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Gegen den Krieg - frei nach Novalis

Aufruf


von Festil


Du Schlachtfeld auf dem das Blut in langen Strömen rinnt

Wo Triumph für den einen der Tod des anderen ist

Wo Stolz und Gier im Einklang sind

Höre auf zu existieren

zu existieren

tieren


 
 

Kommentare zu diesem Text


loslosch
Kommentar von loslosch (13.10.2017)
erinnert mich an das streitgespräch über die züchtigung der kinder. eine ohrfeige hat noch nie geschadet, meint der eine; denn bei mir ist auch nichts zurückgeblieben ... blieben ... blieben.
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Festil meinte dazu am 13.10.2017:
Eine Freundin erzählte mir dass ihre Mutter ihr erzählte wie ihre Mutter, also die Großmutter meiner Freundin, als sie noch ein schreiendes Baby war, ihr solange Ohrfeigen gab, bis sie aufhörte zu schreien - seither soll sie nicht mehr geschrien haben, erzählte die Mutter ganz stolz und meinte, die Ohrfeigen wären das ideale Mittel Babys das nervtötende Schreien abzugewöhnen.

Meine Freundin wuchs in der alten Tschechoslowakei auf, studierte Philosphie und Geschichte, war psychisch krank, und starb an Knochenkrebs, der vom Brustbein aus begann, und streute. Wir kennen uns gemeinsam vom Theater, spielten zusammen den Sommernachtstraum - sie war sehr begabt.

Antwort geändert am 13.10.2017 um 13:22 Uhr
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Galapapa
Kommentar von Galapapa (13.10.2017)
Kriege sind das Krebsgeschwür, das Menschlichkeit und Liebe auffrisst. So viele Kriege haben schier unendlich viele Menschen ihres Lebens und Glückes beraubt. Und was ist geblieben?
Geblieben... lieben...
Trefflich ind treffend formulierte Verse, lieber Festil!
Liebe Grüße!
Galapapa
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Festil antwortete darauf am 13.10.2017:
Danke Dir, ja, durch ein Gedicht von Novalis wurde ich inspiriert, worauf ich mir dann durch das Ausleihen ein paar seiner schönen Worte, mir diesen Aufruf, vorwiegend in der ersten Zeile, zusammengebastelt habe. Freud mich, dass es Dir gefällt.

Liebe Grüße
Festil
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Graeculus schrieb daraufhin am 13.10.2017:
"Freud mich" - wenn das kein Freudscher Verschreiber ist!
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Festil äußerte darauf am 13.10.2017:
so gseng, eigentlich sollts ja auch mit d geschrieben sein, denn es heisst ja auch Freude und nicht Freute - da sieht man mal wieder wie anwenderverunsichernd die deutschen Sprachschöpfer sind! ;-)
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Schachtfalter
Kommentar von Schachtfalter (13.10.2017)
In einem Buch würde der Text wie eine Pfeilspitze auf den Leser zeigen. Auf dem Bildschrim zeigt er zur Erde. Es pass beides.
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Festil ergänzte dazu am 13.10.2017:
Danke Dir. Das im Format nahezu ausgewogen erscheinende Dreieck, hatte sich mir durch ein paar Herumprobierereien, schließlich dann auf unwiderstehliche weise angeboten.

Liebe Grüße
Festil
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TrekanBelluvitsh
Kommentar von TrekanBelluvitsh (13.10.2017)
Ich verstehe den Antrieb, der hinter diesem Aufruf steckt, er greift jedoch zu kurz.  "Krieg ist die Fortsetzung der Gesellschaft mit anderen Mitteln".
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Festil meinte dazu am 13.10.2017:
Dem widerspreche ich nicht - vielleicht liegt es auch daran, dass der ärgste Feind in uns selbst ist?!

Kennst Du die Geschichte über die Schlacht von Bouvines, am 27. Juli 1214, bei dem der französische Ritter Robert von Bethune in die Kriegsgefangenschaft seines Gegners, dem Flandrer von Crepelaine, kam?

Von Crepelaine ließ den französischen Ritter wieder frei - gegen das Versprechen, nach der Schlacht ein stattliches Lösegeld zu zahlen.

Selbst im Krieg werden Vernunft und Menschlichkeit nicht gänzlich ausgerottet.

Ist das Grund zur Hoffnung? Ich weiss es nicht, aber mir kam gerade diese Geschichte in den Sinn, weil ich annehme dass sie Dich interessieren könnte.
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TrekanBelluvitsh meinte dazu am 14.10.2017:
Nun ja, das verdeutlicht eher, dass es im 13. Jahrhundert noch kein Verständnis von Nation gab und die Menschen - weltweit - in Stände eingeteilt wurden.

Noch zu Beginn des 19. Jhd. (Napoléonische Kriege) wurden Offiziere - zumal hohe Offiziere - gegen das Ehrenwort aus der Kriegsgefangenschaft entlassen, nicht mehr zu kämpfen. Zumindest in dem augenblicklichen Krieg. Ob die sich daran hielten konnte niemand überprüfen und wenn sie wieder in Gefangenschaft gerieten, mussten sie nur damit rechnen, nicht noch einmal gegen Ehrenwort entlassen wurden. Ausgetauscht schon. Und die häufigen kleinen Friedensschlüsse der Zeit ermöglichte diesen Männern auch weiterzukämpfen, galt ihr versprechen doch nur für den aktuellen Krieg.

Soldaten aus dem Bauernstand wurden natürlich nicht ausgetauscht und schon gar nicht gegen Ehrenwort entlassen, weder im 13. noch im 19. Jahrhundert. Denn es waren ja Bauern. Deren Wort zählte nicht viel -Tölpel ohne Kultur und Moral!
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Festil meinte dazu am 14.10.2017:
Welche psychologischen Gründe mag es geben, dass jemand heute freiwillig in den Krieg geht? Der Herdentrieb?
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TrekanBelluvitsh meinte dazu am 15.10.2017:
Ich könnte jetzt schreiben: Krieg macht Spaß! Aber ich fürchte, eine solche Aussage ist ein Tabuthema, darum schreibe ich das nicht.
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LotharAtzert
Kommentar von LotharAtzert (13.10.2017)
War Heraklit ("Der Krieg ist der Vater aller Dinge) für den Krieg?
Nein! Er hat aber erkannt, daß die austreibende Kraft - die Römer nannten sie Mars, nach dem Monat März - die Kraft ist, die alles Leben, mithin alle Kreisläufe, in Gang bringt. Ohne Marskraft läge alles darnieder. Da gilt es anzusetzen und nicht bloß dieses abgestandene "ich bin gegen Gewalt", was ja auch eine Gegnerschaft ist. Keiner von uns ist für Krieg.

Was Novalis betrifft, ich sags ja gebetsmühlenhaft auf taube Ohren: als Ernst Lothar Hoffmann wurde er wiedergeboren, um später den Orden Arya Maitreya Mandala zu gründen. Wer also den Novalis mag, sollte sich doch mindestens auch für die konsequente Fortsetzung seiner Entwicklung interessieren. Immerhin hat er fantastische Bücher geschrieben, wie etwa "Grundlagen tibetischer Mystik" "Der Weg der weissen Wolken" und viele andere.
Grüßle
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Festil meinte dazu am 13.10.2017:
Als Dank - auch für Deinen schönen Kommentar
Dir ein Gedichtlein, eines bekannten Dichters:

Mitte aller Mitten, Kern der Kerne,
Mandel, die sich einschließt und versüßt, –
dieses Alles bis an alle Sterne
ist dein Fruchtfleisch: Sei gegrüßt.

Sieh, du fühlst, wie nichts mehr an dir hängt;
im Unendlichen ist deine Schale,
und dort steht der starke Saft und drängt.
Und von außen hilft ihm ein Gestrahle,

denn ganz oben werden deine Sonnen
voll und glühend umgedreht.
Doch in dir ist schon begonnen,
was die Sonnen übersteht.
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Piri meinte dazu am 13.10.2017:
" - die Römer nannten sie Mars, nach dem Monat März - "
das war genau andersrum. Der Monat wurde nach dem Gott benannt.

"dieses abgestandene "ich bin gegen Gewalt""
hat den Gewaltbefürwortern die Erkenntnis voraus, dass Gewalt nicht kontrollierbar ist.

Antwort geändert am 13.10.2017 um 13:29 Uhr
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toltten_plag
Kommentar von toltten_plag (13.10.2017)
Das war lange fällig. Es musste dem Krieg gesagt werden, dass er zu gehen hat.
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Festil meinte dazu am 13.10.2017:
Ein hochklassiger Fußtritt!

Gepaart mit einem Überangebot an Geistesschärfe durchbricht wehrhafter Überlebenszynismus, die dunklen Mauern des biederen Gscheithaferlns!

Mhm, diese leckere Geistesmonströsität kommt in mein Poesiealbum!
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EkkehartMittelberg
Kommentar von EkkehartMittelberg (13.10.2017)
Die Schlusszeile deines Aufrufs hat es mit angetan, denn im Krieg werden Menschen zu Tieren.
LG
Ekki
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Festil meinte dazu am 13.10.2017:
Achso, und ich hoffte insgeheim, ich hätte Deine Aufmerksamkeit, mit der zweiten Zeile ...
Merci und LG
Festil
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TassoTuwas
Kommentar von TassoTuwas (13.10.2017)
Die Gefahr, die ein langen Frieden mit sich bringt, ist, dass die Gräuel des Krieges in Vergessenheit geraten!
Man muss immer wieder daran erinnern.
LG TT
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Festil meinte dazu am 13.10.2017:
Was werden denn die Russen über die Deutschen denken, 27 Millionen tote Russen in WW2, kein Denkmal in Deutschland für den zweitgrößten Völkermord in der Geschichte der Menschheit (USA führt mit 60-100 Millionen Ureinwohner - die weigern sich auch ein Denkmal ...). Und nun als Dank für die Deutsche Einheit, die russische Bevölkerung durch Wirtschaftssanktionen an den Rand des Hungertuchs versuchen zu zwingen, deutsche Soldaten an der russischen Grenze, 150 Kilometer weg vom ehemaligen Leningrad. Von dem mündlich, verbindlichen Versprechen der USA und der BRD für die deutsche Einheit auf keinen Fall die NATO im Osten zu erweitern ganz zu schweigen. 500 Milliarden für die ehemalige DDR an Russland = geschenkt. 3.000 Milliarden für Reparationszahlungen für WW2, geschenkt. Eine charakterliche, sowie auch diplomatische Meisterleistung! Welches Land auf der ganzen Erde erscheint gegenüber eine andere Nation undankbarer und charakterloser? War es denn wirklich ein echter, wahrhaftiger Völkerbruch, als die Krim auf Grund der ca. 90 % der Russen die dort leben wieder zu Russland gehören wollen, in ihrem Sinne abgestimmt haben? Die Experten sind sich heute noch nicht einig!
Danke und LG
Festil
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Kommentar von Soshura (13.10.2017)
Ich bin lieber für die Tiere. Ich denke sogar, dass Stolz und Gier dort wenig bis nicht bekannt sind, Frieden schon eher. Oder war es Zufriedenheit?
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Festil meinte dazu am 14.10.2017:
Tiere sind auch die besseren Therapeuten! ;-)
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Soshura meinte dazu am 14.10.2017:
Besser als?
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Festil meinte dazu am 14.10.2017:
Menschen!
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Soshura meinte dazu am 14.10.2017:
Dann bin ich dafür, dass jedes Tier einen Hausmensch bekommt. Lass uns mit Katzen beginnen! ;-)
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JohndeGraph
Kommentar von JohndeGraph (14.10.2017)
Argument für die Notwendigkeit des Krieges:

Ohne den Krieg würden wir immer noch in der Steinzeit leben. Der Krieg ist der Motor des Fortschrittes und der Grund für die Entwicklung des Menschen in seine derzeitige Form.

Solange es Menschen gibt wird es immer Streit und den Krieg geben. Also, schaffst du den Menschen ab, gibt es keine Kriege mehr. Nur solage der Mensch existiert, wird es immer Kriege geben. Es sei denn, der Mensch hört auf menschlich zu sein.

Anmerkung: Krieg ist wohl immer ein Fehler. Mensch zu sein bedeutet Fehler zu begehen. Das ist untrennbar.

Grüße J.d.G.

Kommentar geändert am 14.10.2017 um 14:48 Uhr
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Festil meinte dazu am 14.10.2017:
Der Krieg schadet den Menschen, er nutzt ihnen nicht!

Gruß F.
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JohndeGraph meinte dazu am 14.10.2017:
Auch wenn es nicht in dein Weltbild passt. Der Krieg ist der Grund für den Fortschritt. Ohne ihn wäre wir hunderte Jahre mit unserer technologischen Entwicklung zurück. Ohne ihn gäbe es nicht die Technik von heute, keinen Strom, keine medizinische Versorgung wie du sie kennst und vieles mehr. Nutzt du das alles nicht? Wie kommst du dann an den Computer, mit dem du dich hier angemeldet hast? Ohne Krieg auch kein PC. Ob dir das nun passt, oder nicht. Mache mich auch nicht dafür verantwortlich, ich kann nichts dafür. Ich sage dir nur, dass es so ist und das kann ich ja auch belegen.

Also hat der Krieg schon seinen Nutzen gehabt bis hierher. Sollten einmal die Atomrakten die Menschheit ausrotten, dann war alles für die Katz ;).

Grüße J.d.G.
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Festil meinte dazu am 15.10.2017:
Jetzt mal abgesehen davon, dass Deine Argumente an allen Ecken und Enden leicht widerlegbar sind:

Sag das mal den verzweifelten Angehörigen der Ermordeten!

Tut mir leid dass das Kind in ihren Armen tot in Fetzen liegt, aber tun sie doch nicht so als würden sie es nicht in Kauf nehmen wollen, wenn sie dafür mit dem Computer spielen können!

Krieg praktische Zwecke zuzusprechen find ich äußerst pietätlos!

Bitte lass es gut sein, - wir werden auf keinen grünen Zweig kommen!
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JohndeGraph meinte dazu am 15.10.2017:
Nein, das kannst du nicht! Jedenfalls nicht ohne der Geschichtsschreibung zu widersprechen. Du kannst dieses Argument, dass der Krieg der Motor, die Triebfeder, der Grund für den Fortschritt ist, den kannst du nicht widerlegen. Weder leicht, noch an irgend einer Kante oder Ecke. Du kannst dir selbst etwas vormachen, ja das kannst du, aber nützen wird das nichts. Und die Wahrheit wird das auch nur für dich selbst, zumindest eine Weile zurück halten.
Der Krieg hat den Fortschritt der Menscheit ganz erheblich beschleunigt. Sonst würdest du heute noch fast in der Steinzeit leben und immer mal wieder hungern, an Krankheiten und selbst leichten Verletzungen sterben und und und.
Der Krieg hat die Menschheit gezwungen sich immer wieder etwas einfallen zu lassen. und sich anzupassen. Ohne diese Motivation hätte die Menschheit sich nicht so sehr anstrengen müssen wie es der Fall war. Das ist nicht zu widerlegen! Ohne diesen Druck würden die Menschen heute noch in der Steinzeit leben, oder zumindest fast. Diese Antwort wird dir jeder Wissenschaftler dieser Welt geben.

Und tut mir leid, aber diese Antwort ist so ein Unsinn, dass ich das nicht auf sich beruhen lassen kann.

Grüße J.d.G.
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Festil meinte dazu am 16.10.2017:
Mit dem herabwürdigenden Begriff Unsinn kannst Du ein Argument nicht widerlegen.

Erfindungen in den Friedenszeiten die zur heutigen westlichen zivilisierten Welt beitrugen überwiegen überproportional (mehr als 99 %) die Erfindungen in Kriegszeiten die zur heutigen westlichen zivilisierten Welt beitrugen, welche sich aus der Entwicklung für ursprünglich für den Krieg gedachtes, herausentwickelt hat, darunter die Margarine. Aber die Margarine hätte man wohl ohne weiteres auch ohne Krieg erfinden können, denke ich.

 Was sagt Harald Lesch zu Deiner Behauptung?

Das müssen ja schon sehr seltsame Belege sein, die Du da erwähnt hast, welche Du in der Hinterhand hättest, Dich aber bisher nicht getraut hast zu zeigen.
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JohndeGraph meinte dazu am 16.10.2017:
Ich habe nichts gegen eine gute Diskussion. Nur ist das ganze etwas unfair für dich, da ich mich schon mit dem Thema beschäftigt habe und selbst nicht mehr in einer Findungsphase bin bei dem Thema. Ich weiß schon um die Argumente die ich dir da liefern kann.

Was du meinst und wovon der Harald Lesch in dem Video spricht, ist ein Break Even Point, wo die Kosten den Nutzen aufheben. Wenn du weg kommst, von dem Einzelkampf Mann gegen Mann mit dem Schwert oder der Keule, hin zu dem Punkt, wo du mit einem Knopfdruck Millionen Menschen auf einmal umbringen kannst, indem du mehrere Atomrakten auf einmal startest. Das ist der Punkt, wo der mit Massenvernichtsungswaffen wie Ansatzweise im ersten Weltkrieg geführte Krieg dazu führen kann, dass er die Menschheit auslöscht und wo der dadurch erzwungene Innovationsdruck zur Veränderung und Anpassung nichts mehr bringt.

Dafür musst du da aber erstmal ankommen. Das ignorierst du dabei völlig. Historiker wie Ian Morris von der Stanford University haben dazu eine Menge Bücher geschrieben. Sein Fazit und da ist er nicht der einzige, lautet in etwa so:

"Wie sähe denn eigentlich eine Welt aus, die nie einen Krieg erlebt hätte?

Recht langweilig. Es gäbe vermutlich ein paar Millionen Menschen auf der Welt. Wie in Jäger- und Sammlergesellschaften würden wir ständig von Ort zu Ort wandern, mit einer sehr niedrigen Lebenserwartung. Es wäre eine ganz andere Welt, als wie wir sie heute kennen."

Nachzulesen in mehreren seiner Bücher zu dem Thema, oder Ansatzweise auf:
http://www.handelsblatt.com/politik/international/historiker-ian-morris-kriege-haben-die-welt-sicherer-gemacht/9004378.html

Muss ich noch mehr dazu schreiben? Oder reicht das schon? Ich kann dir von Ponzius bis Pilatus dazu die gesamte Geschichte der Menschheit als Beispiel zitieren. Ich kann von Armin Eich, über Hermann Stegemann bis hin zu Ian Morris argumentieren. Von Professoren über Jounalisten und bis hin zu Freizeitforschern.

Ohne Kriege würden wir noch in der Steinzeit ähnlichen Verhältnissen leben! Der Krieg hat also schon seinen Sinn gehabt. Das der Mensch in seiner sozialen Kompetenz nicht mit seinen Mitteln zur Vernichtung mitgewachsen ist, das steht auf einem anderen Blatt. Insofern ist es ein Wunder, dass wir uns noch nicht selbst vernichtet haben. Aber das ist eine andere Geschichte.

Ich bin auch nicht für den Krieg. Ich kann auch nichts dafür. Ich lebe nur in einer Welt, genau wie du, die durch Kriege erst zu der geworden ist, die sie nun einmal ist und ignoriere das nicht.

Grüße J.d.G.

Antwort geändert am 16.10.2017 um 18:24 Uhr
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Veröffentlicht am 13.10.2017, 3 mal überarbeitet (letzte Änderung am 13.10.2017). Dieser Text wurde bereits 102 mal aufgerufen; der letzte Besucher war ein Gast am 22.10.2017.
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