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Vom Bibelschulvirus erfasstInhaltsverzeichnisEin Ende mit Schrecken

Im Zug nach Heidelberg

Erzählung zum Thema Glaube


von Bluebird

Die ersten vier Monate waren vorüber und alles freute sich nun auf die Weihnachtsferien. Meine persönliche Bilanz fiel im Prinzip ganz gut aus, denn das lernen machte mir Spaß und demzufolge waren auch die schulischen Leistungen ganz gut. 
    Mit den Lehrern und meinen Mitschülern verstand ich mich - oberflächlich betrachtet - ganz gut, wenn auch zu    einigen Jungs aus der Mittelstufe eine gewisse Distanz erkennbar war.  Aber man muss sich ja auch nicht mit jedem gut verstehen.

Dieses Mal blieb ich zehn Tage, also die gesamten Weihnachtsferien, bei Hubert in St. Tönis, und auch Sven quartierte sich für ein paar Tage dort ein.  Es war eine recht glückliche unbeschwerte Zeit, obwohl ich schon gelegentlich an Vilja dachte. Aber ich sprach mit niemanden drüber. Die Sache konnte sich eh nur vor Ort klären.
    Neujahr war vorbei und ich musste  zurück auf die Bibelschule. In der Nacht vor meiner Rückreise hatte ich einen Traum.  Ich sah mich einen Gottesdienstraum betreten und auf einmal begann ich ganz laut zu singen: „Ich hab` mein Herz in Heidelberg verloren!“
    Ich wachte auf und wunderte mich über  Klarheit und Inhalt des Traumes. Das war kein üblicher Traum. Seltsam, dachte ich, schlief dann aber  wieder ein.  Am Morgen besuchte ich  einen Gottesdienst  und fuhr dann am Nachmittag in einen Regionalzug gen Süden Richtung Bibelschule.

In Koblenz musste ich umsteigen, hatte aber ich die Gleisnummer  vergessen. So ging ich zur nächst gelegenen Anzeigetafel und fragte, da die Zeit drängte, ein junges Pärchen "Entschuldigung, der Zug nach Darmstadt. Auf welchem Gleis fährt der ab?“ Der junge Mann schaute kurz auf den Fahrplan und sagte:: „Von Gleis 1!“
  Ich hechtete die Treppe hoch und stieg in den schon Abfahrt bereiten Zug. In einem Großraumabteil fand ich einen Platz und lehnte mich dort entspannt zurück. Der Zug fuhr los und ich döste ein.
   
Nach einiger Zeit wachte ich wieder auf und wunderte mich über das hohe Tempo des Zuges. So schnell fuhren Regionalzüge in der Regel nicht. Ich schaute aus dem Fenster, aber wegen der Dunkelheit war dort nichts zu erkennen
    Als der Zug  die nächsten zehn Minuten nicht hielt, wurde ich endgültig stutzig. Irgendetwas stimmte nicht. Plötzlich  sah ich auf einem anderen Sitz ein Zugprospekt liegen. Ich  schlug es auf und erschrak:  Ich saß im ICE nach Basel. Nächste Station Mannheim, dann Heidelberg!
    Heidelberg! Ich war in den falschen Zug gestiegen! Oder doch in den "Richtigen"? Denn schlagartig war mir mein Traum aus der Nacht wieder eingefallen! Einen Moment lang überlegte ich, ob ich in Mannheim aussteigen und umkehren sollte. Dann entschied mich dann aber doch anders!
    Jetzt wollte ich es auch wissen, ob und was an der Sache mit Heidelberg  dran war. Das ich ohne ein gültiges Ticket im Zug saß, nahm ich dafür billigend in Kauf. Ich hatte eh kein Geld dabei und war nicht absichtlich in den falschen Zug gestiegen. Tatsächlich hatte ich Glück und es kam kein Kontrolleur bis Heidelberg vorbei.

Dort angekommen, schaute mich erst einmal suchend im Bahnhof um. Am oberen Ende einer Bahnsteigtreppe sah ich einen jungen Mann mit einer Reisetasche stehen. Plötzlich hatte ich den inneren Eindruck: Der ist es! Wegen dem bin ich hier! Ich wurde ganz aufgeregt. Aber wie sollte ich es  anstellen, mit ihm ins Gespräch zu kommen? Ich stellte mich etwas abseits und begann zu beten.
    Nach einigen Momenten kam mir auf einmal das Wort "Selbstmord" in den Sinn. Bestürzt hielt ich inne. Hatte der Mann etwa vor sich umzubringen? Unschlüssig ging ich ein paar Schritte umher,  dann ging zu ihm hinüber.  "Hallo", sagte ich. "Darf ich dir mal eine Frage stellen?" Er blickte mich erstaunt an und sagte dann: "Nur zu! " Ich holte tief Luft und fragte dann: "Kann es sein, dass du dich umbringen willst?"
        Erneut der erstaunte Blick, dann brach er in ein seltsames Lachen aus.  Dann sagte er: "Ich bin doch nicht bescheuert. Mein Bruder hat sich vor einiger Zeit umgebracht..... Außerdem  bin ich Elitekämpfer in einer kanadischen Einheit. Da haben sich in den letzten zwei Monaten fünf Leute umgebracht, wegen der Härte der Ausbildung! Nee, das würde ich bestimmt nicht tun!"  Volltreffer, dachte ich, und fragte nach. Der junge Mann begann zu erzählen.
    Irgendwann stoppte er und ich  erhielt  Gelegenheit, ihm  etwas über meinen Glauben an Jesus zu erzählen. Er hörte zu ohne sonderlich beeindruckt zu sein. Aber dies war mir im Prinzip auch egal. Ich hatte meine "Mission" erfüllt und vielleicht würde er ja sich zu einem späteren Zeitpunkt an unsere Begegnung und meine Worte wieder erinnern.

Nachdem wir uns voneinander verabschiedet hatten, überlegte ich, ob ich vielleicht noch in die Stadt hineingehen sollte. Letztlich nahm ich dann aber doch Abstand davon. Es war schon nach 23 Uhr und der Tag begann auf der Bibelschule früh. Außerdem hatte ich ja, wie schon erwähnt, kein Geld bei mir.
    Heute denke ich, dass ich damals die Nacht  ruhig hätte durchmachen und mir Heidelberg anschauen sollen. Pflichtgefühl hin oder her! So stieg ich in den nächsten Regionalzug, in der Hoffnung, dass kein Kontrolleur kommen würde. Was dann  tatsächlich erneut nicht geschah.
   
Als ich gegen Mitternacht an der Bibelschule ankam, machte ich mir ein wenig Sorgen. Normalerweise war um 22 Uhr Bettruhe. Aber ich hatte Glück. Im Aufenthaltsraum brannte noch Licht. Ich klopfte an die Scheibe und wenig später öffnete mir ein Mitstudent.
        "Wo kommst du denn so spät her?", fragte er mich. "Direkt aus dem schönen Heidelberg," antwortete ich. "Leider habe ich aber nicht viel davon gesehen. Aber das ist eine längere Geschichte." Ich nickte ihm noch kurz zu und begab mich dann auf mein Zimmer.

Anmerkung von Bluebird:

Folge 77 meiner autobiografischen Erzählung (1985 -...)



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Kommentare zu diesem Text


Kommentar von Graeculus (69) (12.12.2017)
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Sanchina meinte dazu am 12.12.2017:
köstlicher Kommi!
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Graeculus (69) antwortete darauf am 12.12.2017:
Diese Kommentarantwort ist nur für eingeloggte Benutzer lesbar.
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Bluebird schrieb daraufhin am 13.12.2017:
Der Herr vermag durch viel oder wenig zu helfen (1.Samuel 14)
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Graeculus (69) äußerte darauf am 13.12.2017:
Diese Kommentarantwort ist nur für eingeloggte Benutzer lesbar.
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Dieter_Rotmund
Kommentar von Dieter_Rotmund (12.12.2017)
"dei Bibelschul" - Schön, bitte mehr auf badisch schreiben!
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Vom Bibelschulvirus erfasstInhaltsverzeichnisEin Ende mit Schrecken
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Dies ist ein Abschnitt des mehrteiligen Textes Meine Abenteuer und Leiden in der Nachfolge Jesu.
Veröffentlicht am 12.12.2017, 6 mal überarbeitet (letzte Änderung am 12.12.2018). Textlänge: 919 Wörter; dieser Text wurde bereits 238 mal aufgerufen; der letzte Besucher war ein Gast am 03.02.2020.
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