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Populismus in der BRD – eine Analyse

Essay zum Thema Gesellschaft/ Soziales


von Sätzer

Reicht es, sich als Adressat einer Hasstirade beleidigt zu fühlen – als Mensch bzw. als politische Partei oder Regierung? Wohl kaum. Der Versuch Populisten mit Populismus zu begegnen, wie z.B. die lächerliche Ausländermaut des Verkehrsministers, die voraussichtlich mehr kostet als sie einbringt, geht ins Leere. Die Regierenden machen sich nur lächerlich.
Ängste von benachteiligten Menschen und daraus resultierende Wut lassen sich nicht weg argumentieren. Die Abwanderung von Frustrierten, Abgehängten und Durchschnittsverdienern, die bisher etablierte Parteien gewählt haben, lässt sich so wie bisher nicht aufhalten. Es reicht nicht nur mit Fakten zu kontern. Hinter der Rekordbeschäftigung laut Statistik stecken immer mehr neue Hilfsberufe, z.B. im Pflegewesen, dem Sicherheitsgewerbe, der Paketzustellung und der Reinigungsbranche. Angelernte Kräfte werden dort schlecht bezahlt, aber häufig zu hoher Flexibilität gezwungen und in Teilzeitarbeit auf Abruf beschäftigt. Politisch Verantwortlichen ist anzuraten, in der Hinsicht neue Maßstäbe im Arbeitsrecht zu setzen und mit seriösen Mitteln Räume zu schaffen, die die Gefühlswelt der Abgehängten und Wütenden berücksichtigt.
Für einige Wähler und Mitglieder populistischer Parteien ist die Frage wesentlich, ob politische Entscheidungen im nationalen Interesse sind, so wie sie das definieren im Sinne eines neuen alten Nationalismus bis hin zu faschistoiden Vorstellungen. Auch ist es möglich in einer neuen Partei wie der AfD eine politische Laufbahn einzuschlagen, die in den Traditionsparteien verschlossen wäre.
Es kommt für die herrschenden Politiker darauf an, nicht falsche Töne zu setzen. Wenn z.B. die Bundeskanzlerin Merkel sagt, dass jeder, der in diesem Lande lebt, zum deutschen Volk gehöre, dann bietet sie den Populisten der AfD natürlich viel Angriffsfläche und einen Resonanzraum für Gefühle und damit verbunden eine Projektionsfläche für die Hoffnungen ihrer Mitglieder und Wähler.
Somit ist es wichtig, eine konstruktive Streitkultur zu entwickeln, denn allein mit moralischem Widerspruch lässt sich Hass in einer Gesellschaft kaum wirkungsvoll bekämpfen. Es bedarf konkreter menschlicher Geschichten, die u.a. aufzeigen, wie schwer das Leben mit Toleranz und gesellschaftlicher Vielfalt in der Realität sein kann.
Die sich immer mehr aufsplitternde Medienlandschaft kann nicht mehr ausreichend dafür sorgen, dass Fakten sich wirklich verbreiten, da in großem Umfang im Internet das verbreitet wird, was gefühlt wird. Es gibt inzwischen viele, vor allem junge Menschen, die sich nur noch im Bereich ihrer “Freunde“ dort informieren. Früher waren in Deutschland vor allem die Boulevardblätter die Leitmedien für die breite Masse, heute sind es die sogenannten Sozialen Medien, was die Dimension von Falschmeldungen und Hasstiraden extrem verstärkt hat.
Populismus hat ökonomische, soziale und kulturelle Wurzeln, weshalb eine demokratische Streitkultur im Internet unerlässlich ist, was Redefreiheit voraussetzt. Da jeder zu jeder Zeit mitreden kann, sind Kriterien festzulegen, wo die Grenzen liegen, z.B. bei Texten und Bildern, die zu Volksverhetzung und Gewalt aufrufen. Schwieriger wird es Kriterien zu entwickeln, wenn Einzelpersonen persönlich angegriffen werden. Dort sind die Betreiber der Sozialen Medien in die Pflicht zu nehmen, z.B. für schnelle Löschungen und gegebenenfalls Richtigstellungen.

 
 

Kommentare zu diesem Text


Kommentar von toltten_plag (42) (23.03.2017)
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Sätzer meinte dazu am 23.03.2017:
Wie soll denn dein System aussehen park? Meckern allein bringt nichts. Die 500 größten Priivatkonzerne der Welt kontrollieren 52,8% des Weltbruttozozialproduktes (nach Weltbankzahlen). Der Politik eines einzelnen Landes sind Grenzen gesetzt, es sei denn die gesamte Welt konvertiert zu einem irgendwie gearteten sozialistischen System. Fragt sich, wie das zu erreichen sein sollte - eine Weltrevolution werden wir wohl nicht mehr erleben. Faschisten haben immer schon versucht, sozialistische Ideen zu kopieren und sie mit ihrer Sündenbockmethode dann pervertiert. Teile der AfD sind da auch infiziert.
LG Uwe
(Antwort korrigiert am 23.03.2017)
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Sätzer antwortete darauf am 23.03.2017:
P.S.: Klar, die prekären Arbeitverhältnisse, inzwischen ca. 5 Millonen, vor allem von Frauen, ohne jegliche Rechte bei Krankheit usw. sind ein Skandal, der in unserem reichen Land politisch endlich angegangen werden muss. Vor allem die Gewerkschaften müssen da Druck machen.
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toltten_plag (42) schrieb daraufhin am 23.03.2017:
Diese Kommentarantwort ist nur für eingeloggte Benutzer lesbar.
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Sätzer äußerte darauf am 23.03.2017:
"Ich dächte eher, wir als souveräner Staat können immer noch entscheiden, wie viele Kapitalertrags- und Vermögens- und Erbschafts- und Flugbenzinsteuer wir von wem abzwacken. Und wie viele Sozialleistungen wie den Rentnern oder Hartz-Empfängern geben und wie viele nicht. Und wie viel unser Staat in Krankenhäuser und Bildung investiert, auch wenn es Schulden macht, und wie viel nicht. Und wie hoch wir die Stunde Mindestlohn ansetzen.

Da stimme ich dir voll zu. Das liegt im Ermessen unserer Regierung und die nächste muss endlich handeln. Nur die CDU wird´s kaum tun und die AfD sicher auch nicht. Da braucht man nur in die USA schauen. Trump will Obamacare abschaffen und hinterlässt, wenn er sich durchsetzt, Millionen Menschen ohne Krankenversicherung.
Mit einem Austritt aus der EU, wie es die AfD fordert, wird es in der BRD sehr viel enger werden, denn die DM wird stark aufwerten, so dass die Exporte zurückgehen werden. Allerdings wäre es schon gerechter, denn heute lebt die BRD auf Kosten vieler anderer Länder, die mehr deutsche Waren importieren als exportieren, vor allem, wenn sie die Wechselkurse innerhalb der Eurozone nicht ändern können. Gegenüber den USA besteht immerhin die Möglichkeit, dass die abwerten und damit deutsche Waren für sie teurer werden.
Summa-Summarum sind die Probleme ziemlich komplex und mit AfD-Politik sicher nicht zu lösen, weil die BRD sich dann immer mehr isoliert.
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Sätzer ergänzte dazu am 23.03.2017:
P.S.: Deinen ersten Absatz hake ich mal unter Polemik ab!
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toltten_plag (42) meinte dazu am 23.03.2017:
Diese Kommentarantwort ist nur für eingeloggte Benutzer lesbar.
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Sätzer meinte dazu am 23.03.2017:
Ich glaub jetzt ist alles gesagt. Lassen wir´s gut sein, die Welt ist nicht perfekt. Jeder wird sein Handeln an seinen Erfahrungen und Modellvorstellungen ausrichten. Glücklicherweise leben wir ja noch in einem relativ freien Land.
Dank dir für die ausführliche Auseinandersetzung und einen schönen Resttag mit möglichst wenig Zorn im Herzen. LG Uwe
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EkkehartMittelberg
Kommentar von EkkehartMittelberg (23.03.2017)
Demokratie ohne Populismus, das heißt dem Volk nach dem Mund zu reden, hat es nie gegeben. Dennoch sollten die Methoden des Populismus aufgedeckt werden. Aber die etablierten Parteien sollten auch selbstkritisch ihren Anteil am Populismus eingestehen.
LG
Ekki
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Sätzer meinte dazu am 23.03.2017:
In Wahlkampfzeiten greifen fast alle Politiker mehr oder weniger in die Populismuskiste.
Danke dir für Kommi und Empfehlung. LG Uwe
(Antwort korrigiert am 23.03.2017)
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Dies ist ein Text des mehrteiligen Textes Politik - Gesellschaft (Kurze Prosa).
Veröffentlicht am 23.03.2017, 3 mal überarbeitet (letzte Änderung am 22.01.2019). Textlänge: 465 Wörter; dieser Text wurde bereits 568 mal aufgerufen; der letzte Besucher war ein Gast am 03.12.2019.
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