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Gewalt

Text zum Thema Allzu Menschliches


von SKARA666

Gewalt als Reaktion auf das Schlechte in seinem Inneren. Was kann damit gemeint sein? Ist jemand ein schlechter Mensch, weil er nicht mit Geld umgehen kann, sich dauernd verschuldet, dadurch keine Freunde und auch keine finanziellen Möglichkeiten hat, sich nicht genauso frei bewegen kann, wie der Nachbar, der mit Auto, Haus und zwei guten Einkommen strahlt? In den meisten westlichen Ländern gilt, jeder ist seines eigenen Schicksals Schmied. Ergo, jeder hat sich seinen Beruf, wo man wohnt, auch sein soziales Umfeld selbst ausgesucht. Da dem so sein muss, kann natürlich auch ein Kreditinstitut eine bestimmte Summe bewilligen, aber auch ablehnen, nur Anhand der Wohnlage und den damit zusammenhängenden sozialen Umfeld. Darf nun aber ein Gericht auf Wohnlage und Beruf Rücksicht nehmen? Die Antwort lautet schlicht und einfach „Ja“. So passiert in einem Berliner Gerichtshof. Ein bereits mehrfach vorbestrafter Schläger, gerade erst achtzehn Jahre jung, wurde für eine Gewalttat, bei dem das Opfer fast starb, auf Bewährung aus dem Gericht entlassen. Die Erklärung dazu. Der Täter befindet sich zur Zeit im Abitur und steht kurz vor den Prüfungen. Ihm jetzt die Zukunft zu verbauen, hielt das Gericht für unangemessen. Dazu kommt, dass der Täter in einem stabilen sozialen Umfeld lebt. Ich könnte dies genauer erklären, aber ich denke, die meisten Leser verstehen, was der Richter meint. Wie dem Opfer geholfen wurde, kann ich hier nicht schreiben, weil ich es nicht weiß.
Natürlich gibt es auch Menschen, die gerne ihre Vergangenheit, also schlechte Erlebnisse in der Kindheit für ihre gewalttätige Persönlichkeit verantwortlich machen. Zumindest gibt es auch hier etwaige Rechtssprüche, die ich persönlich als eine zusätzliche Schelle gegen das Opfer empfinde. Wenn man in der Zeitung liest, dass ein Täter anstatt Haft, auf Bewährung entlassen wird, weil er in seiner Jugend selbst Schläge erfahren hat, gibt es mir zu Denken. Wenn man sich einmal die Mühe macht und sich traut, und in seinem Freundeskreis nach deren Kindheit fragt, werden nur ganz wenige sagen, dass ihre problemlos war, geradezu perfekt. Das würde bedeuten, dass fast jede unserer Bekanntschaften Gewaltbereit ist. Natürlich ist dem nicht so. Dennoch gibt es Gerichtsbarkeiten, die diesen Aspekt beim Urteil berücksichtigen.
Und was ist nun mit politisch motivierter Gewalt? Zumindest wird oft die `Flüchtlingskrise` für rechte Gewalt verantwortlich gemacht. Dabei richten sich die meisten Gewalttaten von Skinheads und Neonazis gegen das eigene Volk. Gewaltauslöser sind weniger Worte, sondern eher die Kleidung, die Frisur, aber auch, dass sich das Opfer zur falschen Zeit am falschen Ort aufhält. Diese Form der Gewalt ist deshalb so arg, weil sie unvermittelt geschieht, oft mit schwerer Körperverletzung endet. Es sind nicht einzelne Täter, sondern oft Gruppen, und unser Rechtssystem stößt bei den Ermittlungen dann an seine Grenzen. Wer hat wann, wie und womit zugeschlagen? Eine politisch motivierte Gewalttat, bei der Kindheit sowie die sozialen Verhältnisse von jedem der Täter im Urteil berücksichtigt werden. Diese brutalen Menschen können nach dem Rechtsspruch mit ihrer menschenverachtenden Ideologie weiter machen, sogar noch für ihre Meinung werben, sogar eine Partei Gründen.
Es wird jetzt Leser geben, die mich daran erinnern wollen, dass ich die linksradikale Gewalt vergessen habe. Nein, das habe ich nicht! Linke Gewalt tritt oft an besonderen politischen Zusammenkünften von unseren Staatsoberhäuptern auf. Diese Gewalt richtet sich dann gegen Polizisten und privates Eigentum. Das letzte Mal beim G20 Gipfel. Es gibt für diese Gewalt keine Rechtfertigung, denn auch Polizisten haben Familie, und für das Eigentum hat jemand hart arbeiten müssen. Kann man diese Gewalt jedoch mit rechtsradikaler Gewalt vergleichen? Ich persönlich tue dies nicht!
Ich selbst wurde Opfer einer rechten Gewalttat, lag im Krankenhaus und habe ernsthaft überlegt, ob ich dieses Thema niederschreibe. Es hat weniger mit Mut zu tun, als mehr mit Angst, Schlaflosigkeit und Wut. Heute hab ich mich dazu entschieden, in der Hoffnung es besser verarbeiten zu können. Nun warte ich auf die Einladung zur Aussage bei der Polizei, die bereits am Tatabend die Anzeige aufnahm. In meinem Fall ist die Sachlage klar, dennoch weiß ich, dass die Gerichtsbarkeit darauf achten wird, dass der Täter eine gerechte Strafe erhalten wird. Nach Berücksichtigung seiner sozialen Verhältnisse, der schweren Kindheit und dem Freundeskreis. Das der Täter ein bekannter, vorbestrafter Nazi ist, wird unter den Tisch fallen.

 
 

Kommentare zu diesem Text


TrekanBelluvitsh
Kommentar von TrekanBelluvitsh (07.01.2018)
Obwohl du dich bemühst zu reflektieren, zeigt dein Text, dass Opfer keine guten Richter sind.
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SKARA666 meinte dazu am 10.01.2018:
Wie sollten sie auch?
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SKARA666
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Veröffentlicht am 04.01.2018. Textlänge: 690 Wörter; dieser Text wurde bereits 173 mal aufgerufen; der letzte Besucher war ein Gast am 23.06.2019.
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