auch zufällig ausbrechen, doch kollektiver Hass wird von Hasspredigern gezüchtet. Sie verweigern den Dialog, sehen sich im Recht, dass sie hassen, häufig religiös begründet. Die Schreihälse, die dann Hasstiraden öffentlich rausbrüllen, werden zu ihren Marionetten, die an den Strippen von Diskursen hängen, die woanders geführt werden, in Talkshows, Reden, Publikationen und vor allem in den sozialen Medien. Dort, wo die Zulieferer des Hasses sitzen."
Ich lese das und denke spontan an die Antifa oder die grüne Jugend. Mir ist schon klar, das du die nicht meinst, daher meine Frage: Ist deiner Meinung nach der Hass der "richtigen" Seite (denn den gibt es) genauso abzulehnen wie der der "falschen"?
Gruß, J
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Sätzer meinte dazu am 14.03.2017:
Mit den Begriffen richtig und falsch kommt man da nicht weiter. DAS richtige Modell menschlichen Zusammenlebens gibt es wohl nicht. Mit geht’s um ein Zusammenleben mit möglichst großer Menschlichkeit miteinander. Da ist das Modell der liberalen Demokratie sicher das beste und dafür lohnt es sich einzusetzen. LG Uwe
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Jericho meinte dazu am 15.03.2017:
darum habe ich auch " verwendet...ich favorisiere kein Modell, einfach weil ich kein anderes als dieses hier kenne und das gefällt mir nicht besonders, denke aber, das das bei anderen wohl auch so wäre.
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Sätzer meinte dazu am 16.03.2017:
Verstehe ich, aber in Agonie zu verharren ist sicher auch keine gute Lösung. LG Uwe
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Dies ist ein Text des mehrteiligen Textes Politik - Gesellschaft (Kurze Prosa).
Veröffentlicht am 13.03.2017, 6 mal überarbeitet (letzte Änderung am 16.03.2017). Textlänge: 263 Wörter; dieser Text wurde bereits 663 mal aufgerufen; der letzte Besucher war ein Gast am 03.12.2019.
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