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Provokation 1InhaltsverzeichnisProvokation 3

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Essay zum Thema Arbeit und Beruf


von tueichler

Wir leiden scheinbar unter der Alterspyramide. Der sich beschleunigende Effekt beruht einerseits darauf, dass die Geburtenrate sinkt währen gleichzeitig das zu erwartende Lebensalter steigt. Die vordergründige Schlussfolgerung ist, dass entsprechen die Lebensarbeitszeit steigen muss. Das halte ich für falsch aus zweierlei Gründen. Erstens steigt bei steigendem Lebensalter nicht die zur Verfügung stehende Zeit hoher Produktivität, da Alterungsprozesse sich nicht nach hinten verschieben, andererseits nicht jeder in der Lage sein wird, sich ändernden Produktionsbedingungen anzupassen. Das liegt daran, dass nicht jede und jeder Talent hat, mit digitaler Arbeit umzugehen.

Wo liegt das Dilemma. In der Wertschöpfungskette wird einerseits der Gewinn erwirtschaftet, der ein ‚Geschäft‘ erst lohnend macht, andererseits werden aus den Gewinnen sowohl die Arbeitsmittel und Arbeitsstoffe bezahlt, wie auch die zur Wertschöpfung notwendigen Arbeitskräfte.

Wenn nun die Anzahl der direkt in die Wertschöpfung eingebundenen Arbeitskräfte sinkt, muss notwendigerweise die Arbeit von Arbeitsmitteln übernommen werden. Sozialabgaben werden jedoch nur von den Arbeitskräften und anteilig von den Arbeitgebern abgeführt.

Meine These ist nun, dass es eine Methode geben muss, den Grad der Automation mit dem Äquivalent der eingesparten Sozialabgaben zu belegen.

Beispiele:
1) Wenn also ein Roboter in einem Automobilwerk 5 Arbeitskräfte mit manueller Arbeit ersetzt und 2 Arbeitskräfte mit qualifizierten Aufgaben beim Autohersteller neu schafft, dann besteht eine Lücke in den Sozialabgaben der 3 eingesparten Arbeitskräfte.

2) Wenn in einem Bestellprozess in einem Auslieferungsbetrieb eine Software einen Großteil der Sachbearbeiter ersetzt und stattdessen eine kleine Anzahl hoch qualifizierter In-House Berater die Software bedient, wenn in einem Hochregallager ein Roboter die wenig qualifizierten Lageristen ersetzt, dann muss der Roboter und die Software den Sozialabgabebeitrag der ‚eingesparten‘ Mitarbeiter übernehmen.

Mir ist bewusst, dass es dafür keine einfache Lösung gibt, da der Grad der Automatisierung einen Ursprungszeitpunkt zur Bewertung benötigt und das Äquivalent zu eingesparten Sozialabgaben nur zu ermitteln ist, wenn belegbar ist, wie viele Arbeitnehmer mit welchen Einkommen eingespart wird.

Die Arbeitgeber werden argumentieren, dass damit der Sinn von Investitionen in Frage gestellt wird. Jedoch sind diese ja durch den Wegfall der Löhne der eingesparten Arbeitnehmer gedeckt.

Im schlimmsten Fall ist der Amortisationszeitraum von Investitionen länger. Jedoch wird der Absturz der Sozialsysteme wie Renten und Gesundheitswesen zumindest gebremst.

 
 

Kommentare zu diesem Text


EkkehartMittelberg
Kommentar von EkkehartMittelberg (20.03.2017)
Ich finde deinen Essay sehr einleuchtend. Wenn für die Automation durch Roboter keine Sozialabgaben erbracht werden, werden langfrfistig die Sozialsysteme kollabieren.
LG
Ekki
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tueichler meinte dazu am 20.03.2017:
Danke Dir! Ich kann das noch weier treiben, wenn mann die günstigen indischen Arbeiter mit einbezieht, die sich durch ihren Einsatz langfristig selbst wegrationalisieren. Naja, man kommt, glaube ich nicht durch Beispiele zu einer Lösung, sondern nur durch eine volkswirtschaftliche Kalkulation über eine Legislaturperiode hinaus ...

Tom
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Kommentar von Graeculus (69) (20.03.2017)
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tueichler antwortete darauf am 20.03.2017:
Tut mir leid, aber diese Idee ist on mir! Da es aber ein ziemlich einleuchtender Gedanke ist, mögen andere auch so denken.
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Graeculus (69) schrieb daraufhin am 20.03.2017:
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tueichler äußerte darauf am 20.03.2017:
weder kenne ich den Artikel, noch bezog oder beziehe ich mich darauf!
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Graeculus (69) ergänzte dazu am 20.03.2017:
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MarieT (58) meinte dazu am 20.03.2017:
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tueichler meinte dazu am 20.03.2017:
Ich lege Wert darauf, nicht in die Nähe eines Plagiats gerückt zu werden! Insbesondere, da man diese These wohl kaum anders formulieren kann. Also Schluss jetzt!
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MarieT (58) meinte dazu am 20.03.2017:
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Graeculus (69) meinte dazu am 20.03.2017:
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Kommentar von MarieT (58) (20.03.2017)
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AZU20
Kommentar von AZU20 (21.03.2017)
Sehr einleuchtend, aber der Wille ist wohl nicht da, alles in die richtigen Bahnen zu lenken. LG
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Dies ist ein These des mehrteiligen Textes Provokationen.
Veröffentlicht am 20.03.2017, 2 mal überarbeitet (letzte Änderung am 21.03.2019). Textlänge: 356 Wörter; dieser Text wurde bereits 313 mal aufgerufen; der letzte Besucher war ein Gast am 13.01.2020.
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