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versäumtes

Gedicht zum Thema Wagnis


von monalisa

versäumtes

nachts träumte ich von brücken
die in den nebel führen
zu einer nahvertrauten stimme
zu klängen die berühren

und dennoch habe ich gekniffen
schon vor dem ersten schritt gescheut

am morgen sind die brücken aufgeräumt
liegt jedes wort an seinem ort
in seinem kästchen – dicht
unter verschluss

doch träume ich
von erdbeereis

 
 

Kommentare zu diesem Text


EkkehartMittelberg
Kommentar von EkkehartMittelberg (10.03.2018)
Ein Gedicht, das nicht leicht zu deuten ist, liebe Mona.. In nächtlichen Träumen sah das LyrIch Brücken, die in das geheimnisvolle (Nebel) Unterbewusstsein führen, das ihm aber als Teil von ihm selbst nahvertraut ist.
Man kann das Kneifen so verstehen, dass es noch im Traum stattfindet.
Am Morgen, wenn das helle Bewusstsein herrscht mit aufgeräumten Brücken und wohlgeordneten Worten, ist der Weg ins Unterbewusstsein versperrt ("unter verschluss" ). Doch gibt es auch Tagträume, die freilich banal sind, Träume von Erdbeereis.
Wege ins Unterbewusstsein sind immer ein Wagnis, weil man nicht weiß, was man über sich entdeckt. Deshalb werden sie meistens versäumt.
Mir gefällt dein Gedicht mit psychologischer Wahrheit sehr.
Liebe Grüße
Ekki
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monalisa meinte dazu am 11.03.2018:
Eine sehr schöne Deutung, lieber Ekki 😊. Es freut mich natürlich ganz besonders, dass dir das Gedicht so gut gefällt. Hab vielen Dank!

Liebe Grüße
mona
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Hilde
Kommentar von Hilde (10.03.2018)
Träume nicht zu leben, Wagnisse für deren Erlebbarkeit nicht einzugehen, bedeutet Versäumnisse zu leben.
Erdbeereis - könnte ein Grund sein, doch noch über Brücken zu gehen?
Liebe Grüße, monalisa - ein gut geschmiedetes Gedicht
Hilde
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monalisa antwortete darauf am 11.03.2018:
Auch dir ein herzliches Danke, liebe Hilde, deine Gedanken zum Text sind ebenfalls sehr bereichernd für mich. ja, das Erdbeereis könnte selbst (niederschwellig) eine Brücke sein auf dem Weg, sich einen Traum zu erfüllen.

Liebe Grüße
mona
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Isaban
Kommentar von Isaban (11.03.2018)
Hallo Mona,

für mich ist das ein Text, der mich ein wenig an die Saure-Trauben-Fabel von Aesop erinnert.

Der Fuchs nimmt (zumindest gedanklich) mehrmals Anlauf, sucht eine Möglichkeit, diese Köstlichkeiten, die da über einer hohen Mauer von einem Rebstock herabhängen zu erreichen, erkennt dann aber, dass er die wundervollen goldenen Trauben dort ganz oben nicht erreichen kann - oder sich etwas einfallen beziehungsweise sich sehr anstrengen müsste, um doch noch in den Genuss zu kommen.

Und er wie´, dass seine Anstrengungen irgendwie komisch wirken könnten, besonders, wenn sie nicht von Erfolg gekrönt werden. Um sich vor der zuschauenden Vogelschar nicht lächerlich zu machen, wendet er sich ab und sagt laut hörbar: Was soll`s, die waren doch sowieso viel zu sauer!

Der Fuchs wird nie wissen, was er verpasst hat und vielleicht verfolgen ihn die unerreichbaren Früchte noch bis in seine Träume. Um wie viel einfacher ist es dann, sich ein leichteres Ziel zu suchen und anstelle von Nähe und Berührung lieber von Erdbeereis (Sommer, Wärme, leichtes Leben, süße, belebende Köstlichkeit, Erfrischung, jung sein - Surrogat) zu erwerben, das man fast an jeder Ecke kaufen und das den Sommer dennoch nicht ersetzen) kann?

Interessant, dass es nur im ersten Traum zwei Reime gibt, dass man sich nur auf den ersten Traum einen Reim machen kann, allen anderen Versen fehlt der (Reim-) Partner..

Spannend ist auch, dass dem "Verschluss" der Auftakt fehlt, dass er den einzigen Trochäus zwischen all den Jamben darstellt; das Ding, was den Verschluss dicht macht und passend erscheinen lassen würde (der Deckel?) fehlt.

So aber liegt der erste, der nicht verwirklichte Traum, so dicht unter der Oberfläche, dass man besser nicht daran kratzen sollte, denn kein noch so rosa angehauchtes Surrogat kann wirklich das ersetzen, was es eigentlich ersetzen soll. Es wird immer das fehlen, was den Unterschied zwischen Nutella und anderen Nuss-Nougat-Cremes ausmacht.

Liebe Grüße

Sabine
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monalisa schrieb daraufhin am 12.03.2018:
Vielen Dank, Sabine, für deine umfassende Interpretation, du triffst damit ziemilich genau ins Schwarze 😊.
Nicht alle Träume lassen sich verwirklichen, manche verliert man aus dem Blick, manche belächelt man im Nachhinein. Aber es gibt auch jene, bei denen man sich fragt: 'was wäre wenn ...'!

Danke auch, dass du einen genauen Blick auf die Formalien geworfen hast: ja, echte Endreime gibts nur in der ersten Strophe, dann nur noch Assonanzen, wenn man 'wort - 'ort' außer Acht lässt.
Der Hebungsprall bei 'dicht unter Verschluss' ist gewollt, hast du ganz in meinem Sinn gedeutet! Verschluss und Erdbeereis bleiben Reimwaisen, warum wohl ?

Ich hab mich sehr über deinen Kommi gefreut!
Liebe Grüße
Mona
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Kommentar von Aron Manfeld (48) (12.03.2018)
Dieser Kommentar ist nur für eingeloggte Benutzer lesbar.
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monalisa äußerte darauf am 13.03.2018:
Lieber Aron,
danke für den Tipp, aber das überlass ich getrost dir.
Da ist es in den besten Händen 😉.

Liebe Grüße
mona
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Aron Manfeld (48) ergänzte dazu am 15.03.2018:
Diese Kommentarantwort ist nur für eingeloggte Benutzer lesbar.
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