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REFORMATION ODER DEFORMATION

Kalendergeschichte zum Thema Biographisches/ Personen


von rochusthal

Wenn Martin Luther Kardinal geworden wäre, gäbe es heute keine Waschmaschine. Aber an der Waschmaschine klebt ein kleines Schild: wer den Papst, die Juden und die Türken zu Feinden erklärt, hat Yesus nicht verstanden. Denn nur wer seine Feinde liebt, hat keine. Das Argument, dass man stürbe, wenn man sich nicht verteidigte, gilt ja wohl noch viel mehr, wenn man sich verteidigt. Der dreißigjährige Krieg, auch eine Folge von Luther, ist aber zugleich auch der Beginn der Diplomatie und Europas. Schade, dass es wieder einer Wahrheitssekte bedurfte, um zu mehr Freiheit zu kommen. Aber gilt das gleiche nicht für das Automobil, das auch gleichzeitig Weg und Unweg ist? Weder ist Gott eine Burg noch ist das Automobil die Freiheit, wenn es auch noch so viele glauben wollen. Solche Jubiläen wie ‚500 Jahre Reformation‘ verstärken auch immer die Inflation der Begriffe und führen dazu, dass man glaubt, die nächsten 500 Jahre nichts mehr davon hören zu können. Das Schicksal aller Innovatoren, selbst zu veralten und selbst zur Ikone zu werden, teilt Luther seit er auch Symbol bittersten Nationalismus wurde. Das beste Buch über Luther schrieb übrigens Feridun Zaimoğlu aus Kiel. Veränderungen sind weder gut noch böse, sondern haben tausend Seiten.


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Kommentare zu diesem Text


loslosch
Kommentar von loslosch (31.10.2017)
auf dem HIT-flyer für die lfd. woche steht: "Preisreformation".
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rochusthal meinte dazu am 31.10.2017:
auch etwas zu feiern. einen schönen feier- oder denktag wünscht rst
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AZU20
Kommentar von AZU20 (31.10.2017)
Es lohnt sich, über Deinen Text gründlich nachzudenken. LG
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rochusthal antwortete darauf am 31.10.2017:
das hoffe ich ich. dir wünsche ich einen schönen feier- und denktag. beste grüße rst
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TrekanBelluvitsh
Kommentar von TrekanBelluvitsh (31.10.2017)
Viele werden in der Erinnerung verzerrt. Denn sonst würde bald klar werden, dass die meisten der Erinnerung nicht wert sind...

In einem Punkt muss man Luther aber tatsächlich dankbar sein: Er setzte den Standpunkt durch, dass der Einzelne ebenfalls direkt mit Gott in Verbindung treten kann und kein, wie bis dahin vom Katholizismus propagiert. Vermittler dazu nötig sei (die Kirche und ihre Vertreter). Deshalb übersetzte er die Bibel - nicht als Erster, sondern als erster komplett - denn nach christlicher Lesart ist die Bibel essentiell für den Kontakt mit Gott. Ergo muss man sie kennen und die meisten Menschen in Deutschland sprachen und sprechen nun einmal kein Latein.

Ironischerweise stellte er damit den Menschen in den Mittelpunkt seiner Überlegungen und propagierte das, was sich mit der Aufklärung durchsetzte: Das Ersetzen des Prinzip Gott durch das Prinzip Mensch. Was nicht heißen soll, dass er wohl nur allzu gern auf die Schriften der späteren Aufklärer gekackt hätte. Aber zuweilen bekommt man sogar mehr, als man wollte.
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rochusthal schrieb daraufhin am 31.10.2017:
sehr schön. danke. und einen schönen feiertag gibts gratis dazu. beste grüße rst
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Graeculus
Kommentar von Graeculus (31.10.2017)
Man sollte diesem Juden- und Bauernfeind nicht soviel Ehre zuteil werden lassen.
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rochusthal äußerte darauf am 01.11.2017:
nein, zuviel ehre nicht, aber die ihm gebührende schon. wir haben alle bis zu tausend seiten, und wenn eine noch in fünfhundert jahren der erwähnung wert wäre, dann könnten wir uns glücklich schätzen. wenn es um sympathie geht, dann bin ich mehr für thomas müntzer, aber wenn es um bleibende leistungen geht, dann kann man an der massiven kritik der katholischen kirche durch luther und seine bibelübersetzung nicht vorbeigehen. aber in jedem fall: danke für deinen besuch.
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EkkehartMittelberg
Kommentar von EkkehartMittelberg (31.10.2017)
Ja, jede Reformation birgt die Gefahr der Deformation.

Doch wenn Luther nur den Ablasshandel unterbunden hätte, wäre er heute noch der Erwähnung wert.
LG
Ekki
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rochusthal ergänzte dazu am 01.11.2017:
das finde ich auch. aber er hat auch noch die bibel übersetzt. vielen dank für deine empfehlung.
beste grüße
rst
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