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Stufenweg und Einsicht in die Natur des Geistes II

Essay zum Thema Erkenntnis


von LotharAtzert

Es gibt unter Menschen die wunderlichsten Arten der Verdrängung sehr alter Muster, welche sich dann als Zeichen ihren Weg in die Erscheinung suchen. Da wird zum Beispiel einer Paläonthologe - alles Alte, Prähistorische interessierte ihn schon seit frühester Kindheit. Warum? - das wiederum interessiert ihn weniger. Und wenn er’s hörte, würde er lächeln und relativierend sagen: "Da ist was dran".
Doch die Ausgrabungen und Rekonstruierungen alter Tempelanlagen in Mesopotamien sind ihm ausschließlicher Lebensinhalt, das ist es, was ihn elektrisiert. Eine Scherbe hier, ein Bruchstück dort, die zeitliche Zuordnung sowie Rekonstruierung bedeuten ihm mehr, als Geld und Annehmlichkeiten. Und so nimmt er große Entbehrungen auf sich, der Professor, um ein paar Zeugen der Vergangenheit vor dem Verfall zu retten.
Andere wiederum - wie der sogenannte Islamische Staat - zerstören gerade jene Werke der "Ungläubigen", die seiner Ideologie nach mit allen Mittel bekämpft werden müssen, um Allahs willen, was dasselbe Verdrängungszeichen ist, bloß umgekehrt. Für beide gilt gleichermaßen, daß man die Vor-Stellungen in der Welt der Erscheinung verfolgt und nicht bereit ist, dorthin zu blicken, wo sie ur-sprünglich herkommen: bei jedem tief drinnen.
Jeder von uns folgt dem Diktat der Anlage seines inneren Treibens, oder den Zwängen, ausgeübt durch Gesellschaftsschichten und ihren Vorstellungen. Der KFZ-Mechaniker sucht den Ursprung im Hubraum der Fahrzeuge, der Lyriker in kühnen, Seelentropfen der Metaphern, der Fußballprofi  Weltmeisterschaftstitel (wobei es hier nicht um Wertigkeiten geht, sondern nur um geprägte Vergangenheit) - und so weiter und so fort. Je nach Fähigkeiten macht jeder das seine oder "bestmögliche".
Dann gibt es auch noch die kleinere Gruppe derer, die um die alten Muster wissen und sich danach sehnen, sich aus den Zwangshandlungen irgendwie befreien zu können. Für sich und alle Lebewesen. Für diese ist das Praktizieren dessen, was  Buddha Sakyamuni "Dharma" nennt.

Ein Buddhist nimmt rituell Zuflucht zu Buddha, Dharma und Sangha. Buddha ist der Zustand endgültiger Klarheit.  Dharma der Weg. Wenn Wasser klar ist, sieht man hindurch. Und Sangha die Gemeinschaft derer, die diesen Weg des Klärens bis zur Buddhaschaft gehen wird.
Es sind immer Dreiheiten, die zusammengehören. So nimmt man auch die Zuflucht mittelst Körper, Sprache und Geist. Körper meint Gefüge, nicht etwa Fleisch.
Sprache ist das Vermittelnde zwischen Körper und Geist zum einen. Und zum anderen von Geist zu Geist. Vermitteln bedeutet den Ort zwischen zwei Extremen einnehmen. Ob ich also von mir zu dir etwas vermitteln kann, oder du zu mir, jeder zu jeden, das gehört alles zur Rede, zur Sprache.
Weiter gefolgert: die Sprache ist kein Instrument des Denkens, sondern Ausdruck des Wahrheitszustandes Dharmakaya. Man kann ihn nicht "ausdenken". Der Ausdenker stellt sich stets selbst vor die Wahrheit, indem er sich über alles stellt. Der Aus-Druck hingegen ist der Freudenzustand oder Samboghakaya.

Der Buddha, als latenter Zustand des Klaren, wohnt in jedem Lebewesen - als ungeborener Wahrheitszustand.
Das "ungeboren" ist wichtig, damit niemand auf den Gedanken kommt, dieser Zustand sei mit einem anderen Begriff deutlicher zu erfassen: er hat kein Kommen, hat kein Gehen, braucht weder dieses, noch jenes, weder nette, noch grobe Worte, er braucht nichts, ist nicht irgendetwas ... aber wir Lebewesen brauchen ihn, den Raumgleichen, um in den Spiegel schauen zu könnn.
Hubraum und Zylinder braucht hingegen nur der, der den Dharmakaya aus dem Bewußtsein verloren hat. 

Viele haben ihm Adjektive versucht zuzuordnen, - der "Urgrund" - "Gott", "Monade" - doch alledem liegen noch Vorstellungen von Substanz oder Nichtsubstanz  zugrunde, der Dharmakaya ist aber letztlich unvorstellbar.
Nun spricht Buddha von den drei Zuständen im Einen:
Dharmakaya - der Wahrheitszustand oder ursprüngliche Essenz.
Samboghakaya - der Freudenzustand - die ursprüngliche Natur des Geistes.
Nirmanakaya - der Verwandlungszustand - ursprüngliche Energie durch Raum und Zeit.
Essenz-Natur-Energie, in Körper-Sprache-Geist. So ist Vajrayana oder das  Diamantfahrzeug. Der arme kV-Bluebird denkt, das sei Satanismus - ein Zerrbild im staubigen Spiegel. Aber jedem, was er sich durch Zeit und Raum erwirkt.
OM MANI PEME HUNG.
(OM reinigt die Leiden aus Stolz, MA reinigt Eifersucht, NI die Gier, PE entfernt Unwissenheit, ME Anhaftung und HUNG Haß. Zu mehr siehe "Der Weg zur Juweleninsel -  Ein Liebeszauber

.


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Kommentare zu diesem Text


Kommentar von Bette (70) (12.05.2017)
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LotharAtzert meinte dazu am 12.05.2017:
Vor dem Ändern muß es erst mal bewußt werden. Daran mangelt es zur Zeit. Und nicht nur in unsrerZeit.
Aber jeder Einzelne hat die Möglichkeit.
Von mir auch ein Gruß und danke für die Empfehlung.
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Bette (70) antwortete darauf am 12.05.2017:
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LotharAtzert schrieb daraufhin am 12.05.2017:
Und nach dem Willen ein Butterblümchen.
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Augustus
Kommentar von Augustus (12.05.2017)
Den I Teil hättest nicht brauchen zu löschen, den letzten Satz nur...
sonst war der Text für die [Fans] absolut in Ordnung.

Ave
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LotharAtzert äußerte darauf am 12.05.2017:
Es kam halt noch mehr Kritik (von den "Fans") und weil ich schon zuvor verunsichert war/bin, hätt’ ich sogar fast diesen Teil wieder gelöscht. Du wirst mir sicher recht geben, daß es ohnehin zu exotisch (nicht esoterisch) ist für kV.
Danke Dir, möge Jupiter mit Dir sein
Ave
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Oskar ergänzte dazu am 12.05.2017:
Stell wieder ein. Hatte ihn noch nicht gelesen.
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LotharAtzert meinte dazu am 12.05.2017:
Ach ach ... grübel überleg ... wird überarbeitet. (schlimmes Wort - die Überarbeit)
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Kommentar von Graeculus (69) (12.05.2017)
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LotharAtzert meinte dazu am 12.05.2017:
Na das freut mich, so zu lesen. Babette hat mich so verunsichert, daß ich’s rausgenommen habe. Nicht daß ich immer so handelte, aber irgendwie hatte auch ich von Anfang an Zweifel an der Qualität des Textes.
OK, mal sehen.
Die Wiedergeburt (nicht des Egos, sondern als Fortsetzung des Verursachten) ist essentiell im Buddhismus. Sie spielt trotzdem keine so große Rolle, da magst Du recht haben.
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Graeculus (69) meinte dazu am 12.05.2017:
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LotharAtzert meinte dazu am 12.05.2017:
So zitierte ich vor kurzem in "Brieftaubenpost:
" ... So, ihr Mönche, steht es mit der Wiedergeburt der Wesen: Danach, was sie tun, werden sie wiedergeboren, und wiedergeboren treffen sie die Eindrücke. Darum sage ich, ihr Mönche, sind die Wesen die Erben ihres Wirkens ...."
Es folgen zahlreiche Beispiele und dann:
"Wird es (- das Wesen) aber nicht derart wiedergeboren, sondern kommt es in die Menschenwelt, so wird ihm, wo immer es ins Leben tritt, ein kurzes Leben beschieden sein ... viel Krankheit beschieden sein ... ein häßliches Aussehen beschieden sein ... nur geringer Einfluß zuteil werden" usw. usf. Je nach den Taten wird ihm etwas beschieden sein. (Zitiert aus "Der Weg zur Erlösung" Nyanatiloka, Buddhistische Handbibliothek)"
Zen-Buddhismus ist landestypisch: die Haltung des Bushido, Ehre, ritueller Selbstmord, Verstümmelung (Bonsai-Kult) usw. Freilich spielt da die Reinkarnation keine Rolle mehr. Japan ist durch und durch ein Skorpion-Land. (= vorstellungsgebunden. man lebt nicht, man stellt sich zu leben vor - so als Formel jetzt.)

Bis heute gibt es, trotz zahlloser Schüler, noch keinen typischen deutschen Buddhismus. Ist aber nur eine Frage der Zeit.
(Antwort korrigiert am 12.05.2017)
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Oskar meinte dazu am 13.05.2017:
„Komm, ich will dir alle die verlorenen Dinge hinterlassen, das Getuschel der vielfarbigen Welt, und wenn wir die Haut in Stücken geschaffen haben wie ein Kleid, dann werde ich dir, danach, von den alten Ruinen meiner Sprache erzählen, meiner schönen Sprache, die sterben wird, direkt aus dem Wasser ist sie hervorgegangen, aus der Pappel, komm in die Überreste der geplünderten Gärten, den Garten meiner Sprache, den die Codes zerstört haben, komm, solange noch Zeit ist, ich habe es falsch gemacht, wir wollen noch einmal beginnen.“ (M. Serres)
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LotharAtzert meinte dazu am 13.05.2017:
... direkt aus dem Wasser, ja: MHier stand ein unkultivierter Ausdruck!l-Saar-Ruwer. (Achtung! Hilde-Alarm! - She give me not Pfeif and so we can not  smoke on the water )
(Antwort korrigiert am 13.05.2017)
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Dieter_Rotmund
Kommentar von Dieter_Rotmund (12.05.2017)
Lothar, was schreibst Du hier für Unsinn?

"Paläonthologe [...] Rekonstruierungen alter Tempelanlagen in Mesopotamien sind ihm ausschließlicher Lebensinhalt"???

Zunächst: Paläontologe,
zweitens: Fossilien, geologische Ablagerungen sind dessen Lebensinhalt.

Sprichst Du vom Archäologen???
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Graeculus (69) meinte dazu am 12.05.2017:
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LotharAtzert meinte dazu am 12.05.2017:
Dieter, Du wirst mir das vielleicht nicht glauben, es ist aber so: das Ganze war Kalkül. Um zu vermeiden, keinerlei Kommentar zu bekommen, hab ich den Paläontologen eingebaut, da ich ja wusste: irgendein Popo wird es bemängeln. Nur die falsche Rechtschreibung war natürlich nicht gewollt.
Danke, daß Du mit dem doppelten Trittberger eingesprungen bist.
Der Archäologe war gemeint, Ihr seid doch schlaue Kerlchen.
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Graeculus (69) meinte dazu am 12.05.2017:
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Dieter_Rotmund meinte dazu am 12.05.2017:
Unter seriösen Journalisten ist es inzwischen üblich, dass Nicht-Kommentierung einer Adelung der Arbeit entspricht. Ich fange an, mich zu ertappen, mich über meine Artikel zu freuen, die gar kein Feedback erzeugten, sind diese dann doch offenbar perfekt...
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LotharAtzert meinte dazu am 12.05.2017:
Naja, das ist eine Sache der Extreme. Zu schlecht bekommt keine Kommentare und zu gut bekommt ebenso keine. Ich werde mich freilich hüten, eine Einschätzung meiner Werke diesbezüglich vorzunehmen.
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Kommentar von ZUCKERBROToderPEITSCHE (60) (12.05.2017)
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LotharAtzert meinte dazu am 12.05.2017:
Hab ich das so gesagt? - Dann wird’s schon stimmen) Ja manchmal husch ich ein wenig genervt über die Dinge, weil hier lauter Belesene alles besser wisse, aber keiner von ihnen Schüler eines Lehrers ist. Da wird schnell so eine Art Intellektuellenbuddhismus draus und dadurch neige ich manchmal zu Formelhaftigkeit.
Aber eigentlich bin ich ein ganz Netter ...
Danke ZoPi
Gruß retour
L.
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Veröffentlicht am 12.05.2017, 1 mal überarbeitet (letzte Änderung am 12.05.2017). Textlänge: 659 Wörter; dieser Text wurde bereits 589 mal aufgerufen; der letzte Besucher war ein Gast am 04.10.2019.
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