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Leben

Tagebuch zum Thema Lebensbetrachtung


von yggdrasill

Es war ein nebliger kühler Morgen im Wald. Meine Gedanken und ich waren schon seit Stunden wach.
Mit den Füßen fest auf dem matschigen Waldboden, kreiste ich mit ihnen, wie ein Greifvogel, immer wieder um die wichtigen Lebensfragen. Hing jeder von ihnen nach. Drehte und wendete jede Einzelne, analysierte, untersuchte sie von allen Seiten. Lief ihnen naiv nach oder wurde von ihnen gewaltsam fortgeschleppt. Kaute diesen Brei aus Erinnerungen, Zukunftssorgen und Lebensentwürfen immer und immer wieder beharrlich durch, währen ich unbemerkt weiße Wolken in den kalten Januar entließ.
Vorbeistapfend an Bäumen, durch nasses Laub und über dunkle Pfützen bahnte ich mir gedankenverloren meinen Weg durch den Wald.  Bis sich mir unerwartet der Wald, in Form eines tief in den Schlamm gegraben Astes, entgegenstelle. Dieser riss mich aus meinen Gedanken und zwang mich demütig mit den Knien voran auf den schlammigen Waldboden. Meine Hände fingen den Rest des Falles ab und verschwanden tief unter dem Brackwasser der Pfütze vor mir. Dabei klatschte dieses, den Gesetzen der Physik folgend, mir schadenfroh ins Gesicht.
Gott und die Welt verfluchend rappelte ich mich von alle vieren wieder in eine humane aufrechte Stellung auf. Doch dann fing ich an aus tiefster Seele heraus über mich selbst zu Lachen. Ich stand allein im Nebel, des noch jungen Tages, umgeben von kahlen Winterbäumen, an Knien und Händen mit Dreck befleckt und lachte, während mir das Brackwasser dabei vom Gesicht tropfte.
Ich hatte verstanden und werde versuchen mich danach zu richten. Danke.

„Hier ist es, eben jetzt.
Denk darüber nach und du verfehlst es“
-Zen Buddhismus-

 
 

Kommentare zu diesem Text


Graeculus
Kommentar von Graeculus (19.11.2017)
Ob das schon Satori ist, vermag ich nicht zu ermessen.
Für einen Textabschnitt schlage ich die folgenden Änderungen vor:
Doch dann fing ich an, aus tiefster Seele heraus über mich selbst zu lachen. Ich stand allein im Nebel des noch jungen Tages, umgeben von kahlen Winterbäumen, an Knien und Händen mit Dreck befleckt, und lachte, während mir das Brackwasser dabei vom Gesicht tropfte.
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yggdrasill meinte dazu am 20.11.2017:
Nein lieber Graeculus, davon bin ich meines ermessen nach, noch Lichtjahre davon entfernt. Aber es war eine Erfahrung :-)
Vielen Dank für deinen Kommentar!
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Dieter_Rotmund antwortete darauf am 20.11.2017:
"Schalm"? Wer ist das?

Hier muss ein vollständiger Akkusativ hin:
"Gott und die Welt verfluchend rappelte ich mich von alle vieren..."

Unsicher bin ich, ob man "vieren" nicht groß schreiben müsste. Wer kann helfen?
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yggdrasill schrieb daraufhin am 20.11.2017:
Danke für die Korrektur!
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Dieter_Rotmund äußerte darauf am 20.11.2017:
Bitte, gern geschehen. Wird sie auch eingearbeitet?

Habe inzwischen "Schalm" im Duden gefunden. Bin ich der einzige Mensch, der das nicht kennt?
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Kommentar von mountains (36) (20.11.2017)
Dieser Kommentar ist nur für eingeloggte Benutzer lesbar.
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yggdrasill ergänzte dazu am 20.11.2017:
Danke für deinen Kommentar!

Ich denke das Zitat passt gut zum Inhalt. Denn wie oft verpasse ich den das Leben, in dem ich über es nachdenke? Wie oft rühre ich im Gedanken in der Vergangenheit oder grüble über zukünftiges? Das Leben findet aber hier in diesen Moment statt aber ich bin mit meiner Aufmerksamkeit/Gedanken oft ganz woanders. Ich finde es fasst den Kern der Geschichte am Ende nochmals zusammen.

Und ich hasse Gummistiefel :-)
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mountains (36) meinte dazu am 20.11.2017:
Diese Kommentarantwort ist nur für eingeloggte Benutzer lesbar.
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yggdrasill meinte dazu am 22.11.2017:
Ja ist sozusagen eine wahre Begebenheit. Ja und da gebe ich dir recht, es wahr mehr Schlamm als schlimm daran :-)

Ja Gummistiefel mag ich echt nicht, lieber gescheite Wanderstiefel

Antwort geändert am 22.11.2017 um 15:12 Uhr
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TrekanBelluvitsh
Kommentar von TrekanBelluvitsh (20.11.2017)
princess
Kommentar von princess (22.11.2017)
Hallo yggdrasill,

solche Pfützen braucht der Mensch. :-)

Mir gefällt deine Erzählung. Sprachlich und inhaltlich.

Liebe Grüße
princess
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yggdrasill meinte dazu am 22.11.2017:
Vielen Dank Princess :-)
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Veröffentlicht am 19.11.2017, 1 mal überarbeitet (letzte Änderung am 03.12.2017). Dieser Text wurde bereits 282 mal aufgerufen; der letzte Besucher war ein Gast am 16.09.2018.
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