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Eine ProphetieInhaltsverzeichnisTiefer innerer Friede

Es war eine göttliche Fügung gewesen

Erzählung zum Thema Glaube


von Bluebird

Es geschah am vorletzten Tag des Düsseldorfer Kirchentages. Ich hatte mich nachmittags wieder einmal in die Teestube des Jesus-Hauses begeben und war eingenickt, als mich plötzlich jemand wachrüttelte.
Irritiert hoch in das freundlich lächelnde Gesicht eines jungen Mannes: „Hallo! Wir kennen uns doch!“
  Ich versuchte mich zu sammeln: „Eh, ja? Woher denn?“ Er lachte: „Ich bin der Ordner, der dich vor drei Tagen ins Jesus-Haus gelassen hat.  hier Ich heiße Thomas!“ Er reichte mir die Hand. Im Nu war ich wieder hellwach: „Ach ja, jetzt erkenne ich dich! Danke nochmals … es hat sich wirklich gelohnt“ Ich lächelte ihn Freude strahlend an: „Ich bin nämlich inzwischen Christ geworden!“
  „Ja,“ entgegnete er, „ ich habe deine Geschichte schon von meheren gehört. Sie ist wie ein Lauffeuer herumgegangen. Aber ich wusste nicht, dass du die Person bist. Silke, meine Frau," er wies zur Theke hin, wo die junge rothaarige Frau vom Bekehrungstage gerade einen Tee eingoss, "hat mir den Tipp gegeben: Da ist der seltsame Okkultist, der sich am Mittwoch bekehrt hat.“ Wir mussten beide lachen.
  „Weisst du eigentlich, dass du normalerweise gar nicht erst ins Jesus-Haus gekommen wärst, wenn ich nicht da gestanden hätte?“ „Na ja, klar,“ entgegnete ich, „du wolltest mich ja eigentlich erst auch nicht hereinlassen. Was hatte eigentlich deinen Sinneswandel bewirkt?"

Und nun erzählte er mir, wie sich diese Begebenheit aus seiner Sicht dargestellt hatte. „Ich kam gerade aus dem Gemeindebüro. Dort haben der Pastor und die Ältesten auf den Knien Busse getan, dass sie die komische Musikband ins Haus geholt hatten. Und sie haben Gott gebeten, trotzdem noch einen Segen daraus entstehen zu lassen. … Ich wollte gerade hoch in die Pastorenwohnung gehen, als ich auf einmal ganz deutlich ein inneres Drängen verspürte, runter zum Eingang zu gehen und dort einen der beiden Ordner abzulösen. Ich hatte gerade meine Position bezogen, als auf einmal du an der Türe auftauchtst und hereinwolltest.“
  Ich hörte gebannt zu. Die Szene war mir noch lebhaft vor Augen.(hier anclicken)  „Wir hatten strikteste Anweisung niemanden mehr ins Haus zu lassen. Sicherheitsbestimmungen … und wenn überhaupt, wären Andere natürlich vor dir dran gewesen.“ Ich starrte ihn an: „Ja, und warum hast du dann plötzlich nachgegeben?“
  Hätte ich normalerweise nicht gemacht!“, sagte er lächelnd, „aber plötzlich verspürte ich eine innere Stimme die sagte: Lass ihn durch! Und deshalb habe die Tür für dich geöffnet.“

Ich war sprachlos. So also war das gewesen. Langsam wurde das Bild immer klarer. Es war also eindeutig eine göttliche Fügung gewesen. „Danke“, sagte ich, „dass du Gott gegenüber so gehorsam warst!“ Er lächelte: „Ja, es sollte wohl alles so sein. Gott wusste, dass der Ordner, den ich abgelöst habe, dich mit Sicherheit nicht reingelassen hätte.“
  Wir unterhielten uns noch eine ganze Weile, bis er plötzlich sagte: „Hast du eigentlich schon mit Gerhard, dem Pastor, gesprochen?“ „Ich habe am Mittwoch seine Predigt gehört. Aber direkt gesprochen mit ihm habe ich noch nicht!“ „Solltest du aber … weisst du was, ich glaube er ist gerade oben im Gemeindebüro. Ich frag mal nach!“ Mit diesen Worten stand er auf und verließ die Teestube, noch ehe ich gross etwas dazu sagen konnte.

  Im Grunde genommen war ich nicht so in Stimmung für ein Gespräch mit dem Pastor des Jesus-Hauses. Andererseits, vielleicht sollte es ja so sein. Vielleicht war es ja jetzt auch wieder eine göttliche Fügung.


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Dies ist ein Abschnitt des mehrteiligen Textes Meine Abenteuer und Leiden in der Nachfolge Jesu.
Veröffentlicht am 30.08.2017, 4 mal überarbeitet (letzte Änderung am 10.02.2020). Textlänge: 557 Wörter; dieser Text wurde bereits 207 mal aufgerufen; der letzte Besucher war ein Gast am 29.03.2020.
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