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Logan

Prolog zum Thema Vampire


von ThalayaBlackwing

Die Zeit schritt voran, Lia lernte und wurde schnell zum Liebling ihrer Sires. Damit hatte sie Sophie ausgestochen, die ihr missmutig Platz machen musste. Lia, die 20 Jahre jünger war als Sophie, hatte in kürzerer Zeit mehr gelernt als Sophie und war damit in den Augen Embers besser geeignet, eines Tages ein Rudel zu führen, als es Sophie jemals sein würde.

Um Verantwortung zu lernen, bekam Lia die Aufgabe, auf die Welpen zu achten und ihnen die wichtigsten Dinge zu erklären. Gleichzeitig wurde sie immer häufiger von Ember mit in die Stadt genommen und begegnete dort zum ersten Mal Vampiren anderer Clans. Das Getue der anderen nervte Lia einfach nur. Wieso versuchten sie ihr Tier, ihr inneres Selbst in Ketten zu legen, um so zu tun als wären sie Menschen? Das ergab für Lia keinen Sinn und sie fragte Ember. Dieser erwiederte:

„Sie sind schwach. Sie vertrauen sich selbst nicht und wissen, dass sie Monster sind. Sie sind aber zu schwach, dass Monster, dass in uns allen lebt, zu beherrschen.“

Danach gingen sie wieder in den Wald. „Wieso gehen wir dann zu denen? Was bringt uns das?“

„Wir müssen dort hin, um zu sehen, was für einen Blödsinn sie diesmal wieder anstellen. Damit wir uns rechtzeitig vorbereiten können, falls was schief geht.“

„Ich verstehe.“

„Gut, pass auf die Welpen auf, ich bin in ein paar Nächten zurück. Du hast so lange die Verantwortung. Dass du mich nicht blamierst.“

„Ja, Ember. Ich werde dich gut vertreten.“

Ember verschwand in der Nacht und kam tatsächlich erst einige Wochen später zurück. In ihrem Schlepptau hatte sie einen Mann. Er hatte blonde Haare und einen kurzen Vollbart. Seine Klamotten waren verdreckt, zerrissen. Er blickte sich um und wie bei ihr damals, so stellte Ember auch ihn vor.

„Das ist Logan, mein Kind. Ich erwarte von euch, dass ihr ihn willkommen heißt.“

Und auch diesmal war es Red, der den Neuen zuerst begrüßte und alle fielen ein. Als das Knäuel sich schließlich wieder auflöste, rief Ember Lia und Logan zu sich.

„Logan, das ist Lia, deine Schwester. Sie ist es nicht nur durch den Bund dieses Rudels, sondern auch durch mein Blut. Sie wird sich um dich kümmern. Du wirst auf sie hören. Lia, als Logans Schwester erwarte ich, dass du dich besonders gut um ihn kümmerst. Ist das klar?“

Beide nickten und Ember ließ die beiden zurück. Eine unangenehme Stille breitete sich zwischen den beiden aus. Sie belauerten sich, nicht wissend, was sie vom anderen halten sollten.

„Mach einfach keinen Blödsinn, dann kommen wir da beide gut raus.“ meinte Lia schließlich, bevor sie sich umdrehte und ging. Sie hatte ja schließlich noch die anderen Welpen, um die sie sich kümmern musste.

Logan bekam von Ember viel Aufmerksamkeit. Das war nicht immer gut für den Welpen, aber es schnitt tief in Lias Herz. Eine Angewohnheit, die sie lange abgelegt zu haben schien, davon zu laufen und sich zu verstecken, wenn sie sich ausgeschlossen, unwillkommen, überflüssig fühlte, kam zurück. Sie mochte Logan, irgendwie, aber erneut zu erleben wie ihr jüngerer Bruder alle Aufmerksamkeit der Mutter bekam, brach ihr Herz.

Logan schien das alles nicht so recht mitzubekommen oder tat wenigstens so. Er folgte Lia ständig und wollte mit ihr spielen. Lia aber war nicht nach Kabbeln zumute, sie wollte ihre Ruhe. Aber immer wieder war da dieser Welpe. Ein erwachsener Mann, der sich wie ein Kind aufführte und spielen wollte. Auch dem wollte sie entgehen, als sie mal wieder davon lief. Niemand schien bisher ihren Platz entdeckt zu haben, zu dem sie sich zurückzog, oder nicht finden zu wollen. Niemand hatte sie jemals dort belästigt und das war ihr nur Recht so. Doch diese kleine Nervensäge von Bruder war da anders. Als es mal wieder zu einer klaren Demonstration von Zuneigung gegenüber Logans von Embers Seite kam, Lia war sich sicher, dass sie damit spielte, absichtlich sie zu verletzen suchte, floh Lia wieder zu ihrem Baum. Sie hasste sich dafür, so anfällig zu sein. Sie blieb dort fünf Tage und wäre auch danach nicht heimgekehrt, wenn nicht ein kleiner, nerviger Welpe sie aufgespürt hätte.

Es war Logan, der entgegen seiner Befehle, Lia nachgelaufen war, sie witterte und schließlich auf ihrem Baum fand.

„Geh nach Hause, Logan, bevor Ember bemerkt, dass du weg bist. Du solltest hier nicht allein rumlaufen. Du weißt, wie sie reagiert, wenn du etwas falsch machst.“

Doch statt zu gehen, blieb Logan lässig an den Baum gelehnt stehen und meinte einfach nur „Nein.“

„Bitte Logan, ich will nicht, dass du Ärger bekommst.“

„Ich geh nicht ohne dich.“

Trotz blitzte in den Augen Logans und auch eine Herausforderung. Logan war stark geworden in den wenigen Jahren, die er nun hier war. Und wenn sie sich nun mit ihm kabbelte, war die Gefahr groß, dass sie ne ganze Weile Spaß an den Kratzern haben würde, die sie von ihm bekam.

„Ich komm nicht mit. Mich vermisst eh keiner und es interessiert auch niemanden, ob ich da bin oder nicht. Das war schon immer so.“

„Wenn du nicht mitkommst, bleib ich auch hier. Du sollst auf mich aufpassen, also bleib ich in deiner Nähe.“

Er grinste und Lia seufzte.

„Du bist verrückt, aber na gut, lass uns nach Hause gehen.“

Auf dem Weg zurück tobten die beiden durch den Wald und es schien als habe Logan das Eis gebrochen. Doch wie nicht anders zu erwarten gewesen ist, wartete Ember wütend auf die beiden. Beide bekamen eine Trachtprügel, die sich sehen lassen konnte, doch Logan hatte es schlimmer erwischt. Er hatte sich vor Lia gestellt, sie zu beschützen und zu verteidigen. Es wäre alles seine Schuld gewesen, dass sie im Wald waren. Er wollte spielen gehen und Lia sei ihm nach. Und immer habe er, Logan, nur so getan, als folge er Lia nach Hause um dann kurz vor Schluss wieder zu entwischen und so sie beide einen Tag länger im Wald zu halten.

Er log, für sie, aber warum? Auch er schien fünf Nächte lang fort gewesen zu sein. Sein „Ungehorsam“ kam ihm teuer zu stehen. Diesmal war es nicht nur Hunger und leichte Verletzungen, die er nicht ausheilen konnte, und ein Tier, dass tief schlief, so wie es Lia erging, sondern ihm gegenüber setzte sie zum ersten Mal auch ihre Klauen ein. Verletzungen, mit denen er lange zu kämpfen hatte und die ihm eine Lehre waren.
Beide Geschwister gingen in den Bau. Lia rollte sich in einer Nische zusammen und als Logan sich gerade zu der Nische bewegen wollte, die er sich mit Red teilte, meinte sie:

„Willst du hierher kommen, Brüderchen?“

Das Eis war gebrochen als Logan sich an Lia kuschelte. Fortan verband die beiden etwas, das über das schnöde Blut hinaus ging.

Die Zeit, die danach kam, war für beide leichter, da sie einander hatten. Lia bekam Logan als Übungsobjekt von immer er sich gegen Embers Willen aufgelehnt hatte. Sie sollte lernen, sein Tier in den Schlaf zu singen. Am Anfang war das aber eher Strafe für Lia denn für Logan. Er nutzte nun seine Klauen auch im Spiel und Lia musste zudem noch lernen, wie sie dem Schaden besser standhielt. Aber sie schafften es, gemeinsam. Und die Zeit verging und nichts schien den Frieden zu stören, denn ein paar aufmüpfige Welpen, der übliche Streit zwischen Kainiten und natürlich die Gesellschaft. Doch dabei sollte es nicht bleiben.

Ein Kind der NachtInhaltsverzeichnisDer Verrat
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