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Wahrheitsfindungen

Kurzprosa zum Thema Medien


von Sätzer

Gesellschaftliche Wahrheiten werden immer mehr zu Fiktionen, so als wenn es sich um fiktionale Geschichten handelt. Menschen, die Fake News verbreiten, nennen echte Nachrichten Fake News. Aussagen werden somit auf den Kopf gestellt, Fiktionen quasi zu Realitäten in den Köpfen der Konsumenten von Informationen und Behauptungen.
Diese Art von Müll, vor allem im Internet, kann langfristig zur Zerstörung von Fakten und Wahrheiten führen. Die besseren Erfinder von Nachrichten gewinnen den Kampf um die Meinungshoheit, zumindest quantitativ sind sie ständig im Gespräch (Bsp. Trump). Für Leser und Hörer wird es immer schwieriger, Reales von Irrealem zu trennen.
Alle Menschen tragen Widersprüche mit sich herum, die u.a. zu ihrem Charakter gehören. In fiktionalen Erzählungen ist es durchaus legitim und von Autor und Leser erwünscht, wenn eine Handlung surreale Unwahrheiten beinhaltet. Ein Leser von Literatur kann durchaus das Paradoxe der handelnden Personen in einer Geschichte mögen, um letztendlich die Wahrheit in sich selbst zu finden. Frage ist nur, ob dieses Phänomen sich auf Politik übertragen lässt. Um es mal pauschal aufeinander zuzuschneiden, ob es möglich ist, zugleich GUT und BÖSE zu sein. Es kristallisiert sich immer mehr heraus, dass es zur Gewohnheit wird, dass Fake-News-Schreiber beinahe jedes Thema an sich reißen und damit die Medien dominieren und Wahrheiten zerstören (Z.B. beim Klimawandel).

 
 

Kommentare zu diesem Text


Dieter_Rotmund
Kommentar von Dieter_Rotmund (17.09.2017)
Etwas arg trocken, aber gerne gelesen.
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Sätzer meinte dazu am 17.09.2017:
Na ja, den Schmierstoff liefern die Faker und so gewisse Politiker.
Dank dir, auch für die Empfehlung. LG Uwe
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ManMan
Kommentar von ManMan (17.09.2017)
Fake News gibt es nicht nur im politischen Kontext. Und sie sind auch nicht neu. Man denke an die angeblichen Protokolle der Weisen von Zion, eine antisemitische Erfindung. Natürlich ist Antisemitismus auch hochpolitisch, aber wie beim Rassismus reicht seine Bedeutung bis ins Private. Und der äußere Anschein verleitet bisweilen zu abstrusen Vorurteilen, Neu ist die Verbreitung über die Medien im aktuellen Umfang. Aber da könnte man den bekannten Spruch anwenden: the medium is the message, oder auf "Pegida-isch": die Lügenpresse.
(Kommentar korrigiert am 17.09.2017)
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Sätzer antwortete darauf am 17.09.2017:
Grundsätzlich hast du Recht, dass Fake News nicht neu sind, doch die extreme Masse im Internet hat sicher eine Dimension erreicht, die sehr viel mehr Menschen erreicht und die Fakeproduzenten anregt, immer mehr "Unsinn" in die Welt zu setzen.
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AZU20
Kommentar von AZU20 (18.09.2017)
Das ist richtig und man fragt sich, wie man Einhalt gebieten kann.Alleine kaum. LG
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Sätzer schrieb daraufhin am 18.09.2017:
Da kann man wohl nicht viel dran ändern. Aber irgendwann schleift sich das ab und wird langweilig. Die BILD-Zeitung war ja auch früher mal ein ziemliches Hetzblatt und hat sich etwas gebessert.
Dank dir, auch für die Empfehlung und LG Uwe
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