Attacke der Leichten Brigade

Gedicht

von  Rothenfels

Es schoss wie ein Pfeil,
die Leichte Brigade
als spitzer Keil
in tapferer Gnade
dem Ziel entgegen,
den Blick verwegen,
noch ferne die Batterie!

So oft war's geträumt!
So oft sie bewegt,
die Rosse gezäumt,
kein Zweifel gehegt:
Wie würde es enden?
Was würde sich wenden?
Keiner frage sich: wie.

Zu drohenden Rohren,
und donnerndem Blitzen,
flogen die Toren
in festen Sitzen
nur frei über's Feld,
dahingestellt,
der Stolz der Kompagnie!

Im Schirm der Geschosse
bei blitzendem Licht
fallen die Rosse,
der Keil zerbricht,
am Ende: fall' oder flieh!

Von Sturm und Gefauche,
blieb nur ein Hauche,
der strich die Batterie.

Eigentlich schade,
um die Leichte Brigade,

die tapfer stürmte wie nie.


Anmerkung von Rothenfels:

Da es durchaus erstaunliche Ähnlichkeiten gibt: ich habe das Gedicht von Tennyson und die Übersetzung von Fontane erst im Nachgang gefunden.

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Kommentare zu diesem Text

Graeculus (69)
(21.11.17)
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 Rothenfels meinte dazu am 21.11.17:
Stimmt, das sollte strich heißen. Danke.
Graeculus (69) antwortete darauf am 21.11.17:
Diese Antwort ist nur für eingeloggte Benutzer lesbar.

 Rothenfels schrieb daraufhin am 21.11.17:
Ach, wenn der Befehl richtig angekommen wäre und die Jungs nicht auf die völlig falsche Stellung losgeritten wären, eigentlich ganz sinnvoll. Nur waren die Russen eben gut aufgestellt in Balaklawa.
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