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#MeToo - Ich bin auf der Suche von Ampelmännchen- Frauen, die ich positiv sexuell belästigen kann - Romanauszug – ICH, Irre in Merkels Deutschland

Groteske zum Thema Allzu Menschliches


von michaelkoehn

#IHave
78
#MeToo

Warum sexuelle Belästigung? Rein damit und Spaß gehabt. Die richtige Religion hilft einem dabei. Ein Priester, der Imam sowieso, ein Richter, falls es strafrechtlich zum Äußersten kommt, der ‘deine‘ Kultur zu würdigen weiß. Und nicht zu vergessen die zahllosen Politiker, die Offenheit für Randgruppen predigen. Dabei bin ich keine Randgruppe, - ich ficke lediglich. Und zwar die, die will. Die aber nicht unbedingt mich wollen. Was mir allerdings Banane ist. Gurke, mit der ich auch beste Erfahrungen habe. ‘Me too‘ brüllen sie. Und beschuldigen diesen und jenen. In Hollywood. Im Bundestag. All die Typen, die in den Fahrstuhl pissen und im Klo eine Nase ziehen. Oder 2. Geheiligt sei dein Name. 

Coco trug zu Blue- Jeans und weißer Bluse rote Gummistiefeletten mit blauen Pünktchenwolken darauf. Brüno, ihr Ex, wohnte im 8ten Stock am Jachthafen von Nizza in der Residenz Marina Baie des Anges. Und als wir ankamen, stand er schon vor dem riesigen Konstrukt, den Hund neben sich, der Coco aber nicht erkannte, so sehr die sich bemühte. Und das blieb bis zum Couscous- Esen so. Bis zum Kaffee mit Pastis 51. Bis zum Sonnenbad auf dem Kies vor der Promenade de Anglais. Und auch noch danach, als Brüno sich in den Porsche setzte und was von deutschem Playboy nuschelte.

„Kaum Musel hier?“ wollte ich wissen.
„Doch, einige“, sagte er, „die gehen hier aber nicht an den Strand.“ – Dabei war es bis zum Anschlag auf der Promenade von Nizza noch Jahre hin. –
„Es gibt eine Hochburg von Fanatikern. Hasspredigern. Und so weiter. Aber zum Glück gibt es auch den Front National“
„Wenn du bei uns was über Muslime sagst, wühlst du im Dreck. Sprich lieber über frei gewordene Slots.“

Am nächsten Tag ging es auf Cocos Wunsch nach Grasse. Ein Traum, dem ich jeden empfehlen kann. Als dem Porsche auf dem Weg zurück nahe Mougins der Motor explodierte.
„Fini!“ Sagte ich Coco. „Ich habe die Schnauze voll von dem Hobel.“ Gang raus. Handbremse los und den Porsche über die Fahrbahn an der Mühle in eine Schlucht voller Pinien abkippen lassen war eins.
„Den findet so schnell keiner!“
„Und wir?“
„Fahren per Daumen!“

Tags drauf meldete ich die Karre bei den Flics in Cannes als gestohlen, setzten wir uns in den Zug nach Marseille, flogen mit Rain Air ‘last Class Holzbank‘ nach Berlin.

Wochen später kassiere ich von der Versicherung ein paar Scheine, die ich mit Coco in der Spielbank Berlin am Roulette verzocke. Immerhin kann und konnte ich vom Amt leben, dass mir in Time abverlangt einen Beton- Poller- Bau an Ali- Baba neuralgischen Plätzen am Park einzuleiten. Freunde, es regnet weiterhin staatlichen Irrsinn und ich bin dabei!

Ich habe alles abgehört und befolgt. Keine Frauen. Kein Alk. Früh ins Bett. Schlaflos. Der Pflicht geschuldet = 20 free Spins! Danke dafür *g

„Und wie war das mit den im Karren steckenden Autoschlüssel?“
„Ich habe der Versicherung den Trick mit den Lackkratzern vertickt.“
„Und?“
„Wenn man daraufhin aus dem Auto springt, um den Kratzer zu erwischen und sein Kumpel die Karre klaut und zu Bruch fährt ist das nur fahrlässig - und sie müssen zahlen.“
„Heftig!“ Lacht Essig. „Du weißt immer einen Ausweg!“

Wenn nicht die Sache mit der Agave wäre, an deren Dornenspitze sich Coco eine ewig blutende Wunde an der Fingerkuppe vom Mittelfinger holte; wodurch meine Gedanken zu Gabriel García Márquez gingen, der an solch einer Verletzung seine Freundin auf einer Autofahrt von Barcelona nach Paris verlor. Erinnerst du dich? 

„Ja“, sagt sie, „es macht mich immer sowas von traurig.“ Und dann weinen wir beide. Und ich lege rote Rosen auf ihr totes Grab. - Nein, das mache ich nicht oft, wenn du mich fragst. Eigentlich nie, bisher. Und es wird mir auch keine Gewohnheit werden. Eher Lilien. Aber auch das ... zeugt von Weichheit, sagt Essig. Und grinst. Dabei bist du doch ein harter Junge und willst den Park übernehmen! Und dann erzählt er noch was von Einbildungskraft und Scharfsinn. Doch ich bring das nicht zusammen. Meine Hirn- Biopsie. Seine Analyse. Alles Krampf in Prosa. Abgrund. Nichts weiter.
„Dafür kassieren Sie aber ganz gut!“ Lästert der vom Amt. Vergisst aber dabei meine Verzweiflung. Das Makabre. Bizarre, in meinem Leben. So wie ich das vom Amt nicht wissen will, deren böse Blumen, die Hass sähen, Verachtung, Rache. Die Krieg rufen. Leute rekrutieren und Waffen verteilen. Die mich benutzen, wie ich dich benutze; du merkst es nur nicht. NOCH nicht! Weil es Menschen wie mich nicht jeden Tag gibt; doch es gibt die. Und die werden mehr. Die atomare Uhr tickt.

04.nov.2017 michaelkoehn

https://www.amazon.de/ICH-Merkels-Deutschland-Michael-K%C3%B6hn-ebook/dp/B075LNWGVX/ref=asap_bc?ie=UTF8


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Kommentare zu diesem Text


Sätzer
Kommentar von Sätzer (04.11.2017)
Bizarre story. LG Uwe
diesen Kommentar melden
michaelkoehn meinte dazu am 04.11.2017:
‘‘Nach 5 Tagen im Entzug wurde Randal auf die normale Abteilung verlegt. Entzug war für ihn wie ein Spaziergang.‘‘ Auszug Sick City ;-)

cu.
thx
l.gr.
Michael :-)
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michaelkoehn
Zur Autorenseite
Veröffentlicht am 04.11.2017, 1 mal überarbeitet (letzte Änderung am 05.11.2017). Dieser Text wurde bereits 201 mal aufgerufen; der letzte Besucher war ein Gast am 18.10.2018.
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