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RUND 20 MEINER ALTEN WALPURGIS - SONETTJES AUF EINEN BLICK IN REKAPITULIERENDER KOMPILATION

Sonett zum Thema Fantasie


von harzgebirgler

die hexe testet jetzt schon mal den besen
mit dem sie ja demnächst zum brocken fliegt
auf eig’ne kosten nicht auf teufelsspesen
weil der na klar sonst voll die krätze kriegt

das gute stück echt besenbinderware
gebunden nach althergebrachter art
hat sich total bewährt die ganzen jahre
die birkenreiser sind geschmeidig hart

der stiel besteht aus stangenholz von fichte
bezaubert ward der besen überdies
damit er auch sein fluggeschäft verrichte

weil sich normal gar keiner fliegen ließ
geheim ist wie solch zaubersprüche gehen
doch besenbinderei kannst du hier sehen -->

https://www.youtube.com/watch
http://www.kulturverein-deberndorf.de/kvd_besen_binden.htm?v=ydsuxbwnmdm

***

mann kennt zudem viel besen auf zwei beinen
auch und echt die gibt’s im ganzen land
die sind aber entfernt nur würd’ ich meinen
mit den hexenbesen nun verwandt

so besen können männer tierisch nerven
und haare auf den zähnen ham die auch
sind gern wem an den kopf voll was am werfen
und das ist durchaus nicht bloss schall und rauch

drum sollte mann im vorfeld tunlichst testen
ob er an solchen besen nicht gerät
ein solcher test ist nur zu seinem besten

dann weiss er schliesslich wo der wind her weht
doch oft ist besenart nicht zu durchschauen
erst später im bezug kommt dann das grauen

***

die hexe holt den kessel aus dem schuppen
denn was gekocht muß vor dem fluge sein
seit je gehört zu ihr’n walpurgissuppen
mit kröte was - auch fledermaus kommt rein

der kessel ist aus eisen und gegossen
und überdies natürlich schwer wie sau
sein anblick hätt’ normalfrau’n längst verdrossen
doch keine hexe ist bloß nur ne frau

sie ist des teufels buhle und kann zaubern
das trifft auf frauen generell kaum zu
die fliegen zwar wohl mal so mit hubschraubern

doch nun auf besen gar nicht oder du?!
es paßt jedenfalls viel in hexenkessel
und als gewürz dient selbst gebrannte nessel

***

die hexe ist im kessel schwer am rühren
das feuer es erhitzt den eklen sud
die fledermaus fliegt noch doch wird gleich spüren
wie gut ein bad in sud und kessel tut

da kennt die hexe wirklich keine gnade
das fledermäuschen ahnt auch was ihm blüht
es ist zwar um das flattertierchen schade
doch wird es gleich im kessel aufgebrüht

das suppenrezept stammt aus alten zeiten
da gab es hexen weltweit noch viel mehr
tagtäglich sah man sie auf besen reiten

und niemanden bekümmerte das sehr
doch kam’s dann irgendwem vor ungeheuer
und hexen brannten tausendfach im feuer

***

der hexe auf der schulter sitzt ein kater
pechschwarz und alt und schnurrt ihr was ins ohr
den schwatzte ihr ein haustierfachberater
einst auf und kam sich supertoll bei vor

sie hat den kerl spontan in’ frosch verwandelt
der kater aber blieb fortan bei ihr
hat auch gleich mit ner katze angebandelt
die wohl von außerhalb kam, nicht von hier

es zählt zum hexenhaushalt noch ein rabe
der ist sehr klug und krächzt gern vor sich hin
die hexe sagt ihm oft : "!dass ich dich habe

ist in der tat für mich echt ein gewinn!"
schon weil das tierchen köpfchen voll besaß
und zaubersprüchs behielt die sie vergaß

***

"!dreimal schwarzer kater!" sagt die hexe
und noch einen ganz geheimen spruch
macht zusammen weitaus mehr als sechse
steht zumindest so im zauberbuch

und schon fängt der kessel an zu kochen
unter ihm das feuer lodert wild
eine schlange kommt herangekrochen
die es in den sud zu schnippeln gilt

läßt die alles gerne mit sich machen
denn sie wird schnell wieder ja gebor’n
und hat dann als adler voll gut lachen

oder wird ein märchenpferd mit horn
jedenfalls kocht die walpurgissuppe -
wegzehrung beim flug zur brockenkuppe

***

im hexenhaus steht klar doch auch ein ofen
denn warm im winter soll es schließlich sein
und brennholz muß die hexe niemals kofen
der ofen brennt von sich aus ganz allein

sie steckt zum braten backen manche dinge
da rein die nicht auf speisekarten steh’n
die hexe steht zwar schon auf butterringe
und hefezöpfe gleichfalls doch es geh’n

aus krötenfleisch gebraten frikadellen
wie öl ihr runter das ist ja bekannt
da kriegte selbst bocuse die pimpernellen

der froschschenkel durchaus stets eßbar fand
krötenfleisch aber kannst du voll vergessen
zählt nur bei hexen zu delikatessen

***

die hexenküche kriegt kaum je fünf sterne
und nicht einmal vermutlich einen stern
denn hexen fressen kleine kinder gerne -
das liegt so restaurantgästen ganz fern!

obwohl wer weiss - es gibt auch kannibalen
die haben zwar bestimmt kein restaurant
doch durchaus einen hang zu festtagsmahlen
wo kind schon auf der speisekarte stand

kann man zumindest immerhin vermuten
es gibt ja schliesslich nichts was es nicht gibt
die erde wird bewohnt nicht nur von guten

nein auch von hex die kind in’ ofen schiebt
so wie einst in dem schönen grimmschen märchen
mit dem echt gewitzten geschwisterpärchen

***

mit hexen ist durchaus gut kirschen essen
es müssen aber tolle kirschen sein
ansonsten kannst du das komplett vergessen
die fall’n sonst so auf naschwerk nicht groß rein

nein hexen sind in dieser hinsicht eigen
und gehen da echt keinem auf den leim
breiten auch den mantel gern vom schweigen
über ihren hang zu krötenschleim

doch sie tuen keinem was zuleide
der sie selber schön in frieden läßt
reiten nachts mal schnucken auf der heide

wenn der schäfer schläft schön tief und fest
hermann löns hat das einmal gesehen
und ihm blieb vor schreck das herz fast stehen

***

hexen gibt’s auch die in hecken hausen
und die hecken gerne etwas aus
manchmal sind in schwärmen sie am brausen
um das nächstgeleg’ne gotteshaus

stets um mitternacht wenn alle schlafen
und kein schläfer je an hexen denkt
die zum flug ums kirchlein sich nachts trafen
wo drin jesus still am kreuze hängt

schön geschnitzt in holz von einem meister
der sein handwerk offenbar verstand
nein nicht tilman riemenschneider heißt der

nein der diesen schuf ist unbekannt
doch das hat noch hexen nie gekümmert
sausen draußen rum fast bis es dämmert

***

bei hexen sind jetzt staubsauger im kommen
kein seemannsgarn ist das nein wirklich fakt
vom fachhändler hat manche drei genommen
und wechselt die nun im zweijahrestakt

zwar macht ein staubsauger echt krach beim fliegen
doch sitzt man gar nicht übel auf dem teil
auch kurven lassen sich viel besser kriegen
das fluggefühl ist außerdem voll geil

der teufel war zwar ziemlich von den socken
und dachte erst an einen himmelsspuk
als letztes jahr staubsauger überm brocken

mit hexen kreisten doch er war zu klug
um sich darüber größer aufzuregen
und schärfer noch drauf sich ihn’ beizulegen

***

vom teufel kann man wirklich nicht erwarten
daß er die hexen all beim namen nennt
selbst wenn sie sich walpurgis mit ihm paarten
kann’s sein daß er sie gar nicht wiederkennt

es geht ihm nur darum sie zu besteigen
und darauf sind die hexen alle scharf
und jede muß sich tief vor ihm verneigen
je tiefer um so besser und er warf

schon manche glatt vom blocksberg wenn sie zickten
da wird der höllenfürst fuchsteufelswild
nur jene welche ihn zutiefst beglückten

erhalten auch mit autogramm sein bild
das hängen die sich stolz vorn an den besen
so kann es jede sehen dann und lesen

***

satan läßt sich seinen hintern küssen
und der stinkt wie schwefelfeuerstein
doch das kann die hexen nicht verdriessen
nein geküsst soll satans hintern sein!

haben ihre macht ja ihm zu danken
und er liegt tatsächlich allen bei
treibt’s mit ihnen nächtig ohne schranken
bis ins tal hört man ihr lustgeschrei

krötensuppe lassen sie sich schmecken
spendet kraft und weckt die geilheit neu
necken lecken stecken becken recken

so vergeht die zeit - der erste mai
ist geprägt vom treiben auf dem brocken
wohin triebe hexenscharen locken

***

nackend tobt die hex mit artgenossen
oben auf dem brocken nächtens rum
wird vom teufel voll mit schleim begossen
und nicht eine nimmt dem kerl das krumm

stampft und stinkt und grunzt es ist echt irre
brunst allüberall es lodert lust
legt der höllenfürst sich ins geschirre
nimmt sich jede hexe geil zur brust

ja das ist fürwahr kein klosterleben
was da vater mond zu sehen kriegt
hexenleiber die orgiastisch beben

und ein satan der ihr’m reiz erliegt
oberförster schlägt im dickicht kreuze
augen machen über ihm zwei käuze

***

die wahl zur miss walpurgis ist der renner
da nehmen junge hexen nur dran teil
als preisrichter fungiert ein echter kenner
der teufel selbst gibt punkte und schaut geil

den allerschönsten schamlos auf die brüste
die kann er weil sie nackt sind auch gut seh’n
und wecken in ihm sagenhafte lüste
am liebsten würd’ er gleich zu werke geh’n

doch erst einmal erfolgt die preisvergabe
den miss-titel erhält dann eine hex’
der sagt der teufel klipp und klar "!ich habe

seit ich dich sah nur eins im sinn noch: SEX!"
"!das soll ja auch so sein oh fürst der hölle"
sagt die "und einführ’n kost’ auch keine zölle!"

***

die alten hexen sind jetzt zwar am schmollen
doch nimmt der teufel alle hexen ran
und braucht bei denen dito nichts verzollen
nein einfuhr’n an walpurgis oh die kann

das ganze hexenvolk ja kaum erwarten
und steht schön vor dem höllenfürst spalier
der legt natürlich dank von fakten harten
auch an den tag nun keinerlei gezier’

nein prächtig steht er selbst voll auf der matte
nicht eine hexe kommt zu kurz die nacht
oder wird eingepackt in zuckerwatte

das hat der teufel ja noch nie gemacht
er nimmt sie alle ran als herr und meister
dreimal pechschwarzer katapetenkleister!

***

nils holgersson flog nächtens mit den gemsen
da kreuzte eine hexe seine bahn
die dachte nun auch gar nicht dran zu bremsen
nein zeigte ihm total mit affenzahn

toll eine rolle vorwärts auf dem besen
und schwenkte munter ihren spitzen hut
nils dachte schon das ist es jetzt gewesen
doch falsch gedacht denn voller übermut

ließ glatt vom mond sich eine zweite gleiten
als wäre der ein bloßes halfpipeteil
angesichts solcher kunst im besenreiten

hielten maulaffen selbst die gemsen feil
zumal noch eine dritte was vollführte
und stehend auf ihr’m besen balancierte

***

der teufel will noch ein paar hexen testen
für tabledance so kurz nach mitternacht
mit langen tollen beinen und mit festen
brüsten quasi wie von gott gemacht

er ist bereits mit eifer am sortieren
und manche die entspricht echt dem ideal
da hört er eine alte protestieren:
"!nimm mich gefälligst dran verdammt noch mal!"

dem teufel dem verschlägt es glatt die sprache
denn solche frechheit ist ihm völlig fremd
die hexe sagt nur: "!schau her was ich mache!"

und öffnet ihren mantel ungehemmt -
was jetzt der satan sieht du meine güte
ne wahre fledermäusewundertüte

***

der förster kam jüngst durch den wald geschritten
da stand die hexe vor ihm auf dem weg
und rief "!ich zeig dir jetzt mal meine titten!"
der förster dachte "!ach du lieber schreck!"

die hexe schlug ihr’n mantel voll zur seite
und was der förster sah das wisst ihr schon:
zehn fledermäuse suchten flugs das weite -
der förster sagte erst mal keinen ton

dann grinste er und feixte "nette mäuse
doch möpse hätt’ ich lieber jetzt geseh’n!"
da schreit die hexe prompt „!du kunstbanäuse

die haare sollten dir zu berge steh’n!“
„!mir stünde“ sagt der förster „jede wette
längst etwas wenn ich möpse geseh’n hätte!“

***

der oberteufel läßt sich nett hofieren
und hockt mit bloßem hintern bei dem fest
der hexen die sich keinesfalls genieren
auf einer art von theke und podest

so muß sich keine hexe groß verrenken
wenn sie dem satan referenz erweist
und kann im nachhinein mal kurz bedenken
weshalb der hintern halt nicht antlitz heißt

auf jeden fall ist es ein wüstes treiben
ganz ohne zügel schamlos unerhört
gar manche würden glatt zwei wochen bleiben

was aber teufels schwiegermutter stört -
die kann von ihres schwiegersohnes gaben
ja leibsbezüglich selbst nie genug haben

***

den schmalspurbahnlokführer haut’s vom hocker
bei dem was er dort auf dem brocken sah:
vor ihm erschien ein hexchen, hob den rock - er
stand prompt wie ein begoss’ner pudel da

und suchte voll das weite wie gestochen
von der tarantel die’s im harz nicht gibt
dort hat er sich dann irgendwo verkrochen
wie es halt hasenfüssen stets beliebt

die hexe selbst war alsbald am verschwinden
mitsamt dem teufel und der hexenschar
sie werden sich auch erst wieder einfinden

zu irrem nächt’gem treiben nächstes jahr -
derweil schliefen den schlaf noch der gerechten
im tal die menschen, nur nicht die ganz schlechten...

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Veröffentlicht am 28.04.2017. Dieser Text wurde bereits 237 mal aufgerufen; der letzte Besucher war ein Gast am 16.10.2018.
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