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SolipsismusInhaltsverzeichnisEine Antwort

Blind und bösartig

Ansprache zum Thema Leben


von TrekanBelluvitsh

Es gibt keine Gerechtigkeit ohne Öffentlichkeit. Stille Urteile und geheime Entscheidungen unterminieren all jenes Vertrauen, welches nötig ist, damit der Waffenstillstand zwischen den Menschen nicht allzu brüchig wird. Das bedeutet jedoch nicht, dass die Öffentlichkeit gerecht ist. Die Öffentlichkeit ist der Abwasserkanal der Wahrheit. Hier wird all der Mist aufgefangen. Diesen Gestank wird man nur schwer wieder los. So kontrolliert die Öffentlichkeit zwar die Gerechtigkeit, allerdings ist die Gerechtigkeit das unverzichtbare Korrektiv der Öffentlichkeit.

 
 

Kommentare zu diesem Text


Kommentar von Graeculus (69) (28.03.2018)
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TrekanBelluvitsh meinte dazu am 28.03.2018:
Ja, das funktioniert. Solange es den beteiligten nicht nur um die Befriedigung ihrer Gefühle geht.

Konkretes Beispiel: Innen"minister" Seehofer und Gesundheits"minister" machen gerade das, was sie selbst wohl das konservative Profil schärfen nennen würden. Dabei tun sie nichts anderes, als alte Feindbilder zu benutzen: Die Fremden und die Unterschicht, die ja eh nur faul ist. Ziemlich gefühlsüberlagert, wenn du mich fragst.
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AZU20 antwortete darauf am 28.03.2018:
Graeculus hat natürlich recht. LG
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RainerMScholz schrieb daraufhin am 01.05.2018:
Lügen ohne Öffentlichkeit? Natürlich kann man sich auch selbst etwas in die Tasche lügen, was ohnehin das schlimmste Verbrechen ist.
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TrekanBelluvitsh äußerte darauf am 01.05.2018:
Oder beides zusammen, frei nach dem Motto. "Den drücken wir in die Ecke, bis er quitscht."
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Kommentar von Graeculus (69) (28.03.2018)
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ManMan
Kommentar von ManMan (28.03.2018)
Öffentlichkeit ist ein ebenso unscharfer Begriff wie Volk. Taugt allenfalls für politische Phraseologie.
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TrekanBelluvitsh ergänzte dazu am 28.03.2018:
Es bringt nichts, den Begriff zu leugnen, nur weil seine Definition fragwürdig ist. Das ist ja ein Teil des Problems. Erst schreien alle "Hängt ihn höher!" und nachher will keiner beteiligt gewesen sein.

Antwort geändert am 28.03.2018 um 05:16 Uhr
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Kommentar von LottaManguetti (59) (28.03.2018)
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Kommentar von Echo (34) (28.03.2018)
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TrekanBelluvitsh meinte dazu am 29.03.2018:
Gerechtigkeit ist kein Zustand. es ist eine Art und Weise, wie man mit Problemen umgeht. Und sie ist notwendig, weil Konflikte und Gerchtigkeitsverletzungen zwischen Menschen nicht die Ausnahme, sondern die Regel sind.
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Echo (34) meinte dazu am 29.03.2018:
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EkkehartMittelberg
Kommentar von EkkehartMittelberg (28.03.2018)
Wer ist hier blind und bösartig? Wenn die Öffentlichkeit gemeint ist, geht der Vorwurf ins Leere, denn in dem unscharfen Begriff verschwimmen zu viele Adressaten.
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TrekanBelluvitsh meinte dazu am 29.03.2018:
Blind klaute ich von Justizia, als Teil der gerechtigkeit. Bösartig ist die Öffentlichkeit. Denn die Öffentlichkeit, und mit ihr all die vielen Adressaten, wird ohne Korrektiv zwangsläufig - und in der regel sehr schnell - bösartig.
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TassoTuwas
Kommentar von TassoTuwas (28.03.2018)
Gerechtigkeit ist für das Individuum von untergeordneter Wichtigkeit, da sie aus dem egoistischen Blickwickel kommt.
Gerechtigkeit für alle ist eine Forderung des Humanismus, hat ihre Wurzeln in Bildung und gesellschaftlicher Bindung.
Dort allerdings ist sie unverzichtbar.
TT
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TrekanBelluvitsh meinte dazu am 29.03.2018:
Gerechtigkeit widerspricht dem egoitsischen Trieb der Menschen! Denn sie ist eine Handlungsanweisung, die für alle gültig sein muss, um zu wirken.
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derNeumann meinte dazu am 02.04.2018:
Gerechtigkeit entspricht genau dem egoistischen Trieb des Menschen, denn sie ist subjektiv und schaut auf einen Sachverhalt nur aus dem eigenen Blickwinkel.
Das RECHT versucht das Ganze zu objektivieren, in dem es mehrere Perspektiven berücksichtigt, was meist dazu führt, dass sich alle ungerecht behandelt fühlen.
Denn: eine objektive Gerechtigkeit kann es nicht geben, Und Moral, Recht oder Ethik sind erst in einer höheren Instanz gerecht, da sie - subjektiv betrachtet - für alle gleich gelten. So sind halt die Spielregeln einer sozialen Gemeinschaft.
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franky
Kommentar von franky (28.03.2018)
Der Titel ist schon etwas eigenartig gewählt;

Nach eigener Erfahrung gibt es bei Gericht keine selbstverständliche Gerechtigkeit. Recht ist nur das, was Zeugen aussagen und wenn es erstunken und erlogen ist.
Habe es schmerzlich am eigenen Leib erfahren müssen.

Das ist eine Seite der Medaille, die nur selten beachtet wird.
Gerechtigkeit ist eine äußerst subtile Sache.

Gruß Franky
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TrekanBelluvitsh meinte dazu am 29.03.2018:
Der Titel ist schon etwas eigenartig gewählt.
Blind klaute ich von Justizia, als Teil der gerechtigkeit. Bösartig ist die Öffentlichkeit. Denn die Öffentlichkeit, und mit ihr all die vielen Adressaten, wird ohne Korrektiv zwangsläufig - und in der regel sehr schnell - bösartig.

Vor Gericht ist das Entscheidende oft die Taktik. Und wenn der von anderen auf die Lug-und-Trug-Karte gesetzt wird und es nur Aussagen gibt. Ist es in der Tat sehr schwierig. Allerdings sehe ich das Versagen weniger bei der Gerechtigkeit als bei den Menschen als Teil der Öffentlichkeit, die da ziemlich bösartig sind...
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Hilde
Kommentar von Hilde (28.03.2018)
Gerechtigkeit ist ein großes Wort. Das Empfinden darüber, was Gerechtigkeit ist und was nicht, liegt wohl in dem Standpunkt, auf dem Jemand sich selbst befindet, ist also abhängig von der (möglichen perspektivischen) Sicht des jeweils Einzelnen. Selbst, wenn sich Menschen zu einer Gruppe zusammenfinden, die anscheinend gemeinsam für oder gegen Dieses oder Jenes ist, wird man in jedem einzelnen Kopf ganz eigenes Denken und überhaupt in Jedem ein individuelles (je nach persönlichem Standort) Empfinden Gerechtigkeit sehen.
Ich z. B. fände es gerecht, wenn zunächst einmal mindestens ein Drittel (die Hälfte?) der Politiker aus dem Dienst
'entlassen' würden, und die Verbleibenden je nach Colour ihre Pläne/Ziele zu ihren Themen klar definieren und
niederschreiben würden/müssten, diese dem Volke ein Mal jährlich per Bundestag (oder wofür ist diese Gesellschaft dort?)
dezidiert aufdecken/vorlegen müssten, um dann diese ihre Pläne/Ziele ein Mal jährlich einem jeweiligen Volksentscheid zu überlassen (selbstverständlich müssten auch 'Gehaltserhöhungswünsche' (denn es gäbe keine Diäten mehr) unter Begründung dem Volke zum Entscheid vorgelegt werden).
Ich denke aus meiner Sicht , dass damit eine Schnittstelle Gerechtigkeit in etwa gefunden werden könnte, weil
davon ausgegangen werden kann, dass sich der Einzelne aus eigenem Interesse an Volksentscheidungen beteiligen
würde, jeder Einzelne der Öffentlichkeit also zum Zuge käme. Somit würde die 'Öffentlichkeit' tatsächlich zur
kontrollieren könnenden Masse (zum Korrektiv) sozusagen auferstehen.
Der Fisch stinkt vom Kopfe her, der zum unendlichen Wasserkopf mutierte - weil man (Volk) ihn ließ.

Kommentar geändert am 28.03.2018 um 14:15 Uhr
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TrekanBelluvitsh meinte dazu am 29.03.2018:
Gerechtigkeit hat ziemlich wenig mit dem Standpunkt so tun, weil es nämlich eine Handlungsanweisung ist, wie man sich Verhalten soll, unabhängig vom Einzelfall.
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Hilde meinte dazu am 29.03.2018:
Gerechtigkeit ... eine Handlungsanweisung ist, wie man sich Verhalten soll ...


Kannst du mir das bitte näher erläutern?


Zum Thema Standpunkte/Gerechtigkeit/Einzelfall - wie überhaupt zu der komplexen Thematik 'Gerechtigkeit' gibt es einen Artikel Wikipedia unter 'Gerechtigkeit', in dem einiges zusammengetragen wurde, das sicher noch weiter aufgefächert werden wird. In ihm wird zumindest eines noch einmal bewusst: die Komplexibilität des Themas Gerechtigkeit, und die Wesentlichkeit der Standpunkte, zu denen Überlegungen zum Thema Gerechtigkeit im Laufe von vielen Jahrhunderten führten und wohl noch weiter führen werden ...

lG
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TrekanBelluvitsh meinte dazu am 29.03.2018:
Eine Idee von Gerechtigkeit wäre: "Alle Menschen in vergleichbaren Situationen vergleichbar und angemessen zu behandeln."
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Hilde meinte dazu am 29.03.2018:
Steht, glaub ich, so in dem Artikel. Ich meine, genickt zu haben
beim Lesen. Den Artikel las ich, nachdem ich die vielen
(logischerweise) unterschiedlichen Reaktionen 'Gerechtigkeit'
der Kommentierenden sah, und deine wiederum sehr eigenen Antworten darauf.

Idee/Vorstellung/Vision - Standpunkt.
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TrekanBelluvitsh meinte dazu am 29.03.2018:
Wenn du meine Antworten gelesen hast, wirst du festgestellt haben, dass es mir nicht darum zu sagen, das etwas bestimmtes gerecht ist. Ich wollte dazu anregen, darüber nachzudenken, wie Gerechtigkeit zustande kommen kann, allgemein betrachtet, abstrakt. Denn ohne allgemeine Richtlinien wankt man von einer Entscheidung zur nächsten und ohne das etwas erkennbar wird, an das man sich halten kann/soll/darf.

Wichtig ist jedoch zu begreifen, dass Gerechtigkeit kein Zustand ist. Gerechtigkeit ist kein Nirwana. Jeden Tag muss aufs neue um sie gekämpft werden.

Natürlich kann sie auch an Grenzen stoßen. wenn z.B. wie von Franky völlig zurecht aus persönlichem erleben berichtet, soviel kriminelle Energie am Werke ist, dass alle Zeugen lügen, stößt die Gerechtigkeit als Systematik an ihre Grenzen. wie gesagt: Die Gerechtigkeit ist kein Zustand. Sie ist das Ergebnis der täglichen Auseinandersetzung mit ihr.
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Hilde meinte dazu am 30.03.2018:
Du warst innerhalb deiner Antworten zu den Kommentaren schon recht rigoros - innerhalb deines Standpunktes zu der Zeit deiner Antworten. Standpunkte können wechseln, wie alles wechseln kann.

Gerechtigkeit ist kein Zustand. Da stimme ich dir zu.
"Sie ist das Ergebnis der täglichen Auseinandersetzung mit ihr."
Ja, täglich, und zwar von Kindesbeinen an. Kinder sind die, die aus ihrer jeweiligen Sicht heraus sagen und schreien: DAS ist ungerecht! A) denke ich, weil dem Menschen im Kern ein Gefühl für Gerechtigkeit mitgegeben ist, wie es ein Gefühl für Schmerz gibt, eines für Trauer, für Liebe. B) denke ich, dass Menschen mit eben diesem im Kern ausgestatteten Gefühl lernen müssen, umzugehen. Wobei ich mich TassoTuwas anschließen möchte ein wenig, der von Egoismus sprach. Diesen Egoismus des 'ICH halte das und das für ungerecht, oder für gerecht!' und dies als einzige Möglichkeit anzusehen, als Non plus Ultra anzusehen, wird innerhalb einer Sozialisierung in bestimmten Bereichen, staatlichen, politischen, justizialen sozusagen 'gebrochen', um ein Miteinander möglich machen zu können.
Die Rechtsprechung vor Gericht hat mir der individuellen Ansicht eines Einzelnen, dazu, wie er Gerechtigkeit fühlt und denkt, nichts mehr tun. Rechtsprechung und Gerechtigkeit sind zwei verschiedene Paar Schuhe.
Ein weites Feld
Austausch darüber natürlich wichtig, weshalb mir dein Anliegen entgegenkommt. LG
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wa Bash
Kommentar von wa Bash (28.03.2018)
ich bin mir jetzt nicht sicher, ob der erste Satz so gemeint ist, dass wenn zB jemand gerecht handelt oder dies ist und niemand anderes davon erfährt, er in dem Sinne gar nicht gerecht sein kann, da es nur seinem eigenen Vorstellungsbild entspricht. D.h. laut ersterem Satz rückt somit das Handeln beziehungsweise die Aktion in den Bereich des Gerechten, da über diese auch erst im Nachhinein ein Urteil gemacht werden könnte. Abzugrenzen ist davon jedoch fahrlässiges Handeln, dh wenn aus gewissen Umständen heraus, wie zB der Notwehr oder dem Schutz kein anderes handeln mehr möglich ist. Deswegen denke viele Soldaten ja auch gerecht zu handeln, da ihnen irgendwelche Feindbilder vorgegaukelt werden und werden dann meist im Weltbild erschüttert, da eigentlich alles ja ganz anders ist, wie man es ihnen sagte. D.h mit ihrem Gerechtigkeitsempfinden wird somit gespielt oder es wird maßgebend beeinflusst, um es drastischer auszudrücken.

Kommentar geändert am 28.03.2018 um 19:01 Uhr
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TrekanBelluvitsh meinte dazu am 29.03.2018:
Gerade das Beispiel mit den Soldaten zeigt das Gegenteil von Gerechtigkeit. Und das ist für die Soldaten auch sichtbar. Nimmt man z.B. den Gleichbehandlungsgrundsatz heraus, konnte sich ein deutscher Soldat im WK 2 schon wundern, warum britische Gefangene in ein Lager gesperrt und gut behandelt wurden und gefangene Rotarmisten getötet wurden, man sie verhungern ließ, in KZs steckte oder in Gas schickte. Hier wurde Egoismus auf der Ebene des Volkes als Gerechtigkeit propagiert, was eine Korrumpierung des Begriffes war. Und wie gesagt: Das war - wenn auch zumeist nur rudimentär - für den deutschen Soldaten, die deutsche Öffentlichkeit auch erkennbar. Tatsache ist jedoch: Die meisten hätten das nicht mitgetragen,aber es juckte sie auch noch. Auch eine Art Bösartigkeit der Öffentlichkeit: Gleichgültigkeit.
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derNeumann
Kommentar von derNeumann (02.04.2018)
Guten Tag.

Zuerst dachte ich: so ein Quark. Wenn Gerechtigkeit die Öffentlichkeit bräuchte, dann wäre es bei der Ungerechtigkeit doch genau so. Immerhin ist dieses Gegensatzpaar ein Konstrukt unserer Gefühle und bar einer sachlichen Grundlage.
Doch dann dachte ich an die "Freiheit", für die ähnliche Kriterien gelten ... und daran, dass die Freiheit nur aufgrund unserer Abhängigkeit von einer sozialen Gemeinschaft definiert werden kann. Unabhängig einer sozialen Gemeinschaft sind wir immer extrem frei und ziemlich schnell auch extrem tot, was den Begriff der Freiheit recht belanglos werden lässt.
Sehr ähnlich verhält es sich mit der Gerechtigkeit, die ohne einer sozialen Gemeinschaft, einer "Öffentlichkeit", jede Definitionsgrundlage verliert.
Nun stellt sich mir die Frage: ist die Verwechslungsgefahr von Öffentlichkeit mit Öffentlichkeit gewollt? Oder interpretiere ich da zu viel hinein?

Dennoch: mir gefällt der Ansatz. Allein schon der Umstand, dass ich Gerechtigkeit schon unter vier Augen empfinden kann und als Schadenfreude sogar nur für mich allein, gibt mir völlig neue Ansätze zum Thema "Öffentlichkeit".

Findet die Welt vielleicht wirklich nur in meinem Kopf statt?

es grüßt der Neumann
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TrekanBelluvitsh meinte dazu am 03.04.2018:
Nun stellt sich mir die Frage: ist die Verwechslungsgefahr von Öffentlichkeit mit Öffentlichkeit gewollt?
???
Meintest du Öffentlichkeit und veröffentlichte Meinung? Wenn dem so ist: Die Grenze mag da schwer zu ziehen sein, oder übergangslos sein.

Auf der anderen Seite wird ja in vielen Fällen "mit den Füßen" abgestimmt. So mag uns heute bei dem Gedanke an Hexenverbrennungen schaudern und auch damals ist vielen sicherlich so gegangen. Auf der anderen Seite haben sich auch immer genug Schaulustige bei solchen Verbrennungen bzw. öffentlichen Hinrichtungen allgemein eingefunden und die Stimmung war da "nicht immer" bedrückt. (Ich lasse die anderen Bezüge bei diesem Beispiel für das Zusammenspiel "Gerechtigkeit" und "Öffentlichkeit" mal außen vor.)

Findet die Welt vielleicht wirklich nur in meinem Kopf statt?
Nein... und ja.
Die Welt an sich ist real. Allerdings sind wir Menschen völlig von unserem Gehirn abhängig und unser Gehirn wird völlig zu recht oft als ständige "Beurteilungsmaschine" beschrieben. Ob und wie man sich von diesen Urteilen lösen kann, dazu haben Neurologen und Philosophen wohl unterschiedliche Ansätze und/oder Meinungen...
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Veröffentlicht am 28.03.2018, 1 mal überarbeitet (letzte Änderung am 02.04.2018). Textlänge: 74 Wörter; dieser Text wurde bereits 322 mal aufgerufen; der letzte Besucher war ein Gast am 11.12.2019.
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