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Dichter, kein Poet

Alltagsgedicht zum Thema Gedichte/Lyrik


von fdöobsah

Das Dichten selbst ist gar nicht das Problem,
für den, der in der Sprache ganz bequem,
wie eine Couchkartoffel auf dem Sofa sitzt
und mit der Fernbedienung durch die Bilder flitzt.

Nur würde niemand diese für Artisten halten,
nur weil sie blitzschnell durch Programme schalten
und dank der intensiven Dröhnung,
gepaart mit Wahnsinn und Gewöhnung,
sofort erkennen, was gesendet
und auch, womit die Sendung endet.

Nicht sehr verschieden der Philister,
der Reime zieht aus dem Register,
wenn er von Vers zu Vers zur Strophe zappt,
befriedigt registriert, wie er im Gleichklang tappt.

Nur können das mit Übung auch Idioten,
wenn sie in ihren Stümperpfoten
statt Chips und Bier auch einmal Lyrik hielten
und nicht nur auf die Glotze schielten,
ob Schaffraths Titten auch im Dschungel leuchten
und ihren Traum befeuchten.

Will sagen, ganz egal, was du auch tust,
wenn es nur stets auf täglicher Routine fußt,
wenn es nur immer das ist, was du kannst,
wenn du den Bogen niemals überspannst,
dann bist und bleibst du ein Prolet,
dann bist du Dichter, kein Poet.

Und so bin ich. Ich kann parlieren,
im Paarreim mit dem Wort jonglieren,
Doch nur mit zweien, schon bei dreien
kann ich mich nur noch blamieren.

Anmerkung von fdöobsah:

08.03.2008


 
 

Kommentare zu diesem Text


toltec-head
Kommentar von toltec-head (22.02.2018)
Beinah schon so gut wie niemand.
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fdöobsah meinte dazu am 22.02.2018:
So gut ist es dann auch wieder nicht, aber ich nehme deine Huldigung natürlich geschmeichelt zur Kenntnis.
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TassoTuwas
Kommentar von TassoTuwas (22.02.2018)
Der alte O`Neill hat es mir in den Mund gelegt:
"Fast ein Poet"
LG TT
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fdöobsah antwortete darauf am 22.02.2018:
Du darfst es gern auch selbst und direkt sagen. Ich habe die Abfuhr meiner Euterpe und die anschließenden Prügel bereits hinter mir, die Uniform abgelegt und den Zossen erschossen.

Gruß zurück
fdöobsah
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Dieter Wal
Kommentar von Dieter Wal (22.02.2018)
Komm du nur niemals auf den Trichter:
"Ich bin ein Dichter."!

Sei stur und glaube keinem Richter:
"Du bist ein Dichter!"!

Du reim dich durch und bleibe schlichter:
"Ich bin kein Dichter!"
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NimbusII (42) schrieb daraufhin am 22.02.2018:
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NimbusII (42) äußerte darauf am 22.02.2018:
Diese Kommentarantwort ist nur für eingeloggte Benutzer lesbar.
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fdöobsah ergänzte dazu am 22.02.2018:
Der Dichter, der Dichter, der kriegt was auf die Lichter? Schon klar, Dieter Wal.

@NimbusII: Es steht einem Leser doch wohl zu, das Selbstbild eines Autoren infrage zu stellen. Der Autor richtet hier ja schließlich auch.
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Dieter Wal meinte dazu am 22.02.2018:
@NimbusII: Das war einfach fröhlich weitergereimt. Mehr nicht. fdöobsah ist ja intelligent. Der versteht das schon. Ich sehe den Unterschied zwischen Poet und Dichter übrigens wie er. Letztes Wochenende wurden zwei Lyriker geehrt. Einer sprachspielerisch. Eher ohne Botschaften. Eine Poetin. Kleiner Schönheitsfehler: die Poetin, die in ihrem kleinen Finger mehr Poesie hat, als der Namensgeber des Preises in seinem Leben, erhielt den zweiten Platz. Der Gaukler den ersten. Aber was solls. Dabeisein ist alles.
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NimbusII (42) meinte dazu am 22.02.2018:
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EkkehartMittelberg
Kommentar von EkkehartMittelberg (22.02.2018)
Hallo fdöobsah,
der Unterschied, auf den du hinaus willst, ist der zwischen einem Dichter und einem routinierten Wortakrobaten. Zwischen einem Dichter und einem Poeten gibt es nach meinem Sprachgebrauch keinen Unterschied, und ein Wortakrobat muss kein Prolet sein.
Ich habe aber verstanden, dass formale Glätte noch keinen Meister macht, und diese Aussage kommt in deinem Gedicht gut heraus.
Schöne Grüße
Ekki
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fdöobsah meinte dazu am 22.02.2018:
Hallo EkkehartMittelberg,

nein, ich wollte schon auf den Unterschied zwischen Dichter und Poet hinaus. Eine Dichterin ist, wer Gedichte schreibt. Eine Poetin erschafft ein sprachliches Kunstwerk. Das ist wie der Unterschied zwischen Kunsthandwerk und Kunst. Ich bin ein großer Liebhaber handwerklichen Könnens und sehe das durchaus auch als Voraussetzung für den nächsten Schritt. Für den aber gilt der alte Bibelspruch: "Denn viele sind berufen, aber wenige sind auserwählt."

Den guten alten Proleten meinte ich hier gar nicht despektierlich, sondern im Marx'schen Sinne als Arbeiter. Die ganz grundsätzliche Aussage, dass Handwerk vieles, aber beileibe nicht alles ist, kam ja aber rüber. Sonderlich versteckt habe ich sie ja auch eher nicht. ;-)

Besten Dank!
fdöobsah
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EkkehartMittelberg meinte dazu am 22.02.2018:
Nein, es ist so wie ich behauptet habe. Seit dem Sturm und Drang ist Dichter der höher bewertete Begriff gegenüber dem Poeten, auch und insbesondere, was sprachliche Kunstwerke angeht:
"Der Begriff [ Dichter E:M:]fand im 18. und 19. Jahrhundert im Deutschen den Vorzug gegenüber dem des Poeten, der von da an für den belächelten Liebhaber von Versen stand, den „Kauz“, der keine Beachtung des modernen Marktes fand. Ihm gegenüber war der „Dichter“ der Autor hoher Literatur, der in Emphasen des Sturm und Drang, der Romantik und des Nationalismus des 19. und frühen 20. Jahrhunderts zum Seher, Genie und, im herausragenden Fall, geistigen Führer der Nation stilisiert wurde. Textproduzenten ohne diesen Anspruch waren lediglich „Schriftsteller“, die von ihrem Schreiben im Sinne einer (handwerklichen) Berufsausübung lebten, während der Dichter am Ende anerkannt, von der Würdigung leben würde, die ihm die Nation zukommen ließ. Die Einrichtung von Dichterpreisen bzw. Dichterlesungen der Preußischen, heute Deutschen Akademie für Sprache und Dichtung entspricht diesem Begriffsverständnis. " https://de.wikipedia.org/wiki/Dichter
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Dieter Wal meinte dazu am 22.02.2018:
@ Ekki: Dichter im Sinn von Vates. Nur wer hat heute noch solche religiösen Begriffe vom Dichter? Lala vielleicht.

Antwort geändert am 22.02.2018 um 17:32 Uhr
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NimbusII (42) meinte dazu am 22.02.2018:
Diese Kommentarantwort ist nur für eingeloggte Benutzer lesbar.
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Dieter Wal meinte dazu am 22.02.2018:
@Nimbus: Klar ist eine Begriffsbestimmung sinnvoll. Ob sie im Sinn des 18. und 19. Jh. aktuell blieb, ist mir unklar. Aus dem 19. Jh. gibt es eine passende Stelle bei Kalckreuth. "Wohl glänzt das Wort der Dichtkunst magisch".
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Sätzer
Kommentar von Sätzer (22.02.2018)
Immerhin biste DICHT dran ... am Poeten ;-)
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fdöobsah meinte dazu am 22.02.2018:
Danke, Sätzer, das ist ein sehr freundlicher und witziger Kommentar.
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Habakuk
Kommentar von Habakuk (22.02.2018)
Es ist immer wieder erstaunlich, wie virtuos du die metrischen Gesetzmäßigkeiten, welche du bei anderen Gedichten bemängelst, bei deinen eigenen ad absurdum führst.
Ein alternierend-akzentuierendes Metrum sieht anders aus. Ich nehme mal an, du willst uns Couchdichtern auf satirisch-groteske Art den Unterschied zwischen Anspruch und Wirklichkeit darlegen. Das Schein-Sein-Experiment ist dir insofern gelungen. Man darf auch nicht aus den Augen verlieren, dass kV eine komödienVeranstaltung ist. „Gruselkabinett“ wäre dann doch zu hart bei dem Text geurteilt. Zudem gibt es Au (kommt von Aua)-Toren (kommt von „der Tor“), die mögen Schauerromantik. ;-)
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fdöobsah meinte dazu am 22.02.2018:
Wenn dein erster Satz bedeuten soll, dass ich vermeintliche Gesetze breche, deren Einhaltung ich bei anderen anmahne, wüsste ich ganz gerne, welche und wo. Dass ich solches kunstfertig anstellte, wäre allerdings ein gewisser Widerspruch bzw. seltsam. Wenn ich solche Virtuosität besäße, sollte es ein Leichtes sein, die Gesetze einzuhalten, es sei denn, ich wollte mit Absicht heuchlerisch erscheinen.

Ein alternierendes Metrum sieht genau so aus. Ich wüsste nicht, wie es sonst aussehen sollte, lerne aber gerne dazu und werde auch sehr gerne auf Mängel und Fehler hingewiesen.

Solltest du annehmen, ich wollte hier als lyrIch (und natürlich ist das hier auch das Dichter-Ich) den (Euch?) Couchdichtern quasi die Leviten lesen, handelte es sich um ein eklatantes Missverständnis, das meiner Meinung nach durch oberflächliche Lektüre entstanden wäre. Denn das lyrIch spricht ja eindeutig von sich als Proleten, als Dichter und eben nicht als Poeten! Er, also ich, schmiedet Reime zum Spaß und schreibt Sonette im Viertelstundentakt und wagt zu behaupten, dass auch die Stümper das könnten, wenn sie denn wollten und einen Wichsgriffel frei hätten. Und doch machen diese Kunststückchen ihn, also mich, nicht zum Künstler.

Machten sie es, wäre ich bestimmt nicht hier. Insofern gebe ich dir Recht.

Antwort geändert am 22.02.2018 um 14:04 Uhr
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Theseusel
Kommentar von Theseusel (22.02.2018)
...um es mit den kleinschreibern zu sagen: viele poeten sind noch dichter.

Kommentar geändert am 22.02.2018 um 17:24 Uhr
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fdöobsah meinte dazu am 22.02.2018:
Das ist ein sehr freundlich ausgedrückter Kommentar, weil er hoffen lässt. Danke fürs Vorbeischauen!
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Isaban
Kommentar von Isaban (22.02.2018)
Hallo fdöobsah,

der Trochäus am Schluss ist total niedlich, auch wenn ich glaube, dass der lyrische Schlawiner den nur eingebaut hat, damit ihm jemand widerspricht und tröstlich die Öhrchen krault.



Ok, auch das ist kein neuer Text, aber definitiv ein zeitlos aktueller.

Mir war er eine Freude.

Liebe Grüße

Sabine
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fdöobsah meinte dazu am 22.02.2018:
Das Ding haut einen doch dermaßen aus der Kurve, da bin ich aber doch froh, dass du das erwähnst.

Öhrchen kraulen ist immer gut. Aber dafür lese ich ja Lyrik. ;-)

Mir war er eine Freude.

Und das hat mich nun echt gefreut. Vielen Dank!

Lieben Gruß zurück!
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fdöobsah
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Veröffentlicht am 22.02.2018. Dieser Text wurde bereits 245 mal aufgerufen; der letzte Besucher war ein Gast am 18.09.2018.
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