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Aufschrei

Short Story zum Thema Trauma


von Stelzie

Er liegt schon eine Weile wach und wagt noch immer nicht, sich zu bewegen.  Obwohl er seinen Arm fast nicht mehr spüren kann und ihre Haare an seiner Nase kitzeln. Stefanie hat ihren Kopf auf seiner Schulter und atmet gleichmäßig. Sie wird noch eine Weile so liegenbleiben. Das war in den vorhergehenden Nächten so und so wird es weitergehen. Manchmal ist wochenlang Ruhe, dann wieder folgen Nacht für Nacht diese Schreie. Nicht immer kann sie sich früh erinnern. Sie hatten bis jetzt nur einmal darüber gesprochen.
"Ich habe Angst.." hatte sie damals zu ihm gesagt.
"Wovor?"
"Ich weiß nicht."
Er weiß es. Er weiß, dass es Dinge gibt, die man nicht benennen kann. Auch er hatte diesen Verlust erlitten, der sie in diesen Nächten aufschreien lässt. Vielleicht kann er irgendwann auch einmal schwach sein und Trost suchen.
Vielleicht.

 
 

Kommentare zu diesem Text


Kommentar von NimbusII (42) (10.01.2018)
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Stelzie meinte dazu am 10.01.2018:
Manchmal sollten wir uns eher Gedanken um die starken Menschen machen. Die, an deren Schulter wir uns anlehnen können. Die niemals Schwäche zeigen. Was, wenn die uns plötzlich wegbrechen?
Danke auch fürs Empfehlen und liebe Grüße
Kerstin
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NimbusII (42) antwortete darauf am 10.01.2018:
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Annabell
Kommentar von Annabell (10.01.2018)
Sehr schön geschrieben, liebe Kerstin. Gern gelesen.
LG Annabell
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Stelzie schrieb daraufhin am 10.01.2018:
Das freut mich sehr. Dank dir auch fürs Empfehlen.
Liebe Grüße
Kerstin
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Festil (59) äußerte darauf am 10.01.2018:
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Stelzie ergänzte dazu am 11.01.2018:
Das freut mich natürlich auch sehr
Danke auch fürs Empfehlen und Favorisieren und überhaupt...
Liebe Grüße
Kerstin
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Sylvia
Kommentar von Sylvia (10.01.2018)
Hallo Kerstin,
ich lese einen stummen Aufschrei des Lyr Er, der für sie da ist und selbst kämpfen muss.
Eine innige Verbindung, die versucht Narben zu nähen, hast du beschrieben und zwar gut
LG Sylvia.
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Stelzie meinte dazu am 10.01.2018:
Wenn starke Menschen "umfallen" braucht es oft mehr als nur eine starke Schulter. Deswegen sollten wir auch ab und zu ein Auge auf sie haben.
Schön, dass du meinen kleinen Text genauso verstanden hast, wie er gemeint war.
Danke auch fürs Empfehlen
Liebe Grüße
Kerstin
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EkkehartMittelberg
Kommentar von EkkehartMittelberg (10.01.2018)
Hallo Kerstin,
es dauert lange. Aber wenn man die Dinge trotz der Angst benennt, sind sie nicht mehr so bedrohlich.
LG
Ekki
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Stelzie meinte dazu am 11.01.2018:
Das ist sehr wahr, lieber Ekki.
Vielen Dank und einen lieben Gruß,
Kerstin.
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AZU20 meinte dazu am 11.01.2018:
Ekki kann ich mich nur anschließen. LG
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Stelzie meinte dazu am 11.01.2018:
Auch dir vielen Dank
Liebe Grüße
Kerstin
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