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Ansprache zum Thema Leben


von TrekanBelluvitsh

In einem Punkt gleichen sich alle Religionen und alle Ideologien: dem Glückseligkeitsversprechen - Glückseligkeit im Gegensatz zu dem augenblicklichen Leiden des Menschen, einzeln und in einer Gemeinschaft. Ort, Zeit und Art der versprochenen Glückseligkeit mögen sich vordergründig unterscheiden. Mal findet man sie in der Nachwelt, irgendwann in diesem Leben, im nächsten Leben, auf einem Berg, oder in einer Wüste, dem Schoße der Nation, oder etc.

Was Glückseligkeit bedeutet, scheint auf den ersten Blick unterschiedlich zu sein, doch das täuscht. Das verwendete Konstrukt wird nie variiert. Jetzt geht es dir schlecht, denn du machst alles falsch. Damit es dir besser geht, tue das, was man dir sagt; tue das, was wir dir sagen. Das kann beten, meditieren, verzichten, Juden verkloppen, Expropriateure expropriieren, oder sich den Schädel kahl rasieren bedeuten. Gewänder wie Uniformen (oder: gleich Uniformen) sind auch sehr beliebt.

Bei all dem  beruft man sich auf uralte Denker, die sich gegen ihre Vereinnahmung gar nicht mehr wehren könne. Ganz davon abgesehen, dass niemand heute mehr zu klären vermag, was diese gedacht haben… ob sie überhaupt gedacht haben. Ein cooler Name ist ebenfalls entscheidend. Niemand würde Karl-Heinz von Bottrop nachfolgen, ganz gleich wie viel Wasser er er in Wein verwandelt (bei Karl-Heinz von Bottrop wäre eher Wasser in Pils angebracht, aber auch das wäre nur eine Variation).

Doch was ist, wenn all diese Konzepte falsch sind? Was ist, wenn es gar keinen Weg gibt, das Leiden der Menschen auf Dauer zu überwinden? Was ist, wenn der größte Teil der menschlichen Existenz aus Unglück und Leid besteht? Was ist, wenn Glück, Zufriedenheit und Ausgeglichenheit – ganz gleich, wie man diese im Einzelnen definiert – nicht die Regel, sondern die Ausnahme im menschlichen Leben sind?

 
 

Kommentare zu diesem Text


TassoTuwas
Kommentar von TassoTuwas (23.04.2018)
Als ich es gelesen hatte, sah ich eine Kuh vor mir.
So ein Rindvieh, dachte ich mir, steht Tag für Tag auf der Weide und frisst Gras, nichts als Gras, ohne Abwechslung auf dem Speiseplan. Und an was denkt es beim Wiederkäuen? Wahrscheinlich an gar nichts.
Wem geht es besser, ihr oder mir?
Die Suche nach der Glückseligkeit ist die eingebaute Schwachstelle des Menschen, sie macht ihn manipulierbar!
OK, ein gutes Steak, macht glücklich, aber nur für kurze Zeit.
TT
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idioma meinte dazu am 23.04.2018:
Ganz genau : Auf und zurück zur Kuh !
Alles Leiden ist nur eine Folge des zunehmenden Bewusstseins und nicht nur wir Menschen sondern auch die Kuh reagiert/reagieren mit Angst und Gegenwehr, wenn´s uns an den Kragen geht.... Also besser noch zurück zu den Pflanzen, die mit blindem Optimismus blühn und Früchte tragen, obwohl hienieden kaum noch was zum Blühen animiert, zurück zum Gras, das sich widerstandslos von der Kuh fressen lässt..... zurück zum ewigen Leben der Materie.... alles Leben nur ein kurzer zufälliger vorrübergehender Traum des Universums und die Frage wie wir den verbringen, wie viel oder weniger Scherben wir anrichten bzw. hinterlassen..... diesbezüglich sieht´s verdammt düster aus
idi
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TrekanBelluvitsh antwortete darauf am 24.04.2018:
Ich kann die Welt nicht besser machen. Aber darauf
Die Suche nach der Glückseligkeit ist die eingebaute Schwachstelle des Menschen, sie macht ihn manipulierbar!
kann ich hinweisen.
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TassoTuwas schrieb daraufhin am 24.04.2018:
Jetzt, ...wo du es sagst ))
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Stelzie
Kommentar von Stelzie (23.04.2018)
Als Leid empfindet man wohl alles, was die eigene Existenz bedroht. Das können Krankheiten oder Verluste jeder Art sein. Eine gewisse Glückseligkeit liegt in der Beständigkeit des Lebens, egal welche Grenzen einen dabei umgeben.

Liebe Grüße
Kerstin
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TrekanBelluvitsh äußerte darauf am 24.04.2018:
Der Grund für Leid ist nicht immer offensichtlich... nicht das Erkenntnis da immer weiterhilft...
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EkkehartMittelberg
Kommentar von EkkehartMittelberg (23.04.2018)
Man ist zunächst geneigt, deine Frage so zu beantworten, dass die Glücksverheißungen von Religionen und Ideologien selbst dann sinnvoll sind, wenn sie nicht zutreffen, weil es sich mit der Illusion von Glück besser lebt als mit der Klarsicht auf die Dominanz von Unglück und Leid. Man kann aber zu einem anderen Urteil kommen, wenn man bedenkt, welche Kriege im Namen dieser Religionen und Ideologien geführt wurden.
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TrekanBelluvitsh ergänzte dazu am 24.04.2018:
Aber wieso nehmen wir dann dem Priester das Gauckeln ab, schimpfen aber, wenn der Politiker Schmierentheater spielt? Da lügen wir uns doch selbst etwas in der Tasche.
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EkkehartMittelberg meinte dazu am 27.04.2018:
Lies meinen Text bitte noch mal. Ich stimme dir doch zu.
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TrekanBelluvitsh meinte dazu am 27.04.2018:
Eigentlich wollte ich nur noch mal klarstellen, dass der Hirte nichts ist ohne die Schafe... und die Menschen sich zu oft zu Schafen machen lassen, völlig freiwillig.

Die Vorstellung "Stell dir vor es ist Krieg und keiner geht hin" ist nicht aus sich heraus naiv, sie ist naiv, weil die Geschichte zeigt, dass das noch nie funktioniert hat und es naiv wäre, dahinter immer nur Druck zu vermuten.

Gegen den von dir am Anfang beschriebenen Placeboeffekt ist tatsächlich eigentlich nichts einzuwenden. Allerdings muss man sich bewusst sein, dass es ein Placeboeffekt ist (meiner Ansicht nach, kann er auch dann funktionieren). Denn letztlich ist Glückseligkeit kein Zustand, sondern nur ein Augenblick.

Ich frage mich gerade, ob ich nicht wirklich dasselbe wie du sage, nur in anderen Worten... Ist aber eigentlich gleich, solange wir zu dem Thema sprechen.
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loslosch
Kommentar von loslosch (23.04.2018)
... expropriieren ...

die rituale sind manchmal direkt und primitiv. naturvölker im amazonasgebiet kippen asche ihrer toten in ein gebräu und trinken dieses. die kräfte der ahnen gehen auf den trinkenden über.
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TrekanBelluvitsh meinte dazu am 24.04.2018:
Rituale sind schön. Dazu braucht man noch nicht einmal KI.
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Kommentar von Jack (36) (23.04.2018)
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TrekanBelluvitsh meinte dazu am 24.04.2018:
Wohl eher eine Konsequenz. Allerdings basiert diese auch auf dem Glückseligkeitsversprechen, bzw. der Verbitterung darüber, dass dieses nicht eingehalten wird.
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Jack (36) meinte dazu am 24.04.2018:
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TrekanBelluvitsh meinte dazu am 24.04.2018:
Was uns zu der Frage führt, wogegen der Mensch sich von dem, was auf ihn zukommt, überhaupt wehren kann. Und wenn die Antwort "Kaum etwas" lautet, ist die einzige Konstante in unserem Leben der Zufall.

Damit wären die meisten Lebenskonzepte - z.B. das "Leistung sich wieder lohnen muss" (wieso eigentlich"wieder?") - mit einem Schlag pulverisiert.
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Kommentar von Graeculus (69) (23.04.2018)
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TrekanBelluvitsh meinte dazu am 24.04.2018:
Allerdings habe ich die Idee, das Leid gar nichts mit dem Jenseits zu tun hat. Womöglich hat es noch nicht einmal etwas mit Glück zu tun. Vielleicht ist Leiden einfach nur Leiden.
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GastIltis
Kommentar von GastIltis (23.04.2018)
Hallo Trekan, Thema Leben: Leben ist eine Daseinsform. Wahrscheinlich unbestritten. Muss man ihr Empfindungen zuordnen. Erst einmal nicht bzw. begrenzt. Ich bin so naiv zu sagen: Leben ist eine Daseinsform der Materie. Dann ohnehin nicht! Was hat das dann eigentlich mit Religionen und Ideologien zu tun? Unser Wunsch nach Glückseligkeit? Habe ich den, haben wir ihn? Hat die Kuh ihn oder das Pferd? Oder die Amöbe? Alle Wesen, die weder Religionen noch Ideologien kennen? Nein! Franz Kafka soll zum Begriff Glück folgenden Satz geprägt haben: „Das Glück begreifen, dass der Boden, auf dem du stehst, nicht grösser sein kann, als die zwei Füsse ihn bedecken.“ Klingt unvollständig, aber der Inhalt scheint klar. Brauche ich dazu eine Ideologie? Nein. LG von Gil.
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TrekanBelluvitsh meinte dazu am 24.04.2018:
Der Ausspruch von Kafka ist gut - und er geht nicht freundlich mit dem Vaterland und dem Mutterboden um.

Wie war, das Dasein gibt es auch ohne Religion/Ideologie. Da ist das Leben wie ein Supermarkt: Nur weil etwas im Regal steht, muss man es ja nicht kaufen.
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Habakuk
Kommentar von Habakuk (23.04.2018)
Das hört sich für mich nach Philosophiespinat an. Ich bin in landwirtschaftlichen Gefilden teilweise groß geworden, daher sehe ich, bis auf Ausnahmen, überall Ochsen und Spinat. ^^
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TrekanBelluvitsh meinte dazu am 24.04.2018:
Spinat verursacht bei mir großes Leiden....
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Veröffentlicht am 23.04.2018, 2 mal überarbeitet (letzte Änderung am 23.04.2018). Textlänge: 280 Wörter; dieser Text wurde bereits 256 mal aufgerufen; der letzte Besucher war ein Gast am 11.12.2019.
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