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von RainerMScholz

Dann sitzt du auf der Ruderbank im untersten Deck der Galeere und spürst deine Gelenke kaum, die so von der Schinderei knacken, die Muskeln, die verhärten, die Sehnen; und dann heißt es: schneller jetzt, ihr Tiere, ihr Mobiliar, ihr Vieh! Schneller! Du lächelst dieses verhärmte Lächeln, das ein Grinsen ist, ein Zähnefletschen- und knirschen, denn du willst sie nicht spüren, die Peitsche, die Demütigung und auch die Verachtung nicht. Schneller, immer schneller sollst du reißen, denn die auf dem Oberen Deck wollen die Bugwelle spritzen sehen und schäumen, ohne dass je ein Mensch ankäme an einem bestimmten Ziel, das sich lohnte. Im Takt sollst du bleiben und du ruderst und ruderst, und ständig wechselt die Melodie – und jetzt ein Lied! Sing! Sing, bis der Kehlkopf blutet. Du sollst fröhlich sein und noch lachen, haha! Doch der Takt ist stets der gleiche, und der bringt dich um.
Zieht der Sturm dann auf und die See türmt sich hoch, dann bleibe auf deinem Platz, sei still, verhalte dich ruhig. Alles wird gut. Bei Wasser und Brot sinkt nie der Mut. Pfeife ein Lied, alle anderen sind schon fort; in den Rettungsbooten wird Champagner geköpft. Nur die Ruderer sind noch unter Deck, und jetzt spüren sie ihre Ketten. Und sind nicht zu retten. Das Eisen beißt in den Leib. Gefesselt
an das sinkende Schiff rudert die Mannschaft und weiß nichts von der Welt, von Wehen und Weisen.
Manchmal denkst du, dass das gar kein Schiff sei. Eine boshafte Maschine nur, erdacht zu deinem Missvergnügen, in der bist du gefangen, vergattert zu endloser Fron. Dann kommt die Peitsche und du lächelst und ruderst. Dann kommt das Brot und du isst. Wasser rinnt deine Kehle hinab und du bist erquickt. Das ist das Leben. Du tust deine Pflicht. Du wusstest es nur nicht.
Manche gingen über Bord. Nie sah ein Mensch sie wieder. Auf dem Grund ruh`n ihre Glieder.
Doch wer weiß das hier unter Deck. Friss das Brot und verreck´!
Manche sprechen von Schicksal, andere von Gott. Ich tu meine Pflicht und leide keine Not.


© Rainer M. Scholz


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Kommentare zu diesem Text


JoePiet
Kommentar von JoePiet (29.04.2017)
Freustran und deprimierend...Galeerensklaven, die wir arbeiten bis uns die Kehlen bluten. Nebenbei schreibend und dichtend verschaffen wir uns das Gefühl der Freiheit und schreien unsere Unlust in die Verse.
Die Wirklichkeit ist komplexer, am Ende nicht immer besser.
Der 1. Mai ist für mich der Tag der Erinnerung an eine Welt ohne Milliardäre. Einige wenige zocken die Masse ab. Hier sind wir dumme Ochsen und Hühner, die sich erzählen lassen, dass 10 Prozent niemals den Rest ernähren könnten...
Wir ahnen nicht im kühnsten Traume, was manche Milliardenräuber auf die Seite geschaufelt haben ohne einen Finger dafür zu krümmen. Dann singen sie das Lied vom Neidischsein.
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RainerMScholz meinte dazu am 29.04.2017:
"Schön wäre die Natur,
wäre der Mensch nicht Sklave des Menschen."
Louise Michel, aus: Horst Stowasser, "Freiheit pur".
Grüße,
R.
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Hilde
Kommentar von Hilde (29.04.2017)
Es gibt, eindeutig, zu viele Verlierer. Und ich habe trotz aller Erklärungen keine Erklärung dafür. LG
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RainerMScholz antwortete darauf am 02.05.2017:
Da muss ein Fehler im System sein, im Ursprung der Systeme vielleicht.
Gruß + Dank,
R.
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Hilde schrieb daraufhin am 02.05.2017:
System/e ist/sind von Menschen aufgebaut.
Was will uns da noch wundern, HerrRainer?
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Dieter_Rotmund
Kommentar von Dieter_Rotmund (27.02.2020)
Sehr anklagende, laaaaange Metapher. Leider auch nicht sehr originell.
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