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Eine afrikanische Dämonenmaske

Erzählung zum Thema Glaube


von Bluebird

Donnerstag nachmittags war auf der Bibelschule immer Aufräum- und Putztag. Alle Bibelschüler hatten sich daran zu beteiligen und  entweder eine Aufgabe in dem Hauptgebäude oder auf dem Gelände zu verrichten. Einmal war ich zusammen mit Uwe, einem Klassenkameraden,  im Garten des Bibelschuldirektors eingeteilt worden..
Wir hatten gerade  eine kleine Pause eingelegt, als plötzlich Uwe seinen Arm ausstreckte  und in Richtung eines alten Schuppens wies: „Schau mal, was da hängt!“ Ich schärfte meinen Blick und sagte: „Sieht aus wie so eine afrikanische Toten-Maske! Das der Brüder Krüger sich so etwas hier hinhängt !? Komm, das schauen wir uns mal etwas genauer an.“
    Als wir dann vor dem Schuppen standen, waren wir schon ein wenig geschockt. Dort hing eine Art Dämonen-Fratze. „Nein“, sagte ich, „das ist nicht in Ordnung. Ich denke, wir sollten da mal mit Bruder Krüger drüber reden.

Der kam dann auch tatsächlich wenig später vorbei, um nach dem rechten zu schauen. „Da seid ihr ja schon gut vorangekommen“, lobte er. Ich nutzte den günstigen Moment und sagte: „Bruder Krüger, wir haben da vorhin die Maske am Schuppen hängen gesehen. Ist das nicht ein bisschen gefährlich? Ich meine, dass man damit den Dämonen vielleicht  gewisse Anrechte einräumt … Thema Okkulte Belastung, und so!“
    Er schaute mich überrascht an und sagte dann: „Nein, nein, dass ist nur ein Andenken von einem Afrikaurlaub. Völlig harmlos! Macht euch da mal keine Sorgen!“ Und damit war das Thema für ihn erledigt. Wenig später verließ er uns wieder!
    „Nein“, sagte ich zu Uwe, „das ist nicht in Ordnung! Er unterschätzt den Einfluss solcher Dinge! Ich habe früher mal Spiritismus betrieben ... mit solchen Dingen ist nicht zu spaßen !“ Uwe nickte und sagte: „Komm, lass uns beten, dass der Herr ihm die Augen öffnen möge!“

Etwa eine Stunde später tauchte Bruder Krüger zusammen mit seinem 6-jährigen Sohn wieder im Garten auf. Wir zeigten ihm unsere ausgeführten Arbeit und er nickte zustimmend: „Gute Arbeit! Ich danke euch!“
    In dem Moment, wir standen gerade in der Nähe des Schuppens, zeigte der Sohn auf die Maske. „Papa, die macht mir Angst!
    Uwe und ich trauten unseren Ohren nicht und auch Bruder Krüger blickte  etwas irritiert: „Aber das ist doch nur eine Maske. Da brauchst du doch keine Angst zu haben.“ Aber der Junge blieb stur: „Nein, sie macht mir Angst. Die soll weg!“
    Während Bruder ratlos zwischen Sohn und Maske hin- und herschaute, nutzte ich die günstige Gelegenheit und sagte: „Das ist kein Problem, Bruder Krüger,  wir müssen gleich eh noch gleich ein paar Äste verbrennen. Da können wir die Maske gleich mit ins Feuer werfen.“ Er zögerte einen Moment . Dann sagte er: „Na meinetwegen!“

„Wow,“, sagte Uwe wenig später, als wir wieder alleine waren und die Maske im Feuer verbrannte., „wie schnell Gott auf unser Gebet reagiert hat.“ Ich lachte: „Ja, erstaunlich! Wollen mal hoffen, dass, Bruder Krüger  jetzt  begriffen hat, dass hinter solchen Masken manchmal etwas mehr steckt als nur eine schöne Urlaubserinnerung!“
  Für mich selber dachte ich: Erstaunlich, dass ein so glänzender Bibellehrer und echter Mann Gottes solche Schwachpunkte hat!

Anmerkung von Bluebird:

Folge 80 meiner autobiografischen Erzählung (1985 -...)



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Dies ist ein Abschnitt des mehrteiligen Textes Meine Abenteuer und Leiden in der Nachfolge Jesu.
Veröffentlicht am 19.12.2017, 2 mal überarbeitet (letzte Änderung am 12.12.2018). Textlänge: 504 Wörter; dieser Text wurde bereits 179 mal aufgerufen; der letzte Besucher war ein Gast am 03.12.2019.
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