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Mit spöttischer Gelassenheit

Gedicht zum Thema Kritik/ Kritiker


von Obstinator

Wirf deine Knallfrösche,
entfache das Strohfeuer,
brich Wolken, lass es hageln,
ob Flut oder Flammenmeer,
ich lächle ganz gelassen.

Ich schreibe, zumindest meist,
mit spöttischer Gelassenheit,
stelle dir den Tonfall vor,
während du dies reinziehst,
du Leser, ich Dichtertor,
ich schreibe – und du liest!

Dein Zorn oder was immer
ist alleine dein Schwelbrand,
lass den Schimmel wachsen,
hau Blitze ins Wasser,
ich bleibe ganz gelassen.

Ich schreibe, zumindest meist,
mit spöttischer Gelassenheit,
stelle dir den Tonfall vor,
während du dies reinziehst,
du Leser, ich Dichtertor,
ich schreibe – und du liest!

Anmerkung von Obstinator:

Cool bleiben,
souverän sein,
drüberstehen.


 
 

Kommentare zu diesem Text


Habakuk
Kommentar von Habakuk (03.03.2018)
Ein Tollhaus voller Toren. Ich, der Leser, bin toll und du, der Dichter, ein Tor. Umgekehrt ginge auch.
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Obstinator meinte dazu am 03.03.2018:
Ein kleiner Tor steckt in allen. Viele können ihn unter Kontrolle halten und wo die Eitelkeiten die Überhand gewinnen, entwickeln sich die Tollhäuser. Mir ist das schlicht zu primitiv und eine sinnlose Verschwendung von Zeit und Energie.

Ich danke dir.
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TrekanBelluvitsh
Kommentar von TrekanBelluvitsh (03.03.2018)
Um ehrlich zu sein glaube ich nicht, dass dir das immer gelingt. Aber es muss ja noch etwas für den Therapeuten übrigbleiben - oder als Inspiration für neue Texte. Es lebe der Konflikt!
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Obstinator antwortete darauf am 04.03.2018:
Und ich antworte ehrlich: Es gelingt nicht immer, aber oft. Wenn man gelernt hat, nicht alles an sich heranzulassen, schafft man es, Hieben auszuweichen statt jeden Schlag aufprallen zu lassen. Viel zu viele Leute bleiben lieber stehen und lassen sich umhauen. Damit geben sie den "Schlägern" genau den Anreiz weiterzumachen, zumindest auf verbaler Ebene.
Natürlich mache ich mir Gedanken und nutze sie zur Inspiration. Ist viel produktiver.

Gruß
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princess
Kommentar von princess (04.03.2018)
Kann man gleichzeitig spöttisch und gelassen sein? Oder ist das Spöttische eine Reaktion auf etwas, das zunächst einmal die Gelassenheit attackiert? Frage ich mich gerade.

Liebe Grüße
Ira
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Obstinator schrieb daraufhin am 04.03.2018:
An erster Stelle steht die Gelassenheit. Der Spott ist die Folge, wenn einer mit seiner Verbalattacke sein Ziel und somit die gewünschte Wirkung verpasst.

Gruß
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Veröffentlicht am 03.03.2018, 1 mal überarbeitet (letzte Änderung am 03.03.2018). Textlänge: 90 Wörter; dieser Text wurde bereits 198 mal aufgerufen; der letzte Besucher war ein Gast am 16.01.2020.
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