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Kumulierte Armut

Glosse zum Thema Armut


von loslosch

Duo quae maxima putantur onera, pauperitatem et senectutem (Cicero, 106 v. Chr. bis 43 v. Chr.; Cato Maior: De senectute). Zwei Leiden, die als die größten erachtet werden, Armut und Alter.

Schon bei Karl Simrock, Die deutschen Sprichwörter (1846), heißt es: Armut und Alter, das sind zwei schwere Bürden. Die Kumulierung des Phänomens der Armut im Begriff der Altersarmut wird im (noch) funktionierenden System der Rentenversicherung nur in einem harten Kern sichtbar: Wenn durch Verquickung unglücklicher Umstände oder durch unterlassene Vorsorge in jungen Jahren, verbunden mit altersbedingt steigenden Pflege- und Gesundheitskosten, das Existenzminimum in Frage gestellt ist.

Altersarmut gab es immer schon. Mit gestiegenen Ansprüchen an die Lebensqualität hat sich das Problem in einem Kernbereich der Alten verschärft, zunehmend auch in der öffentlichen Wahrnehmung.

 
 

Kommentare zu diesem Text


Didi.Costaire
Kommentar von Didi.Costaire (19.10.2017)
Wesentlich weiter als im Jahrhundert vor Christi Geburt sind wir heute nicht, jedenfalls bei so elementaren Dingen ...
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loslosch meinte dazu am 19.10.2017:
der grundgedanke ist sogar älter. beim nachkugeln fand ich, dass cicero sich auf ennius (239 bis 169) beruft!
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TassoTuwas
Kommentar von TassoTuwas (19.10.2017)
Gab es immer schon stimmt.
Nur gab es früher noch Familie!
LG TT
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loslosch antwortete darauf am 19.10.2017:
heute braucht man knete, um den nachwuchs anzulocken.
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niemand schrieb daraufhin am 19.10.2017:
@ Loslosch
also, wenn man den nur mit Knete anlocken kann,
dann hat man wohl etwas falsch gemacht, denke ich ...
LG Irene
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loslosch äußerte darauf am 19.10.2017:
meine söhne kommen auch ohne erwartung von ...

aber knete ist was feines, oder? (sprachstil obar. :-)) lo
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TrekanBelluvitsh
Kommentar von TrekanBelluvitsh (19.10.2017)
Achill meinte in der Ilias aber (sinngemäß): "Lieber als armer Tagelöhner leben, den als gefeierter Held tot sein."

Auf der anderen Seite gibt es Piech-Clan bestimmt ältere Mitglieder, die sich grämen, weil es ihnen so schlecht geht.
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loslosch ergänzte dazu am 19.10.2017:
das zitat lernte ich neulich durch dich kennen.

ferdi ist geistig bestimmt schon etwas weggetreten. im wäller platt: "dee krieht nimmi alles met."
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TrekanBelluvitsh meinte dazu am 19.10.2017:
Dann braucht er ein schönes Hobby, z.B. Buddelschiffe . Ich empfehle für den Anfang ein Modell des Fahrschiffes "Dresden". Von dem ist nämlich der Diesel verschwunden... also der Erfinder und 1913...
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Kommentar von Festil (59) (19.10.2017)
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loslosch meinte dazu am 19.10.2017:
wer hat denn da gepöbelt?
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ManMan
Kommentar von ManMan (19.10.2017)
Alter ist eine Last, lat. onus und Armut ist es auch. Ich kenne mich mit Beidem aus. Ob Armut ein Leiden ist, hängt davon ab, wie man sie definiert. Das Existenzminimum ist ja eine fiktive, statistische Größe. Am schlimmsten ist derjenige dran, der übertriebene Erwartungen ans Alter stellt, weil er mit ziemlicher Sicherheit enttäuscht sein wird. Ich bin nicht enttäuscht, weil ich mir keine Kreuzfahrt leisten kann. Angst habe ich davor, dass ich schwer krank werde oder dass durch ein Unglück hohe finanzielle Belastungen auf mich zukommen, die ich nicht schultern kann. Aber dann gibt es die Möglichkeit der Privatinsolvenz, ich beziehe Grundsicherung -und werde nicht Hungers sterben. Im Moment kämpfe ich eher mit meinen überflüssigen Pfunden...
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loslosch meinte dazu am 19.10.2017:
das ist ein genialer schlusssatz!
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niemand meinte dazu am 19.10.2017:
finde ich auch!
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Kommentar von Graeculus (69) (19.10.2017)
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niemand meinte dazu am 19.10.2017:
Seltsam, wenn wir sprechen, dann nur von einer materiellen
Armut. Wie steht es aber mit der geistig-seelischen Armut,
von der ich behaupten würde, dass sie grade in dieser Gesellschaft
rapide zunimmt? Verrohung, Ichbezogenheit, übertriebenes Verlangen nach jeglicher, noch so kleinsten Befriedigung der
körperlichen Bedürfnisse, all dies führt zu einer mangelnden
Sensibilität des Wesens. Der Mensch hat Geld und Güter,
jeoch eine ziemlich dürftige seelische Welt. Zwischen Designer-Mögeln und Plastik-Schund piept ein kleines Vögelchen, welchem die Federn langsam herausfallen und das obwohl er oft nichts anderes tut als Dauer-Vögeln ;-)
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loslosch meinte dazu am 19.10.2017:
wie die römer die alt gewordenen sklaven behandelt haben, wenn sie denn alt geworden sind, darüber wusste ich nichts. bekannt ist ja, dass - wie bei den griechen - die sklaven (bestenfalls) als untermenschen angesehen wurden, auch als lustobjekte der betuchten römer. der herr senator aber durfte seinen privatsekretär, den er als sklave angestellt hatte, in die freiheit entlassen, wenn er von seiner leistung beeindruckt war. einige wenige wurden sogar dichter oder schriftsteller. ein bekanntes beispiel ist publilius syrus zur zeit ciceros.
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rochusthal meinte dazu am 19.10.2017:
und polybios, der sogar ein doppelbeispiel ist: wie man zum sklaven verkommen und zum genie aufsteigen kann....
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Graeculus (69) meinte dazu am 20.10.2017:
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loslosch meinte dazu am 20.10.2017:
@ rochusthal: ich stoße immer nur auf den griechischen geschichtsschreiber polybios/ polybius. es handelt sich wohl um eine andere person.
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Graeculus (69) meinte dazu am 20.10.2017:
Diese Kommentarantwort ist nur für eingeloggte Benutzer lesbar.
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loslosch meinte dazu am 20.10.2017:
ich las ständig "sachsenrecht". ja, stimmt. wobei einzelne römer wie zb petron im sklaven einen menschen sahen. auch seneca war schwankend im urteil.
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