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Wenn Einar zum Tatort rollatort

Einakter zum Thema Eigene Welt


von Didi.Costaire

Aus der Ecke gellt ein Schrei.
Karl vermisst sein Frühstücksei.
 
Eierklau im Altenheim?
Gustav fällt der Haferschleim
aus dem ei'rigen Gesicht.
Er beteuert: »Ich war's nicht!«
 
Während alles sich ereifert,
sabbert, prokelt, pupst und geifert,
möglichst eilig just zum Tatort
eiert oder hinrollatort,
stürmt vorweg, so forsch wie keiner,
trillerpfeifend Einarr Einar,
einstmals Chef der Polizei.
Schon beginnt die Fragerei.
 
Täter sei der Pfleger Eike,
argwöhnt Oberschwester Heike.
Jener freilich zeigt auf Matz
mit dem Dotter auf dem Latz.
 
Ei, bei Fritz, wo Hosen leiern,
riecht es penetrant nach Eiern.
Das macht seine Berta richtig
heiß und gleichfalls eifersüchtig.
 
Manche brabbeln, viele schweigen,
Karl hingegen, reichlich eigen,
eigensinnig auch und eitel,
kämmt sich noch sein bisschen Scheitel
und verlässt den Speisesaal.
Einar sieht mit einem Mal
auf dem leeren Stuhl ein Ei,
meint, dass das die Lösung sei:
 
Karl hat sich aufs Ei gesetzt
und dann hat er bis zuletzt
ziemlich eisern drauf gesessen,
denn er hatte es vergessen.
 
Somit scheint der Fall erledigt.
Nur das Ei ist schwer beschädigt.

Anmerkung von Didi.Costaire:

Der Tagesbetreuer der Arbeiterwohlfahrt
ist in der Zwischenzeit erschienen,
hat das Geschehen interessiert verfolgt und
zur Melodie von „Brüder, zur Sonne, zur Freiheit“
ein paar eilige Zeilen gedichtet,
die beim anschließenden geselligen Beisammensein
gemeinsam intoniert werden:

♪♫ Einer, wie Einar, der Einarr ♫♪
♪♫ Einarmig, aber von Welt ♫♪
♪♫ Hier kommt wie keiner dem Ei nah ♫♪
♪♫ Einar als Einakter-Held … ♫♪

Bei der Wiederholung des Refrains
stimmen auch die Schwerhörigen mit ein:

♪♫ … Hier kommt wie keiner dem Ei nah ♫♪
♪♫ Einar als ein nackter Held ♫♪

Die Alten haben dermaßen viel Spaß, dass sie beschließen,
zu Ostern eine heitere Oparette aufzuführen.
Sie üben fortan genauso fleißig wie ohrenbetäubend
und einige gerüstige Rentner bauen gar ein Bühnenbild.

Und wenn sie nicht gestorben sind, dann singen sie noch heute.


 
 

Kommentare zu diesem Text


Jorge
Kommentar von Jorge (27.03.2018)
Eine eierige Operette mit Einsitzer Geheimnissen 😊
mit Lachen vor dem Frühstücksei
Jorge
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Didi.Costaire meinte dazu am 27.03.2018:
Hallo Jorge, ich freue mich, dass dir das Frühstück mit Blödelei geschmeckt hat.
Danke für deine Worte und beste Ostergrüße, Dirk
diese Antwort melden
Jorge
Kommentar von Jorge (27.03.2018)
Der ursprüngliche Kommentar wurde am 27.03.2018 um 09:11 Uhr wieder zurückgezogen.
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Inlines
Kommentar von Inlines (27.03.2018)
Reimkunst zum Schulternklopfen. Als wäre man dabei.
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Didi.Costaire antwortete darauf am 27.03.2018:
Danke, das hört sich gut an.
Schöne Grüße, Dirk
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loslosch
Kommentar von loslosch (27.03.2018)
"Her mol, des is moin Karl sei Sach."

zwischenruf der sponsa. (hat sie bei joy fleming geklaut.)
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Didi.Costaire schrieb daraufhin am 27.03.2018:
Dann kommt der Tusch also daher, dass Karl so manche Sach vertuscht. ;-)))
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AZU20
Kommentar von AZU20 (27.03.2018)
Meine Schwiegermutter im Altenheim war amused. Ich naürlich auch. LG
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Didi.Costaire äußerte darauf am 28.03.2018:
Hallo Armin,
dass es deiner Schwiegermutter gefallen hat, freut mich besonders. Danke für den Bericht und beste Grüße an euch.
Dirk
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Kommentar von niemand (27.03.2018)
Brutal, aber sehr, sehr gut verreimt. Die letzten Illusionen
bezüglich des Alterns können einem dabei aber vergehen.
Nix mehr mit Alterswürde und Weisheit :-(
Das Alter als Tragikkomödie, schwarzhumorig.
Mit lieben Grüßen, Irene
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ErichCarl ergänzte dazu am 27.03.2018:
Thematisch grenzwertig, handwerklich exzellent. Insofern unterschreibe ich Irenes Kommentar zu 100 Prozent.
EC
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Didi.Costaire meinte dazu am 28.03.2018:
In der Tat, das ist tiefschwarzer Humor. Das Leben meint es nicht mit allen gut, insbesondere zum Ende hin. Vielleicht fällt selbst dann alles etwas leichter, wenn man wenigstens noch darüber lachen kann. Hoffen wir das Beste!
Danke für eure Kommentare und liebe Grüße, Dirk
diese Antwort melden
EkkehartMittelberg
Kommentar von EkkehartMittelberg (27.03.2018)
Es geht nicht um das Ei des Columbus, sondern um das komische Ei von Didi und das ist amüsanter.
Liebe Grüße
Ekki
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Didi.Costaire meinte dazu am 28.03.2018:
Danke Ekki, das freut mich.
Liebe Osergrüße, Dirk
diese Antwort melden
Kommentar von harzgebirgler (27.03.2018)
das gelbe vom ei ist son heimleben nicht
davon zeugt sehr gut auch dein tatort-gedicht.

beste abendgrüße
henning
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Didi.Costaire meinte dazu am 28.03.2018:
Da sind wohl schon so Frühstückseier,
falls nicht zu hart, ein Grund zur Feier.

Danke für deine Zeilen und beste Grüße, Dirk
diese Antwort melden
GastIltis
Kommentar von GastIltis (27.03.2018)
Hier hat Einar schwer gewütet
und den Einakter bebrütet.
LG von Gil.
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Didi.Costaire meinte dazu am 28.03.2018:
Anfangs stand ich auf der Leitung,
doch nach etwas Einarbeitung
ging es eigentlich auch schon
an die Eigenproduktion.

Danke für deine Zeilen und liebe Grüße, Dirk
diese Antwort melden
plotzn
Kommentar von plotzn (28.03.2018)
Lieber Dirk,
über "eitrigen Gesicht" kann ich beim besten Willen nicht lachen, auch wenn mit klar ist, dass Du möglichst viele "Ei"er unterbringen wolltest, und auch "sabbert, prokelt, pupst und geifert" finde ich in dem Zusammenhang grenzwertig.
Ansonsten ist es aber ein klasse Gedicht, gespickt mit Wortwitz und kreativen Reimen (Tatort / rollatort), das schon in den ersten beiden Versen Lust auf mehr macht und auch andere Höhepunkte hat, wie "kämmt sich noch sein bisschen Scheitel".

Liebe Grüße,
Stefan
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Didi.Costaire meinte dazu am 28.03.2018:
Danke für die Textkritik und -analyse, lieber Stefan. Ich habe mich gleich mal mit ein bisschen Tintenkiller über den fiesen Eiter hergemacht und wünsche dir vom Scheitel bis zur Sohle schöne Ostertage. ;-)
Herzliche Grüße, Dirk
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