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Vage Inhaltsangabe

Kurzprosa


von Jemand

Seine Neigung, nützlich zu sein, schlägt sich insbesondere nieder in seinen tellergroßen Händen. Die miteinander kommunizieren wie Henker dem Gehängten. Als ob der Jäger dem Gejagten etwas zu sagen hätte. Sein Mund tut schmerzlich, tut als habe er nichtssagend auslassen wollen, seine Augen indes widersprechen dem stets. Sein Mund fiel mir zuerst auf.
Er weiss so vieles nicht. Wird so vieles nie erfahren.

Es gibt ihn nahezu nicht, deshalb ist er überall.

Nicht so ich. Mich gibt es, deshalb bin ich oftmals kaum.

Manchmal kommt er so zu Besuch als durchbräche er einen Traum. Man träumt dann wie wach. Er setzt sich auf eine morsche Holzbank mit Ausblick auf Dinge, die kontrolliert werden mögen. Er schaut ihnen dann zu. Sitzend, ruhig, benommen. Kaum einschätzbar äußert er sich wenig dazu oder zu andern Dingen und Sachen. Er sitzt und sinnt. Weiß kaum einer, wann das begann, noch wohin er es führen wird.

Mag sein, er weiß es aber doch.

Meine Liebe zu ihm ist tief wie der Brunnen im Dorf meiner Kindheit. Der Brunnen war durch eine schwere Marmorplatte zugedeckt worden, zugeschoben. Absichtlich. Weil ich mich gern hätt spiegeln wollen im Wasser. Was ich aber nicht durfte. Wegen des Falls. Dabei, Wasser wächst tief in geheimen Brunnen. Und schwimmen tät ich sicher wie ein funkelnagelneuer Fisch. Anstatt dessen bin ich Beeren pflücken. Beeren von Sträuchern. Nicht wilden! Solchen, die ihren eigenen Platz hatten hinterm Haus.
Manchmal auch bin ich ganz weit hintern Zaun. Da, wo die großen Bäume begannen und Felder. Nicht oft aber war ich dort. Deshalb ist die Erinnerung daran weiter. Stärker. Als hätt mich jemand bei der Hand genommen, jedes Mal, wenn ich dorthin zurück.
Zwischen Brunnen und Zaun war eine Welt, die nur ich kannte. Alles gehörte zusammen. Auch ich fand darin meinen Platz. Und hätten sie mich dort gesucht, gefunden hätten sie nur meinen Körper.

Jahre später wurde es verkauft. Das Haus, samt seinem Dachboden, dem Geruch, der Schüssel mit Wasser. Samt dem großen, großen Zimmer, in dem ein Bett stand mit Wolken drauf. Auf diese Wolken mochte ich mich fallen lassen. Dort war der Fall ein Spiel. Es roch nach Federn. Und es knarzte. Holz stirbt nie. Oder aber es spukt.
Zum Trotz.

Wohin wir auch gehen, offene Arme hinterlassen wir. Das Ende prägen wir. Die Landschaft umbenennen wir. Bespannen Worte frisch wie Betten. Bügeln alles glatt im Kopf.
Und sagen Ja, um zu müssen. Oder umgekehrt.

Wohin wir auch gehen, unsre Schatten ziehen mit.

 
 

Kommentare zu diesem Text


Kommentar von ZUCKERBROToderPEITSCHE (60) (30.01.2018)
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fdöobsah
Kommentar von fdöobsah (30.01.2018)
Gefällt mir im Prinzip ganz gut, jemand. Es ist vage, ja, und ich kann auch nicht behaupten, dass ich inhaltlich viel damit anfangen kann. Aber da sind ansprechende Bilder und Formulierungen dabei.

Allerdings auch ungelenke Formulierungen und der Umstand, dass viele Teilsätze, Aufzählungen, einzelne Worte als abgeschlossene Sätze auftauchen, gefällt mir nicht. Die Yoda-Sprache ganz schlimm ich finde.

Hinsichtlich des Brunnens gibt es einen logischen Bruch. Das lyrIch wollte sich gerne im Brunnenwasser spiegeln, daher wurde der abgedeckt. Dann kann er aber nicht gar so tief gewesen sein, dass er als Vergleich für die tiefe Liebe taugte. Es sei, das wäre ironisch gemeint gewesen aber das gibt der Kontext nicht her.

Grüße, sprachverdrehte
fdöobsah
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Jemand meinte dazu am 30.01.2018:
"Der Brunnen war durch eine schwere Marmorplatte zugedeckt worden, zugeschoben. Absichtlich. Weil ich mich gern hätt spiegeln wollen im Wasser. Was ich aber nicht durfte. Wegen des Falls."

danke für deine Meinung
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fdöobsah antwortete darauf am 30.01.2018:
"Das lyrIch wollte sich gerne im Brunnenwasser spiegeln, daher wurde der abgedeckt. Dann kann er aber nicht gar so tief gewesen sein, dass er als Vergleich für die tiefe Liebe taugte."

danke für deine Rückmeldung
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Kommentar von andro (21) (30.01.2018)
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Dieter_Rotmund
Kommentar von Dieter_Rotmund (30.01.2018)
Verstehe nicht, um was es geht ...
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toltec-head
Kommentar von toltec-head (30.01.2018)
Als Persiflage gar nicht schlecht.
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loslosch
Kommentar von loslosch (30.01.2018)
"... Die miteinander kommunizieren wie Henker dem Gehängten."

da musst du sprachlich noch mal drüber. "Anstatt dessen" wirkt unbeholfen, mindestens. manches andere mag als stilistisch eigenwillig durchgehen.

Kommentar geändert am 30.01.2018 um 13:19 Uhr
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Lala
Kommentar von Lala (30.01.2018)
Alles gehört zusammen und mag sein, dass wir das nicht wissen aber er vielleicht doch. Oder aber es spukt.

Wegen des Falls mache ich mir keine Sorgen.

Kommentar geändert am 30.01.2018 um 14:50 Uhr
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Graeculus
Kommentar von Graeculus (30.01.2018)
Ein Willkomen! plus eine Frage: unbenennen (Wortneuschöpfung) oder umbenennen?
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Jemand schrieb daraufhin am 31.01.2018:
umbenennen

danke!
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princess
Kommentar von princess (30.01.2018)
Hallo Jemand,

es erinnert mich. Vage. An eine Sehnsucht. Sie liegt weit zurück. Vielleicht.

Liebe Grüße
princess
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Jemand
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Veröffentlicht am 30.01.2018, 6 mal überarbeitet (letzte Änderung am 31.01.2018). Dieser Text wurde bereits 292 mal aufgerufen; der letzte Besucher war ein Gast am 14.10.2018.
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