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von Elén

--

Nein, sage ich. Nicht mal die Seife noch bückt sich nach mir und wenn ich genauer aus einem halb gekniffenen Aug das künstliche Licht entlang schneide und meinen Kopf ein wenig zur Seite neige, weiß ich, dass hier die Dinge alle verrückt werden. Der Dunst im Badezimmer bekleidet den Spiegel, die Fliesen und Armaturen. Mein Körper fühlt sich krank an und, als ich gestern das Kind hochheben wollte, ist irgendwas in meinem Rücken gebrochen. Die Schmerzen gehen bis hinunter in die Füße und sticken in meine Fußsohlen Nadelkreise. Als allererstes hat diese Seife den Verstand verloren, ich schwöre es, schäumt nicht mehr und ist da völlig sinnlos für ihren Zweck und belastet damit auch noch einen Menschen. Da fängt der Tag ohne Sinn an und er endet ohne Sinn. Ich habe zu dir gesagt: du bist hier illegal eingereist, also, was willst du mir sagen und weshalb frisierst du dich überhaupt noch jeden Morgen wieder aufs Neue und rasierst dich für dich und für mich? Wo doch ohnehin feststeht, dass da kein Platz ist und kein Register, das deinen Namen schreiben könnte.


--

Anmerkung von Elén:

Inspiriert .
g.penn Zit.: "Die Seife bückt sich nach mir".


 
 

Kommentare zu diesem Text


Kommentar von g.penn (11.04.2018)
Das Badezimmer hat sich über die Jahre verändert. Zähneputzen, Waschen, Duschen, Föhnen, Kämmen, Rasieren sind heute Handlungen unter vielen, denn ebenso esse und rauche, wichse und lese und schlafe ich darin, wie ich in den übrigen Zimmern unterdes meine Zähne putze, mich kämme, föhne, mitunter rasiere, durch die Zimmer diffundierend wie ein Geist, dem ein Raum wie der andere ist, freilich: ohne davon betrübt zu sein. Ich lasse mich von meinen Defiziten nicht mehr betrüben. An mir selber fahnde ich nur noch nach Lobenswertem. Aber mehr wie zufällig, denn das Glück ergibt sich nicht aus der Anstrengung, nur aus dem Zufall, dem Unverdienten. Ich sporne mich nicht mehr zum Glück an, denn, was die Wahrheit ist: ich bin alt geworden, das älteste Kind, und ich verkrieche mich in die Gleichgültigkeit wie in einen Panic Room, in dem ich Freude, wenn überhaupt, nur noch an mir selber finde, dem schönsten Mann und gelungensten Mann im Internet, für den das Elend nichts mehr hergibt, der nichts mehr findet im Zwiespalt zwischen glücklichen und unglücklichen Menschen, keinen Hauch von Erregung, und so eben ist es im Bad: ob ich ins Klo pisse oder ins Waschbecken, in der Wanne bade oder schlafe, mich im Spiegel erkenne oder nicht; gleichviel. Aber etwas ist doch neu, ich probiere eine neue Gewohnheit aus: Jeden Tag schiebe ich minutenlang die Seife über mein Gesicht, ohne es abzuspülen. Es ist nicht die Lust an der Maske, denn der maskierte Mensch hofft noch auf ein Leben, es ist mehr der Trieb zur Mumifizierung, das vor sich selber verschwinden Wollen in der Unkenntlichkeit, in der man sich nicht mehr bewegen muss, nach nichts mehr greifen, nichts mehr betreiben. Der tote Mensch hat nur noch einen Ehrgeiz: tot zu bleiben; die Auferstehung ist seine einzige Bedrohung. Und in diesen Zustand übe ich mich ein, im Bad, die Seife am Gesicht, mit zuckenden Augen.
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autoralexanderschwarz meinte dazu am 11.04.2018:
Schade, dass man Kommentare nicht empfehlen kann.
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Elén
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Veröffentlicht am 11.04.2018. Dieser Text wurde bereits 245 mal aufgerufen; der letzte Besucher war ein Gast am 25.05.2018.
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