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Der Schweine-Igel

Gedicht zum Thema Humor


von BerndtB

Ein Igel nahm sich eine Frau,
warum, das weiß man nicht genau;
zumindest galt es nicht als fein,
ein Igel ohne Frau zu sein.

Sehr schnell war dies der Igel leid.
Er dachte traurig an die Zeit,
als er noch Junggeselle war,
und nicht nur Teil von einem Paar.

Auch junge Igel kamen an,
die sahen ihn nur dann und wann.
Nach anderem stand ihm der Sinn:
Gertrud, der jungen Igelin.

Er Gertrud zur Geliebten nahm,
von der er nie genug bekam.
Im Rausche war der Nimmersatt,
da fuhr ihn – peng – ein Auto platt.

Moral:
Wer sich ein Liebchen hat genommen,
kann leicht unter die Räder kommen.

 
 

Kommentare zu diesem Text


Kommentar von Falstaff (76) (16.04.2018)
Dieser Kommentar ist nur für eingeloggte Benutzer lesbar.
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BerndtB meinte dazu am 16.04.2018:
Vielen Dank, Falstaff
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Lluviagata
Kommentar von Lluviagata (16.04.2018)
Die Moral - naja, schubladig.

Übrigens -

[Er Getrud zur Geliebten nahm ...]

ist ziemlich ungelenk formuliert, zeugt von Reimzwang und wird somit dem Rest der Schreibe nicht gerecht.

[Gertrud, der jungen Igelin]

Gertrud wird meines Wissens auf der ersten Silbe betont, in einem Gedicht, das ansonsten im Jambus daher kommt, ist das schon ein klanglicher Stolperstein.

Liebe Grüße und herzlich willkommen
Llu ♥
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BerndtB antwortete darauf am 16.04.2018:
Vielen Dank, Llu, für den Willkommensgruß.

Ich sage ja immer: "Nobody is perfect".

Liebe Grüße
Berndt
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Graeculus (69) schrieb daraufhin am 16.04.2018:
Diese Kommentarantwort ist nur für eingeloggte Benutzer lesbar.
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BerndtB äußerte darauf am 17.04.2018:
Nein, lieber Graeculus, wichtig war dem Schweine-Igel, dass die Geliebte jung sein sollte, Leider kann auch der Dichter das nicht ändern. Leben geht halt manchmal vor Versmaß.
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Kommentar von Stil (16.04.2018)
Kann man da auch

als Igel ohne Frau zu sein.

schreiben, oder ist da 'ein'... besser?
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BerndtB ergänzte dazu am 16.04.2018:
Vielen Dank, Kollegin Stil.

"als Igel" ginge natürlich auch. Es beinhaltet aber, dass es noch andere Wesen außer Igeln gibt.
Für den Igel gibt es aber nur Igel. Deshalb halte ich "ein Igel" für besser.
LG
Berndt
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MichaelBerger meinte dazu am 16.04.2018:
Das Problem hatte ich auch. Als drängt sich da einem als Leser eher auf, aus Gewohnheit, nehm ich an. Auch ich bedanke mich für die plausible Erklärung. Da taucht dann unweigerlich die Frage in mir auf, ob manche Lektoren und Autoren es zu Gunsten der Lesbarkeit in Kauf nehmen, es 'falsch' zu machen?! ;-)
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BerndtB meinte dazu am 17.04.2018:
Genau, das ist eben ein Gedicht, in dem das Verhalten von Igeln beschrieben wird, für die nur Igel wichtig sind. "Als Igel" wäre da unangepasst. Als was denn auch sonst? Deshalb ist "Ein Igel" wirklich besser.
Aber ich gebe Dir recht: Manchmal müssen auch Dichter Kompromisse machen :-)
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