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Vom Teufel geschickt?

Erzählung zum Thema Glaube


von Bluebird

Es war am Tag nach meiner dramatischen Bekehrung zum christlichen Glauben.  Der Düsseldorfer Kirchentag war inzwischen im vollen Gange und ich war vor dem Jesus-Haus mit einer jungen Frau ins Gespräch gekommen. Mein erster missionarischer Gehversuch sozusagen.
    In kurzen Zügen hatte ich ihr gerade von meinen früheren spiritistischen Erfahrungen und meiner gerade vollzogenen Hinwendung zum christlichen Glauben erzählt. Nun schaute ich sie erwartungsvoll an. Wie würde nun ihre Reaktion darauf sein?
    Sie begann zu lachen und sagte dann: „Also, ich bin da wohl nicht die richtige Gesprächspartnerin für dich.“ Etwas irritiert fragte ich nach: „Und wieso nicht?“ Sie begann erneut zu lachen:„ Ich heiße mit Nachnamen Faust! Mich schickt der Teufel!“
  Einen Moment lang war ich tatsächlich etwas geschockt. Mein erstes „missionarisches“ Gespäch und dann ausgerechnet jemand mit diesem Namen. Heinrich Faust, der tief ins Okkulte verstrickte Titelheld in Goethes Meisterwerk … aber ich fing mich rasch wieder und konterte in Anlehnung an ein bekanntes Goethezitat: „Namen sind Schall und Rauch …!
 
An den weiteren Verlauf des Gesprächs kann ich mich nicht mehr so genau erinnern. Plötzlich aber sagte sie: „So, ich muss jetzt weiter. Im Lessinggymnasium beginnt gleich eine Theateraufführung. Wenn du Lust hast, kannst du ja mitkommen. Oder stellt mein Nachname vielleicht doch noch ein kleines Problem für dich dar?“
    In der Tat war ich mir nicht sicher, ob es wirklich so klug war die Einladung anzunehmen. Eigentlich hatte ich keine allzu große Lust mich vom Jesus-Haus zu entfernen, andereseits wollte ich jetzt aber auch nicht kneifen. Also entgegnete ich: „Nein, das ist kein Problem. Ich komme mit.“   

Eine halbe Stunde später saß ich neben „Fräulein Faust“ in einer großen, prall mit jungen Menschen gefüllten Schulaula und mir war inzwischen klar geworden, dass ich einen Fehler gemacht hatte. Alle einschließlich meiner Nachbarin schienen sich köstlich über das Dargebotene zu amüsieren, aber ich begann von Minute zu Minute mich unwohler zu fühlen. Das oberfächliche Herumgealbere auf der Bühne ging mir zunehmend auf die Nerven.
    Innerlich hatte ich eigentlich beschlossen gute Miene zum bösen Spiel zu machen und die Sache einfach durchzustehen. Ich hatte mir die Sache selber eingebrockt, nun musste ich sie auch auslöffeln. Aber es wurde immer unerträglicher. Ich litt … und noch nicht einmal die Hälfte des Stückes lag hinter mir.
  Aber plötzlich erwachte ich aus meiner Lethargie. Mit einem Male wusste ich, was zu tun war. Ich beugte mich leicht rüber zu „Fräulein Faust“ und sagte: „Es tut mir Leid. Aber ich halte das ist hier nicht länger aus!“ Dann stand ich abrupt auf und bahnte mir, ohne mich noch einmal umzuschauen, einen Weg durch meine Sitzreihe und ging dann den Mittelgang entlang zum Ausgang. Natürlich starrten mich jede Menge Augenpaare an, aber das war mir schlichtweg egal.

Draußen vor dem Schulgebäude atmete ich erst einmal tief durch. Wohin jetzt? Einen Moment lang dachte ich ans Jesus-Haus, entschied mich dann aber für mein Nachtquartier im Goethe-Gymnasium. Einen Moment ausruhen … später könnte ich ja dann wieder ins Jesus-Haus gehen.
  Als ich den Schlafraum betrat, sah ich Uli an einem Schultisch sitzen. Überrascht fragte ich: „Uli, was machst du den hier? Ich dachte du wärst mit den Anderen im Missionseinsatz. in der Altstadt“ „Ja, war ich auch! Aber ich muss die Einsatzpläne für morgen noch fertigstellen. und so bin ich vorzeitig gegangen. Aber erstaunlich, dass du hier auftauchst? Ich habe vor zehn Minuten für dich gebetet und nun stehst du plötzlich vor mir.“
  Ich blickte ihn verblüfft an. „Vor zehn Minuten? Wieso?“ „Ich hatte das Gefühl, dass du in Schwierigkeiten stecktest. War es so?“ Ich nickte und erzählte ihm die Geschichte mit Fräulein Faust und dem Theaterbesuch. „Erstaunlich“, sagte ich, „ dein Gebet und mein Entschluss zum Verlassen der Veranstaltung haben fast zeitgleich stattgefunden.“
  Er nickte: „Ja, das war dann wohl Beides vom Geist Gottes gewirkt. Aber es sollte dir auch eine Warnung sein. Es könnte tatsächlich so sein, dass jene Frau Faust vom Feind (Teufel) geschickt worden ist um dich vom Jesus-Haus wegzulotsen.“

Später auf dem Weg zum Jesus-Haus dachte ich noch einmal über Ulis Worte nach. An sich war es ja ein ganz normales Gespräch mit „Fräulein Faust“ gewesen, aber es war doch recht seltsam verlaufen. Und aus leidvoller Erfahrung infolge meiner spiritistischen Aktivitäten wusste ich ja, wozu Dämonen fähig sind. Schon möglich, dass sie auch hier ihre Finger im Spiel gehabt hatten. Aber die Sache mit Uli und dem Gebet ist schon seltsam, dachte ich. Und ich begann mich zu freuen. Kein Zweifel, Gott hatte ein Auge auf mich gehabt!

Anmerkung von Bluebird:

Folge 1 meiner autobiografisch-essayistischen Erzählung: (1985 - ....)



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Dies ist ein Abschnitt des mehrteiligen Textes Meine Abenteuer und Leiden in der Nachfolge Jesu.
Veröffentlicht am 29.08.2017, 11 mal überarbeitet (letzte Änderung am 10.02.2020). Textlänge: 754 Wörter; dieser Text wurde bereits 272 mal aufgerufen; der letzte Besucher war ein Gast am 12.02.2020.
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