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III

Sonett zum Thema Untergang


von Hecatus

Die letzten Worte sind bereits gesprochen.
Der Uhren dürre Finger starr verweisen
zum Tode. Irre Geier wollen kreisen
um junges Aas, die Augen ausgestochen.

Zermahlen sind der frohen Tage Knochen
mit stummen Mühlen, die aus braunem Eisen
gefertigt sind, zu Mehl, die Welt zu speisen.
Es sind des letzten Jahres letzte Wochen.

Gedärm, sich türmend an den Straßenecken,
erfüllt die Städte mit dem Hauch der Toten.
Ein sanfter Regen legt sich auf die roten

Flüsse von Blut. Er will das Leid bedecken,
dass es zurücklässt hart erstickte Stille.
Denn Sterben war der Menschen letzter Wille.

Anmerkung von Hecatus:

6 IX 2017


 
 

Kommentare zu diesem Text


Tatzen
Kommentar von Tatzen (22.09.2017)
Inhalt und Form stehen in einem starken Spannungsverhältnis zueinander - die Verssprünge verstärken diesen Eindruck noch - ein sehr düsteres Sonett, das in seiner Form jedoch eine letzte Möglichkeit des sich-Haltens bietet.
Gern gelesen!
Gruß Tatzen
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Hecatus
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Dies ist ein Gedicht des mehrteiligen Textes Sommerglück.
Veröffentlicht am 22.09.2017. Dieser Text wurde bereits 141 mal aufgerufen; der letzte Besucher war ein Gast am 13.11.2018.
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