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Bericht zum Thema Trennung


von Inlines

Juliane schaute mich an. Durchdrang mich. Sie hatte den Versöhnungskuss angewidert abgelehnt und mein Gesicht zur Seite weggeschoben, weil ein älterer Herr aus dem Seniorenheim, der über eine üppige Pension verfügte, eher ihrem Wunschabbild entsprach. Sie entfernte die Sicherheitsbauteile und Kunststoffisolierungen aus meinem Innenleben. Die in einem halben Jahrzehnt gewachsenen Leitungsstrukturen wurden unter Funkenschlagen von Tränen-Flüssigkeit getroffen und Notregelfunktionen außer Kraft gesetzt, die selbst auf Administratorebene als unabschaltbar galten. Die Hauptverbindung zu einem anderen Menschen verlor ihre Daseinsberechtigung, ihren Sinn jemals vorhanden gewesen zu sein. Glich einem Stück Weltraumschrott, das einst missionsentscheidend war, doch dann von einem Startdefekt gebeutelt nur als Redundanzsystem verwendet wurde, und schließlich während Flammen um sich griffen zersplitternd durch die Atmosphäre trieb.

Ich hatte sie geliebt, wie das Mädchen, das mich nicht zu lieben imstande war. Ihre Zuneigung als das wahrzunehmen versucht, was aus dem anderen Herzen hätte kommen sollen - Hatte die M17-Mutter mittels Hebelrohr auf den M18-Bolzen aufgeschraubt. Für eine M17-Mutter die Suche nach dem 18er-Normteil aufgegeben. Die Verbindung mit einer Verlobung gesichert. Aber die Möglichkeiten transkristalliner Korrosions-Prozesse unterschätzt...

Ich hatte sie geliebt. Neben ihrer schnellen Zunge, im Frühlingssonnenschein, an süßem Erdbeereis geschleckt. Tränen der Freude mit ihr geteilt, weil Mr. Bean sich um den Teddy sorgte. Auf einem körperwarmen gußeisernen Grillrost...

*wumms* Ihre Faust traf mich hart. Was für ein Schlag. Was für eine mechanische Präzision. Das Erdbebenkontrollzentrum detektierte eine 8,3, eingehende Schmerzsignale sprachen gar von einer 9,1 - eine Einschätzung, die durch meine blutende Nase durchaus gestützt wurde. In den nächsten Minuten war mit einem Anruf aus Göttingen zu rechnen... Was hatte ich getan? Oder nicht getan? Sie stand da, mit offenem Mund. Sie musste etwas Wichtiges gesagt hatten, etwas Systemrelevantes. In ihrem Gesicht rangen Wut und Verzweiflung um die Oberhand, so dass ein scheinbar Unbeteiligter - Angst - die Kontrolle übernehmen konnte, und sie dazu veranlasste, abrupt, mit wirbelnden Haaren und gebeugtem Kopf davonzustürmen.

Ich schaute hinterher, verfolgte ihren hastigen Weg zum Auto, während ich ein weiteres Mal die schwierige Gleichung aufzulösen versuchte, die damals durch unser erstes Zusammentreffen zustande gekommen war. Doch es war vorbei. Und das zu akzeptieren.

Den Lolli hatte ich umsonst gekauft.

 
 

Kommentare zu diesem Text


Kommentar von Falstaff (76) (19.04.2018)
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Inlines meinte dazu am 19.04.2018:
Danke für deine Rückmeldung! Das hilft zu verstehen, wie der Text bei anderen ankommt. Und ich glaube, du triffst ganz gut meine Intension.
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