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Hinter dem Horizont

Kurzprosa zum Thema Allzu Menschliches


von Sätzer


Kugelbake in Cuxhaven
Von Zeit zu Zeit war ich als Kind in den Schulferien Mitte der 50er-Jahre bei meiner Oma in Cuxhaven zu Besuch. Bei schönem Wetter ging ich zum Schwimmen ins Freibad auf der Wiese zwischen Elbufer und dem großen Deich. Wenn noch Zeit war vor dem Mittagessen wanderte ich dann weiter zur Kugelbake, einem Wahrzeichen an der Elbmündung, das früher den Seefahrern als Orientierungshilfe diente. Ich setzte mich dort auf einen Stein und schaute wie die damals großen Schiffe die Elbmündung hineinfuhren oder sie zur Nordsee hin verließen. Wenn es nicht zu dunstig war, konnte ich sie bis weit hinaus in die Ferne verfolgen und ihnen nachträumen, bis sie an einem nicht genau bestimmbaren Punkt am Horizont verschwanden. Sie gehörten dann dem Wasser hinter dem Horizont, das wegen der Erdkrümmung nicht einsehbar war. Es war sozusagen ein sprichwörtliches “Aus-den-Augen-Verlieren“.
Ich stellte mir manchmal vor, dass ich auf einem Schiff nach Südamerika fahren würde, um meine Großtante in Buenos Aires zu besuchen. Sie musste damals mit ihrem Mann vor dem Naziregime fliehen und verlor damit ein ganzes Land aus den Augen, weil sie zu einem Viertel jüdische Wurzeln hatte.

 
 

Kommentare zu diesem Text


Kommentar von Graeculus (69) (13.05.2017)
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Sätzer meinte dazu am 13.05.2017:
Vorübergehend sicher sehr oft. Aber irgendwann kommt es manchmal wieder. LG Uwe
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Dieter_Rotmund
Kommentar von Dieter_Rotmund (13.05.2017)
Etwas arg sentimentaler Schlusssatz, ansonsten gerne gelesen.
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Sätzer antwortete darauf am 13.05.2017:
Hast Recht, in dem Alter wäre das zu sentimental. Ich habs jetzt auf die Großtante bezogen umformuliert.
Danke für den Hinweis und die Empfehlung. LG Uwe
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EkkehartMittelberg
Kommentar von EkkehartMittelberg (13.05.2017)
Man kann heute keine Idyllen mehr schreiben, ohne dass Vorstellungen in sie einbrechen. Das ist wohl gut so. LG
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Sätzer schrieb daraufhin am 13.05.2017:
Das ist wohl ein Phänomen des Älterwerdens, da das Langzeitgedächtnis aktiver wird. Das Schicksal der Großtante kam mir just beim Schreiben dieser alten Szene aus meiner Jugend in Cuxhaven in die Erinnerung. Sie wollte damals meine junge Mutter vor dem Krieg auch mit nach Argentinien nehmen, aber die wollte nicht. Ich wäre dann nicht auf der Welt.
Dank dir auch für die Empfehlung. LG Uwe
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Kommentar von toltten_plag (42) (13.05.2017)
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Kommentar von Festil (59) (13.05.2017)
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Sätzer äußerte darauf am 13.05.2017:
Das freut mich sehr. Danke dir, auch für die Empfehlung. LG Uwe
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AZU20
Kommentar von AZU20 (13.05.2017)
Solche Erinnnerungen sind für einen wichtig. LG
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Sätzer ergänzte dazu am 13.05.2017:
Sie kommen manchmal wie aus heiterem Himmel nach einem langen Leben und bereichern dann durch das Schreiben darüber.
Dank dir auch für die Empfehlung und LG uwe
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Dies ist ein Text des mehrteiligen Textes Phasen des Lebens (Kurze Prosa).
Veröffentlicht am 13.05.2017, 6 mal überarbeitet (letzte Änderung am 27.06.2017). Textlänge: 191 Wörter; dieser Text wurde bereits 490 mal aufgerufen; der letzte Besucher war ein Gast am 19.05.2019.
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