Berufserfahrung mal anders

Dokumentation zum Thema Humor

von  eiskimo

Nein, ich war kein Bursche von Traurigkeit, spätestens ab 14 hatte ich eigentlich nur noch eins im Kopf: Mädchen!
Die erste, mit der ich ging, das war Gitta,  die Tochter des Tankstellenpächters – super, kann ich nur sagen.
Die zweite, an die kann ich mich auch genau erinnern – eine Manuela, deren Eltern waren beide Schneider. Hallo, die war scharf!
Es folgte eine, oha,  da war der Alte Lkw-Fahrer: Total abgefahren, das Mädel! Es hielt auch nicht lange mit uns, und ich habe sogar ihren Namen vergessen.
Mit Marie, der Tochter des Polsterers, wäre ich dagegen liebend gerne länger zusammen geblieben: Sie war mollig und anschmiegsam, wie ich es noch nicht erlebt hatte, sie ließ mich aber urplötzlich fallen. Warum, das habe ich bis heute nicht verstanden. Das tat weh.
Danach geriet ich an einen Psychologen-Haushalt. Ohje, das war wirklich psycho!  Sie hieß Zora, sah super aus, aber sie musste über alles reden, alles problematisieren, nichts blieb normal -  heute würde man die Gute als "total depri"  einstufen.
Als ich schon dachte, ich hätte aus diesem Drama was  gelernt, da lief ich der Monika in die Arme - der Tochter meines Mathematiklehrers.  Kurven, sag ich nur... Aber Monika war  völlig unberechenbar. Vielleicht weil ihr Vater  mich nie gemocht hatte...
In der Folge war ich wirklich mal ein paar Wochen solo. Der Grund dafür war, dass ich an dieses Super-Weib in der Kaufhof- Fotoabteilung einfach nicht rankam – aber ein Date reichte dann, um zu merken: Die war mir etwas zu unterbelichtet!
Blitzgescheit dagegen und immer Klassenbeste war Anita, die Tochter unseres Klempners...leider völlig verklemmt!  Da lief nichts, gar nichts.  Immerhin lernte ich durch Anita dann die Tochter des Schweißers kennen, der für diesen Klempner arbeitete, und die war heißblütig, feurig, ja eine echte Flamme!
Naja, ich will hier nicht weiter angeben. Was ich eigentlich sehr wichtig fand: Ich machte auf diese Weise jede Menge Erfahrungen mit unterschiedlichsten  Berufen und.... deren weitreichenden Prägungen.
Ach so: Fest zusammen bin ich jetzt übrigens mit Regine – die ist allererste Sahne, kann ich nur sagen.  Was ihre Eltern machen?  Die haben die Konditorei am Bahnhof, die beste weit und breit.


Anmerkung von eiskimo:

Das mit Regine ist jetzt auch aus - sie schmolz für einen Heizungsmonteur dahin

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Kommentare zu diesem Text


 Isaban (03.03.18)
Witzig, aber ein bisschen Insterburg & Co., oder?

Schau noch mal nach der ersten, die braucht noch eine Leerstelle hinter dem Komma und die Klassenbeste eine Majuskel, dafür könnte man das eine oder andere "danach" oder das "so so" bei den Erfahrungen sowie den einen oder anderen Gedankenstrich ausbauen. Ansonsten: Mich nervt die Punktitis, vielleicht ginge es ja auch ohne...

Nichts für ungut.

Liebe Grüße

Sabine

 eiskimo meinte dazu am 03.03.18:
Wie immer danke ich für den Feinschliff! Und dass ich ein Fan von Insterburg & Co bin, verhehle ich nicht.
PS: Vergessen habe ich übrigens die Tochter vom Kieferorthopäden, boh, die klammerte!
lG
eiskimo

 Isaban antwortete darauf am 03.03.18:
Alter Chauvi!

 Sternenpferd (04.03.18)
gefällt mir , witzig geschrieben :)
lg m.

 TrekanBelluvitsh (04.03.18)
Der Text enthält viel prima Ideen. In dieser Ansammlung wirken sie jedoch ein wenig lieblos hingeworfen. Ich hätte es schöner gefunden, wenn du dich auf zwei oder nur eine beschränkt und die besser und ausführlicher ausgearbeitet hättest.

 princess (04.03.18)
Hallo eiskimo,

die Idee gefällt mir durchaus auch. Vielleicht bräuchte sie noch einen kleinen Reifungsprozess, um sich gut entwickeln zu können. Manche Beispiele finde ich sehr gelungen (z.B. Tankstellenpächter/super, Mathematiklehrer/unberechenbar), während ich andere eher als unangenehm empfinde [z.B. Fotoabteilung/unterbelichtet, Klempner/Nachbars Lumpi). Aber das ist sicher auch eine Frage des persönlichen Geschmacks.

Trekans Eindruck von einer etwas lieblos dahin geworfenen Sammlung kann ich ein Stück weit teilen. Aber auf jeden Fall eine Sammlung mit Potenzial!

Liebe Grüße
Ira

 eiskimo schrieb daraufhin am 04.03.18:
Danke für die hilfreichen Kritikpunkte - ich arbeite dran!

eiskimo
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