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Irrlichter mit falschem Schein

Sonett zum Thema Vorurteile


von EkkehartMittelberg

Sie verwirren unsre Wege,
Irrlichter mit falschem Schein
führen in den Käfig ein
wie in sicheres Gehege,

lassen keinen Zweifel zu,
scheiden klar den Freund vom Feind,
alles ist so, wie es scheint,
denkst du voller Seelenruh.

Manchmal wirkt Erfahrung Wunder,
löst den felsenfesten Stein,
lagert in Porösem Zunder.

Funkenflug setzt plötzlich ein,
dass du stets dich selbst betrogen,
ohne Einsicht hast belogen.

© Ekkehart Mittelberg. August 2017

 
 

Kommentare zu diesem Text


Kommentar von Graeculus (69) (29.08.2017)
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EkkehartMittelberg meinte dazu am 29.08.2017:
Dein Hinweis ist wichtig. Man denkt bei Vorurteilen meistens nur an die negativen.
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TrekanBelluvitsh
Kommentar von TrekanBelluvitsh (29.08.2017)
Dies könnte  eine Deutung zu "zweifelhaftes Selbstvertrauen" sein. Zumindest fühle ich mich wohl, wenn ich das denke.
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EkkehartMittelberg antwortete darauf am 29.08.2017:
Merci. Ja, man kann das Gedicht auch auf "zweifelhaftes Selbstvertrauen" beziehen. In erster Linie geht es aber um Vorurteile.
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TrekanBelluvitsh schrieb daraufhin am 29.08.2017:
Ich habe deinen Text halt ein wenig zu sehr auf mich bezogen...
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Kommentar von Soshura (29.08.2017)
Irgendetwas fehlt mir oder ist für mich am Ende dieses sehr schön klingenden Gedichts nicht passend, unvollständig? Ich glaube, die Einsicht, die Erkenntnis über das eigene Vorurteil ist doch gerade diese von Dir in den Zeilen vorher beschriebene Enthärtung, oder auch Aggregatszustandswechsel, der die Dinge wieder in Strömung bringt. Oder hab ich das falsch verstanden?

viele Grüße
Peter
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EkkehartMittelberg äußerte darauf am 29.08.2017:
Danke für die Nachfrage, Peter. Das Sonett hat inhaltlich zwei Teile. Im ersten Teil bis Seelenruh geht es um die trügerische Beruhigung durch Vorurteile, im zweiten um die Erkenntnis, die durch Erfahrung gewonnen wird, die die felsenfeste Sicherheit der Vorurteile aufbricht und sie als falsch erweist.
Ich denke also nicht, dass am Ende etwas fehlt.
LG
Ekki
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Introitus (37) ergänzte dazu am 29.08.2017:
Diese Kommentarantwort ist nur für eingeloggte Benutzer lesbar.
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EkkehartMittelberg meinte dazu am 29.08.2017:
Lieber Introitus,
danke für deine nachvollziehbare Kritik, die man nich unbedingt teilen muss.
Bezüglich der Überschrift hast du aberzweifellos Recht. Ich werde das Gedicht in eine Anthologie aufnehmenund dort nur mit der Überschrift "Irrlichter".
LG
Ekki
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Habakuk
Kommentar von Habakuk (29.08.2017)
„die hölle sind wir“ (originaltitel: hell in the pacific) oder „enemy mine – geliebter feind“ sind so zwei filme, die ich bei dem gedicht u. a. auch assoziiere. die selbstlüge ist die hartnäckigste von allen. da hilft ausschließlich erfahrung, mitunter auch mit dem gesicht im dreck.
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EkkehartMittelberg meinte dazu am 29.08.2017:
Merci, Habakuk, dein Kommentar wird meiner Intention voll gerecht.
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AZU20
Kommentar von AZU20 (30.08.2017)
Vorurteile, mal so, mals so interpretierbar. LG
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EkkehartMittelberg meinte dazu am 30.08.2017:
Ja, danke. Das ist der Grund, weshalb ihnen so viele aufsitzen.
LG
Ekki
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Kommentar von Agneta (62) (30.08.2017)
Dieser Kommentar ist nur für eingeloggte Benutzer lesbar.
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EkkehartMittelberg meinte dazu am 31.08.2017:
Ja, Monika, genau das wollte ich mit meinem Sonett sagen. Merci.
LG
Ekki
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Dieter Wal
Kommentar von Dieter Wal (01.09.2017)
Die erste Terzine passt thematisch am besten an dieser Stelle durch die darin dargestellte Verwandlung und sie gefällt. Mich erinnern die Quartette an das 18. Jahrhundert.. Dabei denke ich an Peter Schreiers CD mit Freimaurergesängen. Die CD klingt sehr schön. Aber ein Sonett, das zu unserer Zeit ähnlich formuliert wurde, erscheint mir anachronistisch. Wenn es nicht ans 18. Jh. erinnern soll, wären die Quartette zu überarbeiten. Davon abgesehen, gefällt mir das Moderate und Wohlklingende an diesem Sonett. Eine Wiederholung im Titel ist nicht prickelnd. Vielleicht "Einsicht und Neubeginn"?
(Kommentar korrigiert am 01.09.2017)
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EkkehartMittelberg meinte dazu am 01.09.2017:
Merci Dieter, dein Vorschag "Einsicht und Neubeginn" für die Überschrift gefällt mir sehr. Ich werde ihn bei einer Neuauflage meiner Gedichte übernehmen.
Aber deinen Einwand, dass die Quartette ans 18. Jahrhundert erinnern, kann ich überhaupt nicht nachvollziehen. Es ist wahrscheinlicher, dass die Freimaurergesänge avantgardistisch sind.
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TassoTuwas
Kommentar von TassoTuwas (05.09.2017)
Vorurteile hängen an wie Kletten.
Sich von ihnen zu befreien ist ein Kraftakt und eine Charakterfrage!
Herzliche Grüße
TT
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EkkehartMittelberg meinte dazu am 05.09.2017:
Merci, Tasso, dein Naturbild der Kletten passt gut zu meinem von der Ackerwinde.
Herzliche Grüße
Ekki
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Kommentar von Horst (27.09.2017)
Hat mir nicht so gefallen, weil viel zu moralisch.
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EkkehartMittelberg meinte dazu am 27.09.2017:
Kommt auf den Leser an. Der eine liest es als Tatsachenfeststellung, der andere als Moral.
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