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wasserstand

Sonett zum Thema Leben/Tod


von rochusthal

das jahr versinkt in finsternissen
die sonne wärmt den nassen mond
das leben lässt sich nicht mehr wissen
die straße bricht auf der sonst niemand wohnt

was sagt uns heute das gewissen
dass wüstensand zu sieben lohnt
dass tod trotz lachen und trotz küssen
die liebe nicht und nicht das mittelmaß verschont

erschüttert von der stärke unsres bebens
fast jedes wort war kalt und knall
und fehlbilanz des nehmens und des gebens

pfeilschnell das kanu unsres lebens
treibt auf das licht und trifft den wasserfall
so vieles war verwünscht und doch vergebens


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Kommentare zu diesem Text


Isaban
Kommentar von Isaban (26.01.2018)
Hallo rochusthal,

bei diesem Sonett mag ich die Bilder sehr.

Es lässt sich allerdings aufgrund des wenig homogenen Versmaßes und der metrischen Brüche (z.B. in S3 V2/3 beim "pfeilschnell und beim eigentlich betonten "treibt", das in deinem Text an unbetonter Stelle steht) und der Auslassung (da fehlt in S2, V2 das "sich" vor oder nach "Wüstensand") nur schwer melodisch lesen.

In den Terzetten fehlt mir ein sinnverbindendes Verb, beziehungsweise der Satzzusammenhang.

erschüttert von der stärke unsres bebens
fast jedes wort war kalt und knall
und fehlbilanz des nehmens und des gebens

pfeilschnell das kanu unsres lebens
treibt auf das licht und trifft den wasserfall
so vieles war verwünscht und doch vergebens


Liebe Grüße

Sabine

Kommentar geändert am 26.01.2018 um 22:09 Uhr
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rochusthal meinte dazu am 27.01.2018:
hallo sabine,
vielen dank für deinen konstruktiven kommentar
da fehlt ein fragezeichen und ein zweites
da ich aber keine zeichen setze
(weil ich auch glaube, dass wir ohne verkehrszeichen
besser führen, glaube ich auch, dass wir ohne kommas
besser läsen, aber nur in lyrik)
die terzette stelle ich mir als fragmentarische einzelsätze vor
rhythmisch soll es prosa sein
(da stammelt einer letzte? sätze)
[alles gedacht, aber ob es gut ist?]
beste grüße
rochus

Antwort geändert am 27.01.2018 um 00:04 Uhr
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rochusthal antwortete darauf am 27.01.2018:
Ich finde es völlig angenehm, wenn Kollegen und Freunde ihre Meinung zu einem literarischen Text sagen. Man hat dann die Wahl, darüber nachzudenken, das eigene Konzept zu überprüfen, den Text noch einmal durchzuchecken, zu ändern, zu lassen, zu vergleichen, zu streichen. Ich verstehe ein Literaturforum als Literaturforum. Es geht meiner Meinung nach völlig daneben, wenn ständig Gedichte oder andere Texte auf ihren Wirklichkeitsgehalt überprüft werden, wenn sich die ganze Kommentardiskussion mit der Wirklichkeit statt mit dem sie einerseits abbildenden, andererseits aber überhöhenden Text beschäftigt. Ein Gedicht ist kein Lehrbuchtext und keine Gebrauchsanleitung. Diese Verschiebung ist einer der Gründe, warum diese Plattform von einem lebendigen Forum zu einem Facebookableger geworden ist und monatlich soviel Mitglieder verliert, dass das Ende absehbar ist. Natürlich bin ich für die Freiheit des Wortes, noch dazu in einem solchen Internetforum. Aber es muss genauso erlaubt sein zu kritisieren, dass sich das Forum mehr und mehr in der Hand von Leuten ohne Literatur befindet. Besonders kritikwürdig sind für mich die selbsternannten Literaturpäpste, die je gerade einmal Dorfküster sind, die glauben, bestimmen zu können, wer hier gut und wer hier schlecht ist. Lasst uns wieder über Literatur reden! Lasst uns wieder Literatur schreiben. Das Leben entscheidet, ob etwas gut ist.
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Isaban schrieb daraufhin am 27.01.2018:
Hallo Rochusthal,

die terzette stelle ich mir als fragmentarische einzelsätze vor rhythmisch soll es prosa sein


Zu den Terzetten in fragmentarischen Einzelsätzen: Ja, nach deiner Erklärung leuchtet mir das ein. Allerdings kann der Außenstehende/Leser das dem Text nicht entnehmen. Der liest das und denkt: Hä?

Man könnte solche Sachen irgendwo im Text anlegen, in diesem Falle hier würde z.B. der Einbau des Wortes "Gedankenfetzen" o.ä. vor den fragmentarischen Einzelsätzen den Leser auf die richtige Fährte bringen, die er sonst vielleicht nie findet.

Zum Prosarhythmus: Ein Sonett ist ein Klanggedicht und lebt durch die typische Sonettmelodie, die Sprachmelodie, die entsteht, wenn so ein Klangtext laut und richtig betont gelesen wird. Diese "richtige" Betonung sollten bei einem Sonett auch Außenstehende hinkriegen können, der Dichter muss den Klang vorgeben.

Die Verse hier in diesem Sonett sind (bis auf den pfeilschnellen) alle jambisch, haben also einen unbetonten Auftakt und alternierende Betonungen, was einen Klang erzeugt, der sehr gut zur Sonettform passt. Das wechselnde Versmaß hingegen macht das melodische Lesen wieder etwas schwieriger, auch wenn es die Melodie nicht vollständig killt. Ist das intendiert und als Stilmittel zur Unterstreichung des Inhalts gedacht, ist alles ok, auch solche stilistischen Mittel können gewisse Inhalte gut unterstreichen.

Liegt es allerdings daran, dass man den Inhalt eines Verses nicht so "verdichten" konnte, dass er ins Versmaß passt, dann hapert es eben daran. Gedichte sind ein bisschen wie kleine Kinder, sie machen viel Freude, brauchen aber jede Menge Hege und Pflege bis sie groß und stark sind und das bedeutet immer wieder neue Ansätze und viel Arbeit, bis wir sie in die Welt schicken können.

Das "pfeilschnell" ist ein Störfaktor im Lesefluss. Man könnte das natürlich auch als stilistisches Mittel betrachten, um das "Zwusch", das Geräusch zu bebildern, das einem bei einem Pfeilabschuss entsteht. Ist so ein stilistisches Mittel von Anfang an angedacht und aus diesem Grunde in den Text eingebaut, ist alles ok. Entsteht das Ruckeln im Lesefluss unwillentlich, so hat da was nicht hingehauen.

Liebe Grüße

Sabine

Antwort geändert am 27.01.2018 um 08:56 Uhr
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AZU20
Kommentar von AZU20 (28.01.2018)
Ich halte es mehr damit, möglichst viel zu lesen und mir Gedanken darüber zu machen, ohne dass ich danach suche, wo ich möglichst intensiv kritisieren kann. Ich genieße einfach die großartigen Bilder und Metaphern, die Du und andere mir in ihren Texten anbieten. LG
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rochusthal äußerte darauf am 28.01.2018:
das finde ich auch gut so und danke dir dafür
beste grüße in einen möglichst schönen sonntag
rst
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