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Sonett zum Thema Flucht/ Vertreibung


von rochusthal

bin ich denn nicht geschickt vom wind
vom alten weisen könig salomo
von meiner mutter, weinend um ihr kind:
geh übers meer, wir werden hier nicht froh

das rote meer gibt nichts mehr her
nur tränen, salz und satt satt not
die luft ist leicht, das leben schwer
kommt zeit und rat und rot der tod

der weg war halb so weit, die zeit
verdoppelt und verdreifacht sich
nichts ist zu wild und nichts zu weit

am ende seid ihr alt und neu bin ich
und fischte aus dem meer mir heiterkeit
und euer dank beschämte mich


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Kommentare zu diesem Text


AZU20
Kommentar von AZU20 (13.11.2017)
Das Sonett ist fast zu schön für das Thema. Und fischte aus dem Meer mir Heiterkeit? LG
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rochusthal meinte dazu am 13.11.2017:
denn sie sind trotzdem heiter
obwohl das meer sie eingetrübt haben könnte

ich danke dir für dein konstruktives lesen
eine schöne woche!
gruß
rst
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Sylvia antwortete darauf am 14.11.2017:
Hallo Rochushal,
mehrmals las ich dein Sonett, gestern ebenfalls. Ich finde es wunderschön, doch die Zuordnung schränkt es ein. Das Erste, was ein Leser sieht ist ja die Überschrift und das Thema. Dein Sonett ist zu vielfältig und tief, finde ich.
LG Sylvia

Antwort geändert am 14.11.2017 um 13:43 Uhr
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rochusthal schrieb daraufhin am 14.11.2017:
hallo sylvia, ich freue mich sehr über dein interesse. aber die zuordnung ist keine einschränkung, das sonett handelt von einem flüchtling. gerne darfst du annehmen, dass wir alle flüchtlinge sind. aber nicht alle können wir uns auf den könig salomo berufen, der dem sonett mit einem berühmten satz zur überschrift verhalf. vielen dank für die empfehlung! beste grüße rst
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