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Tausende Teilnehmer beim kV-Treffen in Artern

Bericht zum Thema KeinVerlag


von Graeculus

Da war die Sau vom Pflock in Artern! Tausende, ohne Scherz. Davon, alles in allem, siebzehn zur Spezies Homo sapiens gehörend, der Rest zur Familie der Culicidae, der Stechmücken. Daß sogar Anopheles-Mücken mit von der Partie gewesen seien, ist allerdings wohl nur ein feindseliges, vermutlich von einem konkurrierenden Literaturforum gestreutes Gerücht; dafür gibt es – vorläufig – keinerlei Beweise.

Als ich, trotz der nicht ganz unerwarteten Verspätung von einer Stunde (Zugausfall) von Jan und Lluviagata am Bahnhof warmherzig empfangen, mit ihnen das Gelände des Kyffhäusergrundes betrat, machte die Besetzung auf den Sitzbänken, von weitem gesehen, keinen überwältigenden Eindruck, zumal die große Mehrzahl der Teilnehmer zu klein war, um auf den ersten Blick bemerkt zu werden. Es waren siebzehn Schreibmenschen insgesamt, von denen einige früher gegangen, andere - darunter ich – später gekommen sind.

Aber im Laufe des Abends wurde mir bewußt, daß nicht die bei kV vorkommenden Auseinandersetzungen, auch nicht die häufigen erregten Schreie („Das wirst du bereuen, du Biest!“ Patsch!) die bestimmenden Eindrücke dieses Treffens werden würden, sondern die durchgehende Freundlichkeit der Teilnehmer. Erstmal war es spannend, diesen Menschen, deren Texte ich nun seit Jahren lese, persönlich zu begegnen. Wie sehen sie aus, wie verhalten sie sich? Nur von einigen kennt man ja wenigstens echte Photos. Owald, Stelzie, Isaban, Jan, Erebus, SunnySchwanbeck – von denen konnte man sich optisch schon vorab eine Vorstellung machen. Aber LottaManguetti? „Kein Bild, aber ich schwöre, ich bin schön“ ... kann jeder behaupten. Judas ist doch nicht wirklich eine Triangel, so wenig wie toltec-head ein Olmeke. Und unangepasste schaut in Wirklichkeit gar nicht so verschwommen aus wie auf ihrem Bild.

Gut, Lottas Ausspruch ist keine Lüge, Lluviagata kommt für eine oft ernste Lyrikerin eher lebhaft, sogar etwas flippig rüber, und toltec-head war zunächst gar nicht da, sondern irrte, einem Strom von Kurznachrichten zufolge, noch mit Isensee durch Thüringen. Aber freundlich, witzig, aufgeschlossen und kommunikationsfreudig waren sie alle – außer toltec-head und Isensee, die (noch) nicht da waren und von einigen für sowas wie die Mrs. Columbo von kV gehalten wurden.

Zu dieser Einschätzung neigte, ich gestehe es, auch ich, was mich zu einer tollkühnen Wette mit Judas verführt hat: „Wenn die wirklich kommen, dann gewinnst du ein nicht ganz unwichtiges Körperteil von mir.“ Wir haben uns auf meinen Arm verständigt, und Judas hat den ihren, d.h. den linken eingesetzt. Ist Rechtshänderin, kann man verstehen, und so sicher war sich auch Judas ihrer Sache nicht, daß sie den rechten eingesetzt hätte. Blackheart stellte uns eine Machete zur Verfügung, die er zufällig bei hatte (zufällig, eine Machete!), sorgfältig gereinigt nach ihrer letzten Benutzung beim Versuch, doch noch eine Eintrittskarte für ein Metal-Konzert zu ergattern. Stelzie, als versierte Krankenschwester in der Chirurgie sich der auf sie zukommenden Rolle bewußt, mag es wohl etwas mulmig geworden sein.

Einstweilen aber haben wir uns, bis auf weiteres mit beiden Händen, am Büffet bedient und bei den Getränken zugegriffen. Zwei Sorten Bier standen zur Verfügung, Weine aller Art - vermutlich auch alkoholfreie Getränke, obwohl ich daran keine präzise Erinnerung habe. Es wurde gescherzt, Photos wurden geschossen, erregte Diskussionen über die Löschung einzelner Aufnahmen geführt. Ich meine mich zu erinnern, daß Lluviagata mir in diesem Zusammenhang sogar Schläge angedroht hat, doch es kann sein, daß ich das mit den Schlägen verwechsle, mittels derer sie immer mal wieder eine Mücke auf meiner Schulter in die ewigen Jagdgründe schickte.

Im allgemeinen Trubel fand sogar eine Mitgliederversammlung des kV-Vereins statt – mit vier oder fünf anwesenden Mitgliedern und dem Rest, der erstaunlicherweise auch mit abstimmen durfte. Die Menschen, meine ich, nicht die Mücken.
Daß etwa ein Drittel der Vereinsmitglieder ohne jede Begründung keinen Mitgliedsbeitrag zahlt und dennoch weiter Mitglied bleiben darf, hat der Endunterzeichner mit Erstaunen zur Kenntnis genommen.

Mit fortgeschrittener Zeit und zunehmender Lockerheit trugen dann einzelne Autoren Texte vor, Gereimtes, Schüttelgereimtes und Ungereimtes. Dabei fiel mir auf – so zwischen der dritten Flasche Wein, der Sorge um meinen Arm und dem Kampf gegen die Blutsauger –, daß manche der Vortragenden doch Wert auf einen unterhaltenden Charakter ihrer Texte legten. Das empfand ich als angenehm, denn Hochtragisches oder Kryptisches wären der Stimmung nicht gerecht geworden.

Schließlich kamen sie doch: toltec-head und Isensee. Es muß so gegen 21.00 Uhr gewesen sein. Nun stehen toltec-head und ich einander ja literarisch nicht sehr nahe, man kann sogar von gelegentlichen Auseinandersetzungen sprechen; da hat es mich doch überrascht, wie leise, höflich, freundlich toltec-head rüberkam. Im Laufe der Zeit erschien er mir immer mehr als schwebend, irgendwie nicht verhaftet im Geschehen. Er war mal weg, mal da, mal wieder weg, dann wieder da und schließlich weg. Aber freundlich.

Als es dunkelte und die Mücken gesättigt waren, zogen wir uns in die Räumlichkeiten zurück, wo es dann zu Gesprächen im kleineren Kreis kam. So erfuhr ich, daß Apotheke und Bankenkrise, Liebe und Schnarchen, reichhaltiges Essen und schlanke Körperformen nicht gut zueinander passen – so wenig wie die Deutsche Bahn und Pünktlichkeit.

Jan (ich glaube, es war Jan, aber sicher bin ich mir da nicht mehr angesichts des reichhaltigen Angebots an Weinen) hat uns in der Nacht sogar noch ins Hotel zurückgefahren – was ungemein hilfreich war, denn wenn ich auf der Wiese hätte nächtigen müssen, sähe ich jetzt endgültig so aus wie ein Streuselkuchen.

Am nächsten Morgen fanden sich im Hotel Friedchen Blackheart, Judas, Isensee, toltec-head (immer wieder mal vorbei- oder entschwebend) und ich zum gemeinsamen Frühstück ein. Die gängigen Vorstellungen über Morgenmuffel und den gegenteiligen Typus konnte man gut bestätigt finden. Judas gehört eindeutig nicht zur erstgenannten Gruppe. Andernfalls wüßte ich jetzt immer noch so wenig über das Thema „Bestatter - Familientradition oder Leidenschaft“ wie zuvor.

Im Zug in Richtung Heimat konnte ich Erfahrungen sortieren und verarbeiten, mich an Erinnerungen erfreuen und darüber sinnieren, was Zombie-Filme so populär macht bei kV-Autoren.

Bis 2018, Leute! Unser Land hat noch viele Bundesländer, und nicht alle, die einen Bindestrich haben, heißen Nordrhein-Westfalen.

Euer (so ist es!) Alterspräsident


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Kommentare zu diesem Text


Lluviagata
Kommentar von Lluviagata (28.08.2017)
Einstimmig und mit sofortiger Wirkung bist du für das Brigade-Tagebuch gewählt worden. :D
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Graeculus meinte dazu am 28.08.2017:
OmG. Verdienter Arbeiter des Literaturbetriebs etwa auch noch?
(Antwort korrigiert am 28.08.2017)
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LottaManguetti
Kommentar von LottaManguetti (28.08.2017)
Ich hätte es bereut, nicht auf dich gewartet zu haben!
:-)))
Schade, dass Barbarossa auch noch gesichtet werden wollte.
Nächstes Jahr, Graec, nächstes ... bleib ich länger.
8-)
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Graeculus antwortete darauf am 28.08.2017:
Dann wird es wohl auch was mit einem längeren Gespräch.
Bis zum nächsten Jahr.
"Aber ... weiß man's?" (alter Bestatter-Witz)
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Habakuk
Kommentar von Habakuk (28.08.2017)
„Spezies Homo sapiens gehörend“. Ne, glaub ich nicht, Graec. Hast du dich jetzt mitgezählt? ;-)
Also die Lluviamaserati hätte ich ja gern mal befummelt. Der Rest geht mir ziemlich am, nun ja.
Aber für einen Anthropoiden ganz ordentlich geschrieben. Kleiner Scherz, werter Graec, so schlimm, wie man sich gegenseitig einschätzt, ist man/Frau dann in natura gar nicht. ;-)
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Lluviagata schrieb daraufhin am 28.08.2017:
Höhö ... :D
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Graeculus äußerte darauf am 28.08.2017:
Siebzehn war die offizielle Zählung von Jan. Vermutlich hat der mich mitgezählt - kannst du ihn aber mal fragen.
Ja, so schlimm ist 'man' in natura gar nicht. Rentnerprosa, Menstruationslyrik, das schreibt man, aber das sagt man jemandem nicht ins Gesicht. So war mein Eindruck.
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Festil
Kommentar von Festil (28.08.2017)
Danke für den Bericht! Du junger Alterspräsident!
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Graeculus ergänzte dazu am 28.08.2017:
Noch hätte ich im Bundestag keine Chance.
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Kommentar von prak für alte tottel (58) (29.08.2017)
Alterspräsident? Dann war Bergmann also nicht dabei.

Ach wie schade, ich sagte es vorher schon, dass Dieter_Rotmund nicht dabei war. Sonst hätten wir jetzt einen kurzen, knackigen Bericht, in dem auch was drinsteht.

Zu Oskar, der anscheinend auch nicht dabei war, sagte ich im Vorfeld schon: "Da wird sich zeigen, dass alle ganz schrecklich nette und liebe Leute sind. [Nebenbei: Oskar und ich ja sowieso auch.] Dann sehe ich aber nicht ein, warum ich dort hinfahre, was mir das bringt, das zu wissen. Lieber wär's mir, es gäb irgendwen, dessen Texte ich täglich gespannt erwarte. Der dürfte dann auch eklig sein.

Das mit der Menstruationsrentnerknäcke kommt demnächst dann wieder, darauf kann man auch wetten. Schon hierauf wäre es eigentlich fällig. Von beiden.

Dort hat irgendwas nicht funktioniert, sagte ich mir schon am Abend und in der Nacht des Sonntags. Denn da waren längst wieder Gedichte von angeblichen (geht man der Liste der Angemeldeten nach) Teilnehmern in kV erschienen, BeBa und Isaban, die ganz offensichtlich aus deren Stehsatz gezapft kamen. Jedenfalls mit Artern nichts zu tun hatten. Und als Nächstes kam ein Graeculustext auch noch in der Sonntag- und Rückkehrnacht, der mit Artern auch nichts zu tun hatte.

Und nach den sehr vielfältigen Artern-Fiction-Texten diverser Autoren vorab und den mehrmaligen Anfragen, ob auch wirklich gelesen würde und toltec-heads knapp vor Schluss noch eingeschobenem Kriegszugtagebuch des Glanzkriegers hätte derselbe keinesfalls um 21 h auftauchen dürfen, wenn höchstes Risiko besteht, dass die ersehnte Lesung mittlerweile schon gelaufen ist. Vielmehr hätte er zusammen mit Isensee eine Pimmelköpfe-Beschimpfungsorgie-samt-Stirn-Aufritzen einstuidert haben müssen, die in den Worten MonatsschleimVollverrentungMinigolf hätte enden müssen und von den übrigen 15 TN hätte ausgebuht und mit geworfenen Würschen hätte beantwortet werden müssen. Und dann, wozu die beiden es ja überhaupt inszeniert hätten, wären sie vor allen andern nach Hause gebraust, hätten die vorbereiteten Textbausteine ins Smartphone geworfen und dem konsternierten Publikum verkündet, sie hätten es jetzt selbst gesehen, dass kV genau die Peinlichkeitsclique ist, die sie immer vor Augen hatten, wenn sie rumbolzten. Jeder wäre glücklich zu nennen, der sich das erspart hätte.

Ich also.

Und du, Graeculus, hast ja irgendwann im Vorfeld geschrieben, du wüsstest jetzt schon, was toltten-plag nachher schreiben würde, was er vorher schon gedacht hätte. Und jetzt, wo wir so weit sind und ich es selbst gar nicht erraten kann, verräst du es uns: Was habe ich damals schon gewusst, das ich heute wissen werde?
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Graeculus meinte dazu am 29.08.2017:
Huch, welchen Text soll ich denn in der Sonntagnacht eingestellt haben? Einen Kommentar oder einen Beitrag im Forum - aber keinen Text. Und dieser hier existierte da auch erst halb im Kopf.
Dem toltec-head geben wir noch ein paar Tage, um das zu schreiben, was er - oder ich? - schon vorher gewußt haben. Was war es noch gleich? Ich weiß es nicht mehr.

P.S.: Warum schreibst Du als Gast?
(Antwort korrigiert am 29.08.2017)
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Lluviagata meinte dazu am 29.08.2017:
Um so ein tolles Treffen madig machen zu können, hätte man auch dabei gewesen sein müssen.

Selbst Toltec und Isensee hatten mehr Arsch in der Hose als du jemals haben wirst, tollten_plage. Also - hebe dich hinweg.
diese Antwort melden
Graeculus meinte dazu am 29.08.2017:
Passende Worte!
Viele Leute sind mutig nur, solange sie anonym bleiben können.
(Antwort korrigiert am 29.08.2017)
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toltten_plag meinte dazu am 29.08.2017:
(Warum als Gast: Seit dem neuen kV-Design, hat das Anmeldekästchen nach Enter immer selbstständig von der vorgehaltenen Version toltten-plag auf die Version parkfüralteprofs umgestellt. Da aber ein pfap-Mitglied nicht gelistet ist, wurde ich ständig abgewiesen. Sah das mal nicht für so dringend, sofort eine Direktmail an die Hausadresse von außen zu schicken. Da es nur ganz wenige Profile gibt, an die man als Gast von außen eine Meinung anheften darf, so meines, so das von Graeculus, das von Isensee, habe ich neulich, noch vor Artern unter einem Isensee-Thread den Fall geschildert. Den darauf von Isensee kommenden Hinweis: "Leere mal den Cache von deinem Broswser" habe ich heute erst entdeckt. Anfangs verstand ich nicht, was ich konkret nun tun sollte, habe das mittlerweile aber rausgekriegt und sämtliche Kennworteinträge für pfap entfernt, jetzt geht's wieder.)

Es zeichnet nicht zuletzt mein ständiges Unbehagen mit den in kV den Mainstream vorgebenden Mitgliedern aus, dass dieselben fast immer total unfähig sind, das in geschriebenen Wörtern Ausgedrückte erst einmal nur anzusehen, zu erkennen und wertungsfrei eine Weile zu überdenken. Ständig wird, gemäß verfestigten Sym- und Antipathien Texten eine Vorwurfshaltung unterschoben, die sie in keiner Weise haben.

So wird hier behauptet, ich hätte versucht, ein Treffen "madig" zu machen, an dem ich nie teilgenommen habe. In dem Obenstehenden steht absolut nichts Negatives über das Treffen, keinerlei Vorwurf an irgendwelche Mitglieder, außer, dass ich überzeugt war und bin, dass sie, wenn man sie persönlich trifft, sämtlich angenehme Personen sind. (Das so erwähnt, weil mir das auch im eigentlichen Graeculus-Thread drinzustehen scheint.) Wo da der Vorwurf, den man sich von Gesicht zu Gesicht auszusprechen nicht trauen würde, ist, bleibt mir verschlossen.

Kritik gibt es eigentlich nur an den beiden Mitgliedern toltec-head und Isensee und ihr schätzt mich sehr falsch ein als Person, wenn ihr dächtet, ich wäre nicht in der Lage, diesen beiden genau dieses auch von Angesicht zu Angesicht sagen, sollte es zu einer Begegnung jemals kommen.

Weiterhin steht oben, warum ich nicht zum Treffen kam. Und da hierbei meine Einstellung hinterher der exakt selbe wie vorher ist, auch nach der Lektüre obigen Graeculus-Werks, darf ich sie ja wohl auch fernschriftlich wiederholen, ohne einen Arsch in der Hose zu haben. Nämlich und das bitte ich mir jetzt wirklich mal so zu glauben, wie es hier steht, so und bitten nicht anders, nicht irgendwas unterschoben, nämlich:
1. Ich gehe seit langem keinen einzigen Tag in kV mehr rein und hege die Erwartung dabei, ein Werk zu entdecken, das mich wirklich interessiert. Ein Werk, das ich wirklich gut gemacht finde. Ein Werk, dass ich nicht für mehr oder weniger belanglos erachten würde.
2. Ich sehe dann schlicht nicht ein, warum in mir die Kosten und Mühen für die lange Reise zu seinem Treffen von Leuten aus genau dem Kreis der Produzenten genau aller dieser Werke auf mich nehmen sollte. Mir ist klar, sie werden alle nette Leute sein. Aber das zieht mich nun mal nicht. Ob es andere zieht, die einen Arsch haben, ist deren Angelegenheit. Ich beharre, mich interessiert es nicht., Es wäre anders, wenn mich die Texte von den Leuten was angehen würden, was sie nicht tun, da sie durchweg belanglos sind. Ich bin wirklich keinem Menschen schuldig zu so einer Versammlung zu gehen um meinen Arsch zu zeigen. Ich bin nicht mal verpflichtet, hier Texte einzustellen.

Das aber heißt ja nun gar nicht, dass ich irgendwen beleidigen würde oder wollte. Ich sage ausdrücklich, ich erwarte, dass all diese Autoren menschlich 1A sind, nur ihrer Texte sind Dünnpfiff. Und das ist ein Urteil über Texte, bitte, nicht über Personen. Und das habe ich nun mal und ich verstehe einfach nie, warum ich es verhehlen sollte, wenn ich es habe!

Es ist daher auch nicht wahr, was Graeculus neulich in alter Korbhahnstimmungsmache zu mir als Mensch bemerkte hat:

"tolttenplag fühlt sich uns eben überlegen."

Ich fühle euch allen gegenüber gar nichts. Nichts. Nicht das Geringste. Ihr seid mir scheißegal. Ich gucke mir nur eure Text an und ich finde diese Texte durch die Bank belanglos. Um mehr geht er hier gar nicht.

Das zu interpretieren, er ist hämisch, er ist aggressiv, er ist neidisch, er will irgendwem was reinwirken, geht an der Sache einfach vorbei. Ihr seid mir egal, ich will euch gar nichts.

Ich will gute, ausgefallene Texte lesen und die erwarte ich von euch inzwischen nicht mehr.

Und um es jetzt noch auf einen Namen runterzubrechen: Ja, Lluviagata, ausdrücklich, ich finde auch dein gesamtes dichterisches Werk überflüssig, medioker, belanglos, oberflächlich, sinnlos, altbacken. Das ist eine literarische Meinung, keine Einschätzung deiner Person. Aber die ist bei mir exakt in dieser Form vorhanden und ich kapiere dann immer nie, warum ich das Vorhandene dann hier drin nicht auch deutliche so sagen dürfen soll!

PS, Graeculus, das war so in den Meinungsforenthreads, etwa zu dem Zeitpunkt von meiner Liste, die ich eingestellt habe. (Ich habe die da nicht gemacht, ich hatte sie vorher schon mal für mich gemacht, habe sie dann nur eingestellt, weil sie grade da war.) Da hast du gesagt: "Jetzt weiß ich auch schon, was hinterher, nach dem kV-Treffen, tp, der nicht dran teilgenommen haben wird (hatte ich ja angekündigt), behaupten wird, er hätte es ja vorher über dieses Treffen schon gewusst."

Ich würde einfach gerne noch wissen, was du da angeblich wusstest, was ich angeblich immer schon gedacht hatte. (Es ging an der Stelle absolut nicht darum, was Isensee odert t-h über irgendwas meinen oder scheiben könnten.) Dass es alles nette Leute sind? Dass sich alle irgendwie mochten? Dass es todlangweilig war, weil nur Rentner und SunnySchwanbeck dabei? Oder dass ich die Texte immer noch so belanglos finde, wie ich sie vorher auch schon immer fand? Ich würde es einfach noch gerne wissen. Danke.
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Judas meinte dazu am 30.08.2017:
Ich bin kein Rentner. Ich bin auch nicht Sunny. Einen meiner Texte (aktuell den neusten) fandest/findest du gut. Und das Beste: den hab ich Nachts noch vorgelesen. Summa sumarum, Parki: du hast was verpasst. Also so literarisch gesehen. Nämlich mich! :]
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Lluviagata meinte dazu am 01.09.2017:
Um im Kontext zu bleiben - Deine Meinung über mein Schreiben, tollten_plage, geht mir schlicht und ergreifend am Arsch vorbei. Genau so wie Deines. Mittlerweile. Schade, dass Du Dein Potenzial vergeudest, um mit glasigem Altmännerblick zu grasen und in Altweibermanier zu lästern. Inzwischen finde ich Deine Schreibe anmaßend und geschmacklos.

Sorry, werter Graeculus, das musste einfach sein. Abschließend.
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Dieter Wal meinte dazu am 01.09.2017:
@ tllschn_zrg: "Das zu interpretieren, er ist hämisch, er ist aggressiv, er ist neidisch, er will irgendwem was reinwirken, geht an der Sache einfach vorbei.."

Gemessen an den Wiederholungen der Beschreibungen für das vielleicht bemerkenswerte Sozialverhalten toltec_heads, er wird als definitiv angenehmer Zeitgenosse charakterisiert!, interessierte sich Graeculus am meisten für ihn. Er scheint ihn auf jeden Fall öfter wahrgenommen zu haben. Das könnte toltec freuen. Häme kann ich darin keine entdecken. Aggression oder Neid genauso wenig. Vielleicht ist der anonyme Troll davon zerfressen.

Ich lese eine liebevolle, anregende und unterhaltsame Kurzreportage, die mir mitteilt, dass es schön in Artern war und sich die Leute mochten.
(Antwort korrigiert am 01.09.2017)
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Judas
Kommentar von Judas (29.08.2017)
Judas gehört eindeutig nicht zur erstgenannten Gruppe. Andernfalls wüßte ich jetzt immer noch so wenig über das Thema „Bestatter - Familientradition oder Leidenschaft“ wie zuvor.
Hach du Ahnungsloser. Ich war nur schon eine Stunde länger wach als du und Blackheart und hatte 3-4 Kaffee Vorsprung :D
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Graeculus meinte dazu am 29.08.2017:
Das stimmt. Solch ein Vorsprung ist unbezahlbar, gesprächs- und aktivitätsmäßig. Aber ich möchte nichts gegen das Gespräch als solches sagen!
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Tatzen
Kommentar von Tatzen (23.09.2017)
Das hört sich nach einem gelungenen Abend an - die Leute hinter den Texten kennenzulernen ist immer etwas besonderes; mein letztes KV-Treffen war in Papenburg. Lang lang ists her und trotzdem kann ich mich noch gut an die anregenden Gespräche und spannenden Texte erinnern!
Mit Artern wird es sicherlich ebenso sein, egal, wie "belanglos" die Texte dem einen oder anderen vorkommen. Das Potential von KV liegt ja nicht vornehmlich in der literarischen Qualität (was bei einer Hobbyautoren-Seite ja auch eher nicht zu erwarten wäre - sonst wären wir alle schon gut verlegt)., sondern in der sozialen Funktion und der Möglichkeit, sich hier sowohl persönlich als auch literarisch weiterzuentwickeln.
Dein Bericht, lieber Graeculus, scheint hier dafür auf jeden Fall einen Anlass gegeben zu haben.
Gruß Tatzen
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GastIltis
Kommentar von GastIltis (09.10.2017)
Hallo Graecu, leider habe ich deinen Text erst jetzt gelesen. Wer ihn belanglos findet, dem fehlt das Verständnis für menschlichen Umgang. Kurz: ich wäre gern dabei gewesen. Meine Grüße an dich persönlich haben dich hoffentlich zum Treffen dennoch erreicht. Schon wegen des Vor- und rückwirkend nun auch wegen des Berichtes vom 28.8.
Und - weil ich mich am Kyffhäuser einmal nahezu unsterblich verliebt habe. Das ist zwar schon so lange her, dass ich es fast schon anzweifele, wären da nicht ein paar Indizien, die doch für den Wahrheitsgehalt meiner Erinnerung sprächen. Einige Fotos, ein paar Daten, die sich wohl auf Lebenszeit in mein Gedächtnis eingeprägt haben, und einige wenige Erlebnisse, die man im Leben nie vergisst.
Wie auch immer, die Häufung einiger Umstände hat mich, der ich solche Treffen über alles liebe, leider davon abgehalten. Deine Berichte, ich fand sie und einige Kommentare dazu sehr lebendig, haben mir das Treffen und die Mühen der Organisatoren und Teilnehmer nahe gebracht. Und dafür danke ich dir und den sechzehn weiteren Beteiligten.
Herzlich grüßt euch und dich euer Giltis.
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Graeculus meinte dazu am 10.10.2017:
Wenn Du Dich gut informiert fühlst, ist der Text insoweit gelungen.
Leider war - ein Tag Hinfahrt, ein Tag Rückfahrt mit öffentlichen Verkehrsmitteln - für die Besichtigung des Kyffhäusers keine Zeit. Hätte auch ich mich in ihn verliebt?
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GastIltis meinte dazu am 11.10.2017:
Der Kyffhäuser, um der Wahrheit die Ehre zu geben: nichts männlich Altehrwürdiges, nein, es war ein weibliches Wesen, das mich gefesselt hat. Eine lange, letztlich nicht so glückliche Geschichte. Aber die Erinnerung verklärt einiges. Und: lang ist es her. Tübkes Werk stand jedenfalls damals noch nicht. Und mein nächstes Ziel war der Harz. Doch auf dem Brocken, da war ich erst eine Woche nach Artern.
"Viele Steine,
müde Beine,
saure Weine,
Aussicht keine."
Heinrich Heine.
Hat sich also nichts geändert.
Herzlich Giltis.
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Graeculus
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Veröffentlicht am 28.08.2017, 2 mal überarbeitet (letzte Änderung am 28.08.2017). Dieser Text wurde bereits 283 mal aufgerufen; der letzte Besucher war ein Gast am 24.11.2017.
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