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Ein langes LebenInhaltsverzeichnisDer Wahrheit ins Auge gesehen

Triebe

Kurzprosa zum Thema Liebe und Sex


von Sätzer

Wann immer sie sich trafen, jede Begegnung begann mit einer verbalen Akupunktur. Zielsicher steckte Maria ihre unsichtbaren Nadeln in die Nervenzentren des eher nüchternen Karl. Ausgestattet mit blonden Haaren und einer Sicherheitsneurose dominierte sein Dasein eine gewisse Angst vor dem Leben.
Mit einem Griff befreite sie sein Glied aus der Hose und hielt die Kuppe ins Sonnenlicht. Er lehnte sich gegen die Mauerreste der Kapelle aus dem 15. Jahrhundert auf dem bewaldeten Berg am Rand der Kleinstadt. So ertrug er die Beinschere, die sie um seine Hüften legte. Zwei Steine lösten sich unter dem Druck der beiden Körper und polterten zu Boden. Seine Knie wurden weicher und weicher. Ein Urschrei verlor sich in den Wipfeln der Bäume.

Wieder zuhause, kam ihm dieses Erlebnis mit Maria vor wie eine Neuerfahrungsmaschine. Die Einzelheiten ihrer Beziehungsaktion festzuhalten funktionierte nicht mehr, da ihm das nötige Problembewusstsein als Ingenieur in einer derartigen Begegnung fehlte. Doch ihm wurde klar, dass in Lebenswirklichkeiten solch eine Erkenntnis einen Teil des Problems auch erzeugen kann. Somit ließ er das Nachdenken darüber. Erfahrungen, die ihm früher als Merkmale einer Unmöglichkeit vorkamen, erschienen ihm fortan eher hinderlich.
Die Bereitschaft zum Loslassen wurde ein Versprechen auf die Befreiung aus seinem geregelten Leben.

Anmerkung von Sätzer:

Spielt in der Umbruchsituation der 68er-Jahre


 
 

Kommentare zu diesem Text


Stelzie
Kommentar von Stelzie (21.02.2018)
Ein biederes Leben, dass ab und zu durch Sex an einer Friedhofsmauer eine Spur Leben eingehaucht bekommt, finde ich jetzt nicht sooo schlecht. Warum und Was sollte er loslassen? Sein durchschnittliches Leben oder Maria? Beides zusammen funktioniert doch, oder?
Nachdenkliche Grüße ;)
Kerstin
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Sätzer meinte dazu am 21.02.2018:
Natürlich sein langweiliges Bürgerleben. Ich denk mit Maria kanns erst mal weiterlaufen. Die bringt ihn auf Trab
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Stelzie antwortete darauf am 21.02.2018:
Ich bin beruhigt )
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Kommentar von niemand (21.02.2018)
Also, mir will diese Stelle mit den "blonden Haaren und der
Sicherheitsneurose eines guten Deutschen" so gar nicht gefallen, weil ich sie für ein Klischee halte, ein gern gebrauchtes.
Dazu natürlich die "Angst vorm Leben", wahrscheinlich auch solch ein Klischee der Blonden Deutschen. Wenn Du jetzt noch die Maria
als Nichtdeutsche beschrieben hättest [hat der Name Maria,
weil südländischer Klang, diese Bedeutung hier?] dann wäre das Klischee perfekt: Auf der einen Seite der steife [Deutsche] "Depp" und auf der anderen eine sich über die Konventionen Stellende,
mit dem Hang zum Ausleben, ergo besser. Auf Einzelne bezogen ist das o.k. aber bitte nicht verallgemeinern, durch das Zufügen der Nation. LG niemand
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Sätzer schrieb daraufhin am 21.02.2018:
Huch, darauf wäre ich nicht gekommen. Das war vielleicht naiv.
Ich hab mal das "deutsche" rausgenommen. Mir gings um eine einelperson, einen Mann, der in festen Normen regelhaft lebt und dann eine neue Erfahrung mit Maria macht. In den 68er-Jahren fanden viele Umbrüche, auch in sexueller Hinsicht statt und verunsicherten natürlich "rechtschaffen" lebende Menschen.
LG Uwe

Antwort geändert am 21.02.2018 um 15:21 Uhr


Antwort geändert am 21.02.2018 um 15:22 Uhr
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niemand äußerte darauf am 21.02.2018:
Jetzt ist es gut. Macht viel, ach was, alles aus, dieses
Entfernen des "deutschen". So passt es!
LG Irene
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Sätzer ergänzte dazu am 21.02.2018:
Ich hab in der Anmerkung noch darauf hingewiesen, dass der Text in der 68er-Zeit spielt.
Dank dir für deine Empfehlung und LG Uwe
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Marjanna (68) meinte dazu am 21.02.2018:
Diese Kommentarantwort ist nur für eingeloggte Benutzer lesbar.
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niemand meinte dazu am 21.02.2018:
@ Marjolaine
Nichts läuft sich so tot, wie andauernd Wiederholtes.
Dieses stete sich fast nackt Präsentieren der Heutzeit
juckt keinen mehr, weil der Reiz eher in der Verhüllung
liegt, im Geheimnis. Was einem ständig vor die Nase gehalten
wird, wird alltäglich, mutiert zur Gewohnheit.
In einem Meer Gepiercter/Tätowierter/Angemalter
wird einer im schlichten und langweiligen Anzug originell wirken,
da beißt keine Maus den Faden ab.
Die "Saurier" werden wohl eher daran denken, ob sich solch ein junges, halbnacktes Ding nicht eher die Nieren zur kalten Zeit
ruiniert, mehr nicht LG Irene
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Sätzer meinte dazu am 21.02.2018:
@ Marjolaine
Ich hatte deshalb "rechtschaffen" in Tüdelchen gesetzt. Hast du vielleicht übersehen
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Sätzer
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Dies ist ein Text des mehrteiligen Textes Phasen des Lebens (Kurze Prosa).
Veröffentlicht am 21.02.2018, 5 mal überarbeitet (letzte Änderung am 18.08.2018). Textlänge: 196 Wörter; dieser Text wurde bereits 282 mal aufgerufen; der letzte Besucher war ein Gast am 20.03.2019..
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