Login für registrierte Nutzer
Benutzer: Passwort:

Noch nicht bei KV registriert?
Jetzt registrieren!
KV ist kostenlos und werbefrei!

Neu bei uns:
Hannelore (05.12.), pawelekmarkiewicz (28.11.), Graeculus (28.11.), keinleser (25.11.), Sandfrau (18.11.), Loewenpflug (14.11.), Tigerin (12.11.), Seifenblase (12.11.), Marty (05.11.), Slivovic (22.10.), C.A.Baer (19.10.), Swiftie (15.10.)...
Übersicht aller neuen Autoren und Leser
Wen suchst Du?

(mindestens drei Buchstaben)

Zur Zeit online:
KeinVerlag.de ist die Heimat von 663 Autoren* und 77 Lesern*. Was es sonst noch an Neuem gibt, steht hier.

(*Im Gegensatz zu allen anderen Literaturforen zählen wir nur die aktiven Mitglieder, da wir uns als Community verstehen und nicht als Archiv toter Texte. Würden wir alle Nutzer zählen, die sich seit Gründung hier angemeldet haben, und nur die abziehen, die sich selbst wieder abgemeldet haben oder rausgeworfen wurden, kämen wir auf 14.914 Mitglieder und 431.549 Texte. Musste auch mal gesagt werden.)

Genre des Tages, 12.12.2019:
Tragikomödie
Verbindung von tragischen und komischen Elementen in einer Handlung, die aus der Zwiespältigkeit der Welt resultiert.
... und was wir daraus machen:

Ziemlich neu:  Kunst und Köter von AchterZwerg (11.12.19)
Recht lang:  die Folgen der antiautoritären Erziehung oder wie man am wirkungsvollsten sogar die liebsten Mitmenschen auf die Palme bringen kann ... von tastifix (2627 Worte)
Wenig kommentiert:  Silvester von Wolla15 (noch gar keine Kommentare)
Selten gelesen:  Mach´s wie die Politiker von eiskimo (nur 71 Aufrufe)
alle Tragikomödien
Lest doch mal ...einen Zufallstext!
Unser Buchtipp:

Man will leben und muss sterben - Man will tot sein und muss leben / Die Kontroverse zwischen Optimismus und Pessimismus
von Graeculus
Projekte

keineRezension.de
KV woanders

keinVerlag.de auf Facebook
Eine Meinung: "Ich bin bei keinVerlag.de willkommen, weil viele so sind" (Merkur)
Eine FrageInhaltsverzeichnisWeißer Ritter

Eine nötige Anmerkung

Ansprache zum Thema Leben


von TrekanBelluvitsh

Was die besorgten Mitmenschen nicht verstehen wollen, ist die Tatsache, dass eine Depression kein Zustand ist. Es ist ein Kampf. Es ist ein immerwährender Kampf. Es ist ein Kampf, den man nicht gewinnen kann. Mehr als ein Unentschieden ist nicht drin. Und am nächsten Tag sind diese Mächte wieder auf ihre Ausgangsposition zurückgekehrt, besitzen dieselbe Kraft wie zuvor und der Kampf beginnt von neuem, unabhängig davon, ob man selbst am vorangegangenem Tag Verluste erlitten hat. Allerdings ist dieser Kampf nicht nur ermüdend. Er kann ebenfalls langweilig werden, was die Widerstandskraft ohne Zweifel schwächt.

Und dass eine Depression immer nur, unabhängig von ihrer Mächtigkeit, ein Symptom ist, geht in der öffentlichen Wahrnehmung regelmäßig unter.

Anmerkung von TrekanBelluvitsh:

Manchmal hilft  Schokolade...


 
 

Kommentare zu diesem Text


EkkehartMittelberg
Kommentar von EkkehartMittelberg (24.04.2018)
Ich begreife nicht, warum besorgte Mitmenschen deinen Befund nicht verstehen wollen. Er liegt doch auf der Hand.
diesen Kommentar melden
AZU20 meinte dazu am 24.04.2018:
Stimmt. LG
diese Antwort melden
TrekanBelluvitsh antwortete darauf am 24.04.2018:
Weiter unten wird deutlich warum das nötig ist.
diese Antwort melden
Kommentar von Graeculus (69) (24.04.2018)
Dieser Kommentar ist nur für eingeloggte Benutzer lesbar.
diesen Kommentar melden
TrekanBelluvitsh schrieb daraufhin am 24.04.2018:
Erst neulich offenbarten eine nicht unerheblicher Teil von Befragten, dass gegen Depressionen ihrer Meinung nach "Zusammenreißen" hilft.
diese Antwort melden
Graeculus (69) äußerte darauf am 24.04.2018:
Diese Kommentarantwort ist nur für eingeloggte Benutzer lesbar.
diese Antwort melden
jennyfalk78
Kommentar von jennyfalk78 (24.04.2018)
Ich habe in irgendeinem Märchenbuch gelesen, das man Kämpfe gewinnen kann. Ich halte so fest daran, das alles andere keinen Platz mehr haben darf. Und dann weint man, aber die Erfahrung zeigt, das es noch beschissener wird.
Vielleicht auch besser, keine Ahnung!
diesen Kommentar melden
TrekanBelluvitsh ergänzte dazu am 24.04.2018:
Klar kann es noch beschissner werden. Man z.B. in einem Land, sagen wir mal in Afrika, Hunger leiden. Aber hey, man könnte auch Hunger leiden und es könnte Bürgerkrieg herrschen. Das wäre dann schlimmer.
diese Antwort melden
Kommentar von GigaFuchs (39) (24.04.2018)
Dieser Kommentar ist nur für eingeloggte Benutzer lesbar.
diesen Kommentar melden
TrekanBelluvitsh meinte dazu am 24.04.2018:
Aber wer weiß das alles schon. Ich glaube du wolltest hier nicht unbedingt Anspruch erheben auf eine wahre Aussage sondern eher zum Nachdenken anregen.



Allerdings: Auch Kämpfe kann man verlieren. Und wenn ein Mnesch auf sein bisheriges Leben zurückschaut: Hat er/sie dann mehr Kämpfe gewonnen oder verloren?
diese Antwort melden
Kommentar von ues (34) (24.04.2018)
Dieser Kommentar ist nur für eingeloggte Benutzer lesbar.
diesen Kommentar melden
TrekanBelluvitsh meinte dazu am 24.04.2018:
Ehrlich gesagt lese ich in deinem "Kommentar" nichts, was auch nur eine kleine Grundlage für einen sinnvolle Erwiderung bietet. Darum:

Kazusch!
diese Antwort melden
ues (34) meinte dazu am 24.04.2018:
Diese Kommentarantwort ist nur für eingeloggte Benutzer lesbar.
diese Antwort melden
Kommentar von Marjanna (68) (24.04.2018)
Dieser Kommentar ist nur für eingeloggte Benutzer lesbar.
diesen Kommentar melden
TrekanBelluvitsh meinte dazu am 24.04.2018:
Allerdings kann man ihn, bis zu einem gewissen Grad, gewinnen. Das frisst enorm viel Energie und zu viel anderem ist man nicht mehr fähig.
Eigentlich ja. Allerdings zeigt dein zweiter Satz auf, dass ein solcher Sieg sich doch von vielen anderen unterscheidet. Für Siegesfeiern ist z.B. kein Platz.
Ich würde keinem Menschen zu so einer Eigentherapie raten. Ganz sicher nicht, das ist ja nicht ungefährlich und jeder Arzt würde davon abraten. Aber ich habs geschafft. Und ein bisschen stolz bin ich schon darauf.
Das kannst du auch. Allerdings unterscheidet die Depression sich eben sehr stark von andern Krankheiten, weil sie eben bei jedem Patienten anders ist. Natürlich ist eine Grippe bei Patient A nicht so wie bei Patient B, doch hier sind die Ähnlichkeiten größer, so das die gleichen Medikamente eben in der Regel zu gleichen Erkenntnissen führen.
diese Antwort melden
Marjanna (68) meinte dazu am 25.04.2018:
Diese Kommentarantwort ist nur für eingeloggte Benutzer lesbar.
diese Antwort melden
Kommentar von matwildast (37) (24.04.2018)
Dieser Kommentar ist nur für eingeloggte Benutzer lesbar.
diesen Kommentar melden
LotharAtzert meinte dazu am 24.04.2018:
Ach matwildast ... dazu braucht man doch bloß zu wissen, daß der Herr T.B. Skorpion ist))
Denk man an Martin Luther, wie er den Nagel in die arme Kirchtür donnert, oder diesen Herrn, der ausrief: "Wollt ihr den totalen Krieg?"
Oder, um nicht nur negative Beispiele zu bringen: Jim riders-in-the-storm Morrison von the Doors ...

Antwort geändert am 24.04.2018 um 09:57 Uhr
diese Antwort melden
ues (34) meinte dazu am 24.04.2018:
Diese Kommentarantwort ist nur für eingeloggte Benutzer lesbar.
diese Antwort melden
TrekanBelluvitsh meinte dazu am 24.04.2018:
Warum legst du soviel Bedrohlichkeit und (sorry!) Pathos in deine Erzählstimme?
Ja, du hast vollkommen recht: Ich bin total bedrohlich. Darum ist z.B. das bayrische Psychische-Kranken-Hilfe Gesetz bitter nötig...

@ matwildast: *facepalm*
@LoloSchwätzert: *facepalm*
@use: *facepalm*
diese Antwort melden
LotharAtzert meinte dazu am 24.04.2018:
Den Charles Manson wollte ich mir eigentlich verkneifen, Aber gut, dafür kriegste noch den Loriot, dem es gelang, mit einer einfachen Suppennudel Generationen zum gequälten Lachen zu nötigen.
diese Antwort melden
ues (34) meinte dazu am 24.04.2018:
Diese Kommentarantwort ist nur für eingeloggte Benutzer lesbar.
diese Antwort melden
LotharAtzert meinte dazu am 24.04.2018:
@ ues

da wünsch' ich dir mal alles Gute, was die Balz angeht)
diese Antwort melden
ues (34) meinte dazu am 24.04.2018:
Diese Kommentarantwort ist nur für eingeloggte Benutzer lesbar.
diese Antwort melden
MichaelBerger (44) meinte dazu am 24.04.2018:
Diese Kommentarantwort ist nur für eingeloggte Benutzer lesbar.
diese Antwort melden
princess meinte dazu am 24.04.2018:
Aller guten Anmerkungen ist die zweite.

Antwort geändert am 24.04.2018 um 19:38 Uhr
diese Antwort melden
matwildast (37) meinte dazu am 24.04.2018:
Diese Kommentarantwort ist nur für eingeloggte Benutzer lesbar.
diese Antwort melden
TrekanBelluvitsh meinte dazu am 25.04.2018:
Die ursprüngliche Antwort wurde am 25.04.2018 um 03:46 Uhr wieder zurückgezogen.
diese Antwort melden
matwildast (37) meinte dazu am 25.04.2018:
Diese Kommentarantwort ist nur für eingeloggte Benutzer lesbar.
diese Antwort melden
Kommentar von Tilda (50) (24.04.2018)
Dieser Kommentar ist nur für eingeloggte Benutzer lesbar.
diesen Kommentar melden
TrekanBelluvitsh meinte dazu am 24.04.2018:
Ein sehr ausgewogener Kommentar, dem ich nur zustimmen kann.

Was meine Anklage angeht, hier ein kurzer Ausflug in die Terminologie: Vor gar nicht allzu langer Zeit war der Begriff "Burn Out" in aller Munde und wurde heiß diskutiert. Das Entscheidende daran war, dass diskutiert wurde.

Nun fällt ja schnell auf, dass "Burn Out" ein englischer Begriff ist. Und das ist kein Zufall. Psychologen und Psychiater haben diesen Begriff mit Absicht platziert und bekannt gemacht. Warum? Damit die Leute, die darunter leiden, sich dem stellen. Denn es ist nicht so, dass es keinen deutschen Begriff dafür gibt. Der lautet jedoch Erschöpfungsdepression. Also steckt das böse "D-Wort" drin. Du beschreibst das als
»Ich kann nicht«, ist heute fast schon gleichbedeutend mit »Ich will nicht«. Dass viele depressive Menschen tatsächlich nicht können können, ist oft unvorstellbar.
Denn ein nicht unwesentlicher Teil des Diskurses über die Depression ist immer noch durch Stigmatisierung gekennzeichnet, deren Antrieb sicherlich auch Angst ist. Durch die Verwendung des englischen Begriffes "Burn-Out" wurde das D-Wort vermieden und schon ist ein breite Öffentlichkeit bereit, das Thema als Thema zu akzeptieren
(...) anstatt den Ankläger zu geben. Niemand wird gerne mit Vorwürfen konfrontiert, wenn es darum geht, Mauern abzubauen.
Aber Dummheit muss man ohne Zweifel weiterhin Dummheit nennen dürfen (s.u.).
diese Antwort melden
Dieter_Rotmund
Kommentar von Dieter_Rotmund (24.04.2018)
Symptom oder nicht, das Thema Depression hängt mir so zu Hals heraus, ich-kann-es-nicht-mehr-hören!

Bitte nicht persönlich nehmen, ist nur meine subjektive, private Wahrnehmung.

P.S.: Gestern aben mit Kumpels in der Altstadt unterwegs gewesen. Wir wollten Depris-Klatschen machen. Aber diese Arschgeigen gehen ja nie nach draußen!
diesen Kommentar melden
keinB meinte dazu am 24.04.2018:
Ich bin ja fast gewillt, meinen Keller zu verlassen und nach draußen zu gehen, um dir für „diese Arschgeigen“ eine zu klatschen, Dieter. Aber nur fast.^^

Antwort geändert am 24.04.2018 um 18:56 Uhr
diese Antwort melden
Marjanna (68) meinte dazu am 24.04.2018:
Diese Kommentarantwort ist nur für eingeloggte Benutzer lesbar.
diese Antwort melden
Dieter_Rotmund meinte dazu am 24.04.2018:
Krass!!!! Isch komm' mit meine Kulturpessimismus-Homies und dann machen wir aufn bolzplatz ne challenge wo die gewinnen tun die wo mehr depri sind!!!!
diese Antwort melden
keinB meinte dazu am 24.04.2018:
Ab drei Satzzeichen wird der Satz depressiv.
diese Antwort melden
Hilde
Kommentar von Hilde (24.04.2018)
Die Ansprache würde sich besser mit dem Gebrauch des "ich" machen anstelle mit der Nutzung des pauschalisierenden "man", Trekan.
Insgesamt ist der Text auszugsweise pauschalisierend: "die besorgten Mitmenschen", "in der öffentlichen Wahrnehmung" ...
Zum Thema: Depression hat viele Gesichter, viele Ursachen, unterschiedliche Verlaufsformen - ich denke, du sprichst hier von einer manifestierten Depression in dem Text? Umso mehr würde ich die "Ich-Form" begrüßen.
Da es so viele unterschiedliche Formen der Depression gibt, kann ich sagen, dass ich einige Menschen kenne, die eben aus "ihrer" Depression, und es waren zum Teil schwere Depressionen, herausgekommen sind. Anderen wiederum sperrt sich die Heilung.
In einem solchen Fall denke ich wirklich, dass Depression ein ständiger Kampf ist - so, wie du ihn beschreibst.
Es gilt dann, damit leben zu lernen, leben zu können?
Gut, dass du auf die Schokolade hinweisen kannst, auf Musik. Vieles kann lindern, vermutlich ein bisschen.
Ich selbst hab vor Jahren bedingt durch Verluste und einen Burn Out (damals war der Begriff noch gar nicht bekannt) einige Monate in einer Depression verbracht, die ich als schwer und schlimm empfand. Dem Himmel sei Dank gab es eine Familie, allein für diese Familie bin ich aufgestanden, habe eingekauft, gekocht. Die Depression heilte aus.
Ich bin mir gewiss, dass Menschen in ganz schweren Depressionen für nichts und niemanden mehr "aufstehen können" - sie es nicht können. Ich habe Menschen erlebt, die "Stein" waren, auch solche, die innerhalb kurzer Zeit 40 KG abnahmen, solche, die sich monatelang hinter verschlossenen Jalousien aufhielten. Manchmal geht gar nichts mehr.
Eine zu hohe Erwartungshaltung an z. B. eine öffentliche Wahrnehmung halte ich für verkehrt - allein schon deshalb, weil es so viele unterschiedliche Formen von Depression gibt, die verwirrend sein können.
Dies von mir zu deiner Ansprache.
Lieben Gruß. Hilde

Kommentar geändert am 24.04.2018 um 20:00 Uhr
diesen Kommentar melden
TrekanBelluvitsh meinte dazu am 24.04.2018:
Die Ansprache würde sich besser mit dem Gebrauch des "ich" machen anstelle mit der Nutzung des pauschalisierenden "man", Trekan.
Dazu bitte berücksichtigen, dass dieser Text in einer Reihe von Texten unter der Überschrift "Der elfte Blick" erscheint - außerdem hilft ein wenig Zahlenmystik

Was das Thema "Burn-Out" angeht, kopiere ich mal einfach - denn ich bin faul ;) - das hierhin, was ich zu diesem Thema bereits TILDA schrieb:

"Nun fällt ja schnell auf, dass "Burn Out" ein englischer Begriff ist. Und das ist kein Zufall. Psychologen und Psychiater haben diesen Begriff mit Absicht platziert und bekannt gemacht. Warum? Damit die Leute, die darunter leiden, sich dem stellen. Denn es ist nicht so, dass es keinen deutschen Begriff dafür gibt. Der lautet jedoch Erschöpfungsdepression. Also steckt das böse "D-Wort" drin. Du beschreibst das als
»Ich kann nicht«, ist heute fast schon gleichbedeutend mit »Ich will nicht«. Dass viele depressive Menschen tatsächlich nicht können können, ist oft unvorstellbar.

Denn ein nicht unwesentlicher Teil des Diskurses über die Depression ist immer noch durch Stigmatisierung gekennzeichnet, deren Antrieb sicherlich auch Angst ist. Durch die Verwendung des englischen Begriffes "Burn-Out" wurde das D-Wort vermieden und schon ist ein breite Öffentlichkeit bereit, das Thema als Thema zu akzeptieren"

Antwort geändert am 24.04.2018 um 21:34 Uhr
diese Antwort melden
Hilde meinte dazu am 24.04.2018:
Burn Out ist weitaus differenzierter zu betrachten, als du es hier in deinem Statement tust, Trekan. Du brichst den Begriff Burn Out herunter auf den Begriff Erschöpfungsdepression, um dann daraus von dir oben beschriebene These zu bauen. Es ist eine These - oder gibt es nachhaltige Untermauerungen zu dem, was du schreibst?
Dass dieser Text zu einer Reihe gehört, war mir nicht bekannt. Danke für den Hinweis.
Zahlenmystik allerdings - wie ich grad in den Kommentaren las - stößt eher auf, als dass sie dienlich wäre. Pauschalisieren ist Pauschalisieren.

Antwort geändert am 24.04.2018 um 22:08 Uhr
diese Antwort melden
TrekanBelluvitsh meinte dazu am 25.04.2018:
Litaretur kann ich nicht bieten. Allerdings stammt die These - ich würde sie nicht als solche bezeichnen- nicht von mir. In der Sendung scobel äußerte das ein klinischer Psychologe, als das Thema "Burn-Out" lautete.

Da es jedoch um den öffentlichen Umgang mit jenem Phänomen geht, ist eine genau klinische Definition - du erwähnst völlig zurecht, dass es hunderte Abarten gibt - nicht notwendig. Es ging/geht lediglich darum, das gesellschaftliche Stigma aufzulösen. meiner Beobachtung nach ist das sogar gelungen. Das das Thema "Depression" immer noch Ängst hervorruft und zu skurrilen Ansichten führt, zeigen nicht zuletzt einige Kommentare unter diesem Text.


Und die Auflösung zur Zahlenmystik:
12 ist die Zahl der Perfektion.
11 ist die Zahl der Unvollkommenheit.
diese Antwort melden
Hilde meinte dazu am 26.04.2018:
So kurz nur der Sprung aus der Unvollkommenheit in die Perfektion (Vollkommenheit)?
Sollten wir springen?
Die 17 - die Zahl der Hoffnung (in Italien allerdings wird sie gemieden).

Das gesellschaftliche Stigma "Depression" "einfach" durch eine "andere Benennung" "Burn Out" zu dämmen, es gar aufzulösen, halte ich für - unmöglich (zumal eben unterschiedliche Situationen beschrieben werden).

Die als sehr schwammig bezeichnete "öffentliche Wahrnehmung" ist selbst durchsteckt von "Symptomträgern".
Je mehr große Teile von Gesellschaft unter Druck gerät - Niederlöhne/gewollte-produzierte Armut etc. - desto mehr "Symptomträger" wird es in ihr geben. Desto verwirrender wird die Situation. Alles steckt in allem.

Stigma: Wünschenswert und erstrebenswert, so denke ich, wäre eine Situation, in der Keiner mehr auf Keinen zeigt mit dem Zeigefinger, weil bewusst wurde, dass beinahe Alles Jeden treffen kann. Dagegen helfen auch hohe Nasen nicht.

Ich denke, dass Texte wie Dein Text und viele andere Texte zu diesem Thema, nebst den Diskussionen, zu denen sie führen, Bewusstsein aufbrechen. Und das ist gut.
Um Stigma zu brechen hilft Sprechen.
diese Antwort melden
idioma
Kommentar von idioma (24.04.2018)
Mich macht just diese schrille Schokolade depressiv,
die mich so unsanft aus meinen Japanträumen weckt... idi
diesen Kommentar melden
TrekanBelluvitsh meinte dazu am 25.04.2018:
a) Ich nehme an, du wolltest sagen: "Das gefällt mir nicht."
b) Wenn du Japanträume hast, wundert mich, dass dich diese Musik unsaft aus ihnen weckt, denn solche, in westlichen Augen/Ohren zunächst skurril wirkende "Auswüchse", sind dort ja keine Seltenheit.

P.S.: Noch ein "Japantraum": Die drei Mädels, mittlerweile ist die älteste von ihnen immerhin 21, bekommen jetzt ihren eigenen Manga. Aber das ist ja, wie gesagt, nicht ungewöhnlich für Japan.
diese Antwort melden
Kommentar von Jack (36) (25.04.2018)
Dieser Kommentar ist nur für eingeloggte Benutzer lesbar.
diesen Kommentar melden
keinB meinte dazu am 25.04.2018:
„Depris, die ihren Arsch nicht hochkriegen, und alle nur runterziehen, sind eine furchtbare psychosoziale Last.“

Selten etwas menschenverachtenderes gelesen.
diese Antwort melden
Graeculus (69) meinte dazu am 25.04.2018:
Diese Kommentarantwort ist nur für eingeloggte Benutzer lesbar.
diese Antwort melden
Echo (34) meinte dazu am 25.04.2018:
Diese Kommentarantwort ist nur für eingeloggte Benutzer lesbar.
diese Antwort melden
Marjanna (68) meinte dazu am 25.04.2018:
Diese Kommentarantwort ist nur für eingeloggte Benutzer lesbar.
diese Antwort melden
TrekanBelluvitsh meinte dazu am 25.04.2018:
@ Marjolaine:
Und ob... leider...

Ein Teil des Problems ist, dass von einigen Leuten hier klinische und umgangssprachliche Begriffe durcheinander geworfen werden. Auf der Ebene ist keine Verständigung möglich.

Des weiteren implizieren Formulierungen wie
Depris, die ihren Arsch nicht hochkriegen
, dass es sich bei einer Depression um eine Art von erfundenen, neuzeitlichen Diagnose handelt. Tatsächlich ist die Depression aber schon lange belegt. Früher firmierte sie u.a. unter dem Namen "Melancholie". Natürlich wurde die nur den höheren Schichten zugesprochen. Bauern z.B., die ähnliche Symptome zeigten, waren einfach nur faul. Hört sich durchaus bekannt an. Hier hat sich lediglich die soziale Verfasstheit der Gesellschaft geändert, die Gruppen, denen man entweder eine Krankheit oder bloß Faulheit unterstellt.
diese Antwort melden
Jack (36) meinte dazu am 25.04.2018:
Diese Kommentarantwort ist nur für eingeloggte Benutzer lesbar.
diese Antwort melden
Echo (34) meinte dazu am 25.04.2018:
Diese Kommentarantwort ist nur für eingeloggte Benutzer lesbar.
diese Antwort melden
TrekanBelluvitsh meinte dazu am 25.04.2018:
@ Jack:

Natürlich darfst du zuspitzen. Wenn andere zuspitzen, dass dann als schlechten Charakter zu brandmarken, zeigt jedoch, dass du selbst ein wenig anfällig bist, wenn andere es dir gleich tun.

In früheren Jahrhundert war Melancholie die Bezeichnung für das, was heute als klinische Depression bezeichnet wird. Nichts anderes habe ich behauptet.

In meinem ganzen Text geht es um die klinische Depression - und NICHT um depressive Episoden. Mal abgesehen davon, dass die Diagnose Depression eine unglaublich weite Spannbreite von Verstimmungen abdecken - man denke nur an postnatale Depressionen im Gegensatz zu Depressionen, die von Traumata ausgelöst werden - krankt dein Beitrag, wie der von einigen hier, unter der inhaltlichen Vermischung von Umgangssprachlichem und Klinischem.

Das ist bei solchen Themen nichts Neues. Vor vielen Jahren tobte hier in einem Thread eine verquere Diskussion über das Wort "Fremdschämen". Sie wurde letztlich so abstrus, dass ich mich zum Eingreifen genötigt sah. "Fremdschämen" ist nämlich kein cooler Begriff, den die Netzgemeinde erfunden hat, er stammt aus der Psychologie, ist klinisch und klar definiert. Das ist nicht tragisch, entgegen der - 'tschuldigung - "verdummbeutelten" Benutzung des Begriffs im umgangssprachlichen Sprachgebrauch.

Es ist ein Beispiel dafür, wie mit psychologischen Phänomenen in unserer Gesellschaft umgegangen wird: unsensibel - freundlich ausgedrückt. Dieters Beitrag ist dafür ein Beleg. Deiner ebenfalls. Selbst unser Gesundheitssystem geht so damit um. Bei einem Beinbruch oder einer Grippe hat man ohne Einschränkung ein Anrecht auf ärztliche Betreuung, bis die Krankheit/der Schaden ausgeheilt ist. Ein Gutachten, ob die Grippe ausgeheilt ist, ist nicht nötig. Da wird den Aussagen des Patienten Vorbehaltlos geglaubt. Selbst wenn der Arzt anderer Meinung ist und z.B. die vom Patienten gewünschten Medikamente nicht mehr verschreibt, kann dieser einfach den Arzt so lange wechseln, bis er jemanden findet, von dem er seinen "Stoff" bekommt. Hinterfragt wird das in den seltensten Fällen.

Bei psychologischen Erkrankungen ist das nicht der Fall. Allein ohne Gutachten gilt die Aussage eines psychisch Erkrankten nicht. Und wenn ein Betroffener nicht sich selbst oder jemand anderes umbringt (Achtung: Überspitzung!), ist die Anzahl der regelmäßigen Behandlungen begrenzt. So werden viele Betroffene im wahrsten Sinne des Wortes allein gelassen.

Gerade bei leichten Fällen - du weißt schon, die Arschnichthochkrieger - ist das kurzsichtig, weil jene mit nur wenig mehr Aufwand echte Verbesserungen erreicht werden können. So könnten diese Menschen zufriedener Leben und sogar im Sinne der Gesellschaft wieder produktiv funktionieren. Statt dessen dürfen sie sich von KV-Usern und Bundesgesundheitsministern vorhalten lassen, das sie ja nur faule Säcke sind.
diese Antwort melden
Jack (36) meinte dazu am 25.04.2018:
Diese Kommentarantwort ist nur für eingeloggte Benutzer lesbar.
diese Antwort melden

Eine FrageInhaltsverzeichnisWeißer Ritter
TrekanBelluvitsh
Zur Autorenseite
Zum Steckbrief
Zum Aktivitäts-Index
Dies ist ein Teil des mehrteiligen Textes Der elfte Blick.
Veröffentlicht am 24.04.2018, 4 mal überarbeitet (letzte Änderung am 24.04.2018). Textlänge: 113 Wörter; dieser Text wurde bereits 449 mal aufgerufen; der letzte Besucher war ein Gast am 11.12.2019.
Leserwertung
· anklagend (1)
· erotisch (1)
· lustig (1)
Was meinst Du?
Diesen Text kommentieren
Schlagworte
Depression Kämpfen Symptom
Mehr über TrekanBelluvitsh
Mehr von TrekanBelluvitsh
Mail an TrekanBelluvitsh
Blättern:
voriger Text
nächster Text
Weitere 10 neue Ansprachen von TrekanBelluvitsh:
Eine Lösung Weißer Ritter Jeder ist ein Künstler Solipsismus Struktur hilft gegen Depression - eine nötige Anmerkung Lies doch mal einen Zufallstext Eine Frage Eine Antwort Zwei gute Freunde Blind und bösartig
Mehr zum Thema "Leben" von TrekanBelluvitsh:
Der elfte Blick Weißer Ritter Schon wieder Bücher (12 Stück), die es geben sollte Noch mehr Bücher, die es geben sollte 12 Bücher mehr, die es geben sollte 13 weitere Bücher, die es geben sollte 12 Bücher, die es geben sollte Eine Lösung Struktur hilft gegen Depression - eine nötige Anmerkung Lies doch mal einen Zufallstext Eine Frage Blind und bösartig Eine Antwort Solipsismus Zwei gute Freunde
Was schreiben andere zum Thema "Leben"?
Randbemerkung fürs Leben (Borek) Kein Tag gleicht dem andern (sensibelchen13) herbstblatt (Jo-W.) leben (Jo-W.) Gerade noch mal gut gegangen! (Bluebird) Lebensweg (shadowrider1982) Simpel (DasWandelndeGefühl) Menschlicher Zement (klaatu) barriere (Jo-W.) garantiert (Jo-W.) und 1022 weitere Texte.
Dieser Text ist höchstwahrscheinlich urheberrechtlich geschützt. mehr Infos dazu
diesen Text melden
© 2002-2019 keinVerlag.de   Impressum   Nutzungsbedingungen 
KV ist kein Verlag. Kapiert?
© 2002-2019 keinVerlag.de