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Der Leibhaftige

Text zum Thema Erwachen


von Marjolaine

Der Teufel lebt da unten in der Hölle, sagten sie. Ich war vier und starrte ängstlich auf das Loch in Großmutters Parkett.
Vielleicht würde seine Hand hervorschnellen und mich packen.
Der liebe Gott ist im Himmel, sagten sie. Ich sah nach oben und betete, dass der Teufel nicht hervorkäme. Aber er kam. Er hatte die Fähigkeit, seine Gestalt zu ändern und verschiedene Masken zu tragen. Irgendwann hörte ich auf, nach oben und unten zu sehen.
Ich lernte, dass der Teufel neben und in mir lebt, als er sich das Gesicht von Papa zulegte.

 
 

Kommentare zu diesem Text


Isaban
Kommentar von Isaban (31.12.2017)
Ein Text, den man sich ob des Themas kaum zu kommentieren traut.

Der Text ist - so kurz er auch ist - ungeheuer eindringlich. Er ist so konstruiert, dass man kein Wort mehr lesen möchte, man will gar nicht wissen, wie es weitergeht, der letzte Satz schwingt lange nach.

Ein gut konstruierter Text, der mir viel zu lang im Kopf bleiben wird.

LG Isaban
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Marjolaine meinte dazu am 01.01.2018:
Hallo Isaban, vielen Dank für die positive Rückmeldung!

Liebe Grüße

Marjolaine
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Kommentar von niemand (31.12.2017)
Der Text ist gut, weil er nicht auswalzt, sondern nur andeutet.
Das Gesicht des Teufels, welcher Papas Gesicht annahm, kann von relativ harmlos [nur angstbedingt, weil Vater streng war] bis hin zum Schlimmsten gedeutet werden. Und jeder kann es nach seiner Facon, seinen Kindheitserlebnissen, tun. Ich finde es sehr gelungen.
LG niemand
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Marjolaine antwortete darauf am 01.01.2018:
Hallo niemand, herzlichen Dank, freut mich sehr, dass dich der Text positiv anspricht. Der Titel könnte auf ein bestimmtes Thema hinweisen, aber nicht zwingend.

Liebe Grüße ins Neue Jahr

Marjolaine
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EkkehartMittelberg
Kommentar von EkkehartMittelberg (31.12.2017)
Ich möchte diesen Text als Kurztext des Tages empfehlen. Mit jedem Wort mehr würde er seine Prägnanz verlieren.
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Judas schrieb daraufhin am 31.12.2017:
Geht nicht, ist zu lang für die Kriterien.
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Marjolaine äußerte darauf am 01.01.2018:
Vielen Dank und einen Neujahrsgruß

Marjolaine
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idioma
Kommentar von idioma (31.12.2017)
Ich unterschreibe/unterstreiche die vorhergehenden Kommentare.

Das Teuflische existiert in und neben uns.
Das beweist dieser Text so eklatant und grauenhaft wie leider auch unendlich viele andere Fakten und Geschehnisse auf der Welt.

Bedenkenswert finde ich die logische Umkehrung :
Das Göttliche existiert in und neben uns und möchte ebenso
im wahrsten Sinn des Worts wahrgenommen werden................
trotz allem auch im Neuen Jahr 2018 und weiterhin....................
idi
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Marjolaine ergänzte dazu am 02.01.2018:
Danke für den Kommentar, idi.

Auch für dich ein ein gutes Neues Jahr!
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Graeculus
Kommentar von Graeculus (31.12.2017)
Gut geschriebener kurzer Text. Der Schlußsatz läßt einen stocken.
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Marjolaine meinte dazu am 02.01.2018:
Leider öfter Realität, als wir ahnen. Vielen Dank!
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princess
Kommentar von princess (31.12.2017)
Hallo Marjolaine,

ein Erwachen zwischen Himmel und Hölle kann sehr beklemmend sein. Dein Text ist es auch.

Liebe Grüße
princess
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Marjolaine meinte dazu am 02.01.2018:
Liebe princess, ich bedanke mich. Zum Glück gibt es zwischen Himmel und Hölle viel Raum! ;)

Liebe Grüße

Marjolaine
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Kommentar von Soshura (31.12.2017)
Verzeih, ich nenne es für mich Sackgassenliteratur. So lasse ich das Lyrich dort, wo es mich hingeführt hat. Ich entschuldige mich, dass ich nicht weiterdenke. Ich bin auch Papa. ;-)
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Marjolaine meinte dazu am 02.01.2018:
Ich glaube, die Sackgassen befinden sich im eigenen Kopf.

Danke fürs Reinschauen!
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Soshura meinte dazu am 02.01.2018:
Ja.

Gern. :-)
diese Antwort melden
AlmÖhi
Kommentar von AlmÖhi (31.12.2017)
Eine seiner bevorzugten Gestalten.
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Martina meinte dazu am 31.12.2017:
Ein wenig kenn ich das...ja. Der Teufel und Gott...sie haben die Fähigkeit überall zu sein...vielleicht auch manchmal in einer Person....Möglich ist alles. Gut beschrieben, doch sollte man den Teufel nicht unbedingt in diesen Personen entdecken müssen, die eigentlich zu unserem Schutze da sind.
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Marjolaine meinte dazu am 02.01.2018:
Ja, leider spielen sich die meisten Szenen im Verwandtenkreis ab bezüglich der Themen Misshandlung, Missbrauch etc.

Danke und liebe Grüße

Marjolaine
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WernerBaumgarten
Kommentar von WernerBaumgarten (03.01.2018)
Autsch, es ist eine furchtbare Sache wenn derlei Dinge geschehen. :( Mit vier!

Als Vater empfinde ich ein völliges Unverständnis über Väter, die so handeln.

Meiner Meinung nach gehören Menschen die Kinder misshandeln lange ins Gefängnis und weggesperrt.
diesen Kommentar melden
Marjolaine meinte dazu am 03.01.2018:
Hallo Werner,
das Kind muss nicht zwingend 4 gewesen sein, aber bis dahin geht wohl seine Erinnerung zurück. Aber möglich ist alles, selbst Babys werden sexuell missbraucht.
Das Problem ist, dass solche Taten innerhalb des Familienkreises oft totgeschwiegen werden, aus Scham, Angst oder einfach, um das gewohnte Leben fortsetzen zu können. Manchmal ist das Trauma so heftig, dass die Kinder das Geschehene abspalten und es wird keine Erinnerung zugelassen. Da das Unterbewusstsein aber Bescheid weiß, entsteht ein aussichtsloser Kampf, denn was ich nicht erinnern kann, kann ich auch nicht verarbeiten. Das ist erst möglich, wenn das Geschehen ins Bewusstsein tritt und das kann Jahrzehnte dauern.
Danke für deinen Kommentar und Grüße
Marjolaine

Antwort geändert am 03.01.2018 um 08:50 Uhr
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Dieter Wal
Kommentar von Dieter Wal (03.01.2018)
Gut gemachter Kurztext. Las jüngst unserem Kind auf ihre Wünsche Grimms "Des Teufels drei goldene Haare" und "Der Wolf und die sieben Geißlein" vor. Danach kam es für mich zu einem denkwürdigen Gespräch. Sie fragte nach dem Teufel. Ich erzählte, dass die christliche Vorstellung vom Teufel der im Märchen ähnelt. Sie wollte wissen, ob es ihn gibt. Ich meinte, dass ja, aber nicht so, wie wir ihn uns vorstellen. Der Wolf im anderen Märchen steht im Prinzip auch für das Böse oder den Teufel. Das Böse bringt den Tod, vernichtet und missbraucht. Es begegnet uns in vielen verschiedenen Formen überall im Leben. Viele wirken überhaupt nicht wie in Märchen, sondern sind im Alltag. Dann fragte sie, ob es Gott gäbe oder der auch wie in meinem Erklärungsversuch für Geister nur von unserem Gehirn produziert würde. Ich meinte, dass ja und ich hätte damit Erfahrungen.

Kommentar geändert am 03.01.2018 um 08:58 Uhr
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Marjolaine meinte dazu am 12.01.2018:
Hallo Dieter, vielen dank für den ausführlichen Kommentar.
Dein Kind kann sich glücklich schätzen, einen Vater zu haben, der auf seine Fragen eingeht. Alles Gute euch beiden und LG

Marjolaine
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sandfarben
Kommentar von sandfarben (04.01.2018)
Gerade weil hier nichts und alles gesagt wird: klasse!
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Marjolaine meinte dazu am 12.01.2018:
Danke für das Lob, liebe Christa.

LG

Marjolaine
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