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Der Wintersturm

Sonett zum Thema Natur


von Walther

Der Wintersturm

Der Himmel wirft die Jugend weg, ergraut
In schweren Wolkenmassen, durchgeknetet
Von Winterstürmen. Einer kniet und betet,
Er spricht die Formeln, hat nicht aufgeschaut.

Die Böe greift die Fichte, und sie bricht.
Mit lautem Knall schnellt sie zur linken Seite
Und kracht mit ihrer vollen grünen Breite
Hinunter. Der Getroffne leidet nicht.

Die Flocken kommen, seitwärts angeweht,
Verwirbeln mit den alten Blättern, tanzen,
Bedecken den, der eben noch gefleht,

Den Baum, die Straße, schreiben weiße Wellen,
Und nichts erinnert noch und bleibt vom Ganzen,
Nur dass im Dorf verlassne Hunde bellen.

 
 

Kommentare zu diesem Text


Isaban
Kommentar von Isaban (05.02.2018)
Hallo Walther,

um diesen Text bin ich schon ein paarmal herumgeschlichen und habe mit mir gehadert, ob ich ihn nun kommentieren soll oder nicht.

Die Idee, die dem Text zu Grunde liegt mag ich, die Bebilderung ebenfalls. Was mir nicht so gut gefällt, ist die Sperrigkeit der einzelnen Sätze. Das fängt schon beim ersten an:

Der Himmel wirft die Jugend weg, ergraut
In schweren Wolkenmassen, durchgeknetet
Von Winterstürmen.


Ich bau mal die Zeilenbrüche und überflüssigen (und immer noch zusätzlich den Lesefluss störenden) Großbuchstaben aus:

Der Himmel wirft die Jugend weg, ergraut in schweren Wolkenmassen, durchgeknetet von Winterstürmen.

Die Bilder sind, wie gesagt, gut, die Metrik ist ok, aber es liest sich nicht schön, das liest sich nicht flüssig, das liest sich immer noch verdammt sperrig, oder? Wenn ich ein Buch aufschlüge und so ein Satz lachte mir beim ersten Blick entgegen, ich würde das Buch wieder zuschlagen und nach anderer Lektüre suchen. Nicht unbedingt der erste Vers, aber gleich der erste Satz muss den Leser irgendwie packen. Dieser hier schafft es nicht.

Natürlich weiß ich, dass solch eine Sperrigkeit auch Kraft und Wucht beziehungsweise Gewalt bebildern kann und vielleicht als Stilmittel zur Darstellung des Sturmes angedacht sein könnte, aber - wie ich aus eigener, ab und zu bitterer Erfahrung bezeugen kann - manche Stilmittel funktionieren, manche nicht.

Und nicht böse sein, das "durchgeknetet wirkt auf mich, als wäre da dringend ein toller, passender Reim auf "betet" gesucht und nach langer vergeblicher Suche eben der Inhalt zurechtgebogen worden.

Nichts für ungut.

Liebe Grüße

Sabine
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Walther meinte dazu am 05.02.2018:
Hi Sabine,
jedes feedback ist ein gutes. daher danke ich sehr herzlich. vorab: durchgeknetet war vor betet da. die einschätzung ist also falsch.
und, ja, das sollte aus den ersten blick schwergängig zu lesen sein. und wenn du die prosafassung aufgeschrieben hast, siehst du auch, wie man den text vorliest. dann stellt man fest; der text liest sich prima. der ist gar nicht schwergängig. woran liegt das? weil die sprache in der form nicht eingeengt wird. das mache ich bei meinen formgedichten gerne so.
als gegensatz einfach mal ein anderes formgedicht daneben legen und ebenfalls "aus der form nehmen". das ergebnis ist interessant.
lg W.

Antwort geändert am 05.02.2018 um 14:54 Uhr
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EkkehartMittelberg
Kommentar von EkkehartMittelberg (05.02.2018)
Die elementare Wucht des Sturms wird Bild. Danach würde es ganz still, wenn da nicht die verlassenen Hunde wären.
Dein Stimmungsbild prägt sich ein.
LG
Ekki
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Walther antwortete darauf am 06.02.2018:
Danke, lb Ekki, hat war's geplant. der schwabe sagt.: nå war rächd. lg W.
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Kommentar von toltten_plag (42) (05.02.2018)
Dieser Kommentar ist nur für eingeloggte Benutzer lesbar.
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Isaban schrieb daraufhin am 05.02.2018:
@ toltten_plag:

Am Fuße der Alb? ;)

Warst du schon mal in Thüringen - nee, nicht im August. Ich meine so ab Mitte/Ende Oktober bis mindestens Mitte März und nicht in Artern sondern ein paar Meter höher, z.B. Oberhof oder Frauenwald? Da stürmt es seit Monaten immer wieder mal so irre, dass man ernsthaft sein Auto suchen und freischaufeln muss und zeitweise die Bürgersteige nicht nutzen kann, weil die Räumfahrzeuge die Schneemassen mehr als mannshoch dort auftürmen, damit man wenigstens die Straßen irgendwie befahren kann. Letzten Sonntag hat es da so geschneit, dass auf der Rückfahrt nach Unterfranken die Scheibenwischer streckenweise kaum noch Sichtfeld zustande brachten.
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Walther äußerte darauf am 06.02.2018:
@ toltten_plag: an den albfüßen wohnt der alp aber schnee? uff dr Alb schao, då håts oin. grüßle W.

@Isaban: ähnliches höre ich von der Bad Tölzer verwandtschaft. dorten gibts schnee satt. pfiats aich! W.
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toltten_plag (42) ergänzte dazu am 06.02.2018:
Diese Kommentarantwort ist nur für eingeloggte Benutzer lesbar.
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Dieter Wal
Kommentar von Dieter Wal (09.02.2018)
"Bedecken den, der seine Götter angefleht,"

Bedecken den, der Götter angefleht,

Ich selbst bin für Götter im Leben von Menschen. Hier erscheint mir der Plural wie ein unzeitgemäßer Rückriff auf Antike Bilder, also Anachronistik. Also schlage ich vor: Bedecken, wer noch eben leis gefleht, So passt es zum knienden Beter in V. 3 und eröffnet weitere Lesarten.

Das Gedicht in seinem natürlichen Bilderfluss erscheint mir bis auf besagte Details sehr schön.
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Walther meinte dazu am 09.02.2018:
danke, lb. Dieter. habe w.o. gebastelt. die idee ist spitze. lg W.
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Dieter Wal meinte dazu am 09.02.2018:
So perfekt!
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