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Kapitel 24_Das war leider nur von kurzer Dauer...InhaltsverzeichnisKapitel 26_"Da hattest Du ja einen richtigen Lauf"

Kapitel 25_Kilian hatte nicht viel übrig...

Roman zum Thema Liebe und Sex


von Ina_Riehl

... für die Idee eines gemeinsamen Lebens in Armut. Denn ohne die mietfreie Penthousewohnung und die Gute-Laune-Schecks des alten Bright wäre genau das angesagt: Armut! Kilians Kontoauszüge lasen sich höchst unerfreulich. Und das, obwohl die Hochzeits- und Weinfeste-Saison gerade erst hinter ihmlag. In dieser Zeit musste er, durch Auftritte mit diversen Bands, eigentlich seinen Lebensunterhalt für das ganze Jahr einspielen. Das Schlimmste war, dass seine Haupteinnahmequelle, die Coverband The Goldfingers überhaupt nicht mehr sprudeln würde. Dafür waren nicht etwa Kilians Leistungen an der E-Gitarre der Grund, sondern sein ewiges Zuspätkommen und Zufrühgehen bei den Auftritten. Während in der Anfangszeit, Kilians Fähigkeit Dorfschönheiten zu Groupies heranzuziehen, durchaus auf die Anerkennung der anderen Bandmitglieder gestoßen war, waren sie mit den Jahren nicht nur hormonell ruhiger, sondern auch immer missmutiger geworden. Kilian überließ kontinuierlich jede Hilfe beim Verladen, Abladen, Aufbauen und dem Soundcheck. Retour konnte man schon gar nicht auf ihn zählen, weil er just während der Abbauphase, erheblichen Aufwand mit der Fanpflege betrieb. Die Stimmung im Bandgefüge litt ebenfalls kontinuierlich und insbesondere Matte, der Schlagzeuger knöpfte sich den Playboy regelmäßig vor, weil er irgendwann eben auch mal Feierabend haben wollte.

Der Ton unter Männern gefiel Kilian prinzipiell nicht. Die Aufforderungen sich an den unliebsamen Aufgaben zu beteiligen kamen immer so direkt. Sie warben nicht, deuteten nicht an, stellten keine Belohnung in Aussicht. Sie ließen überhaupt keinen Spielraum für eine persönliche Lösungsvariante. In seinen Ohren klangen die Ansagen von Männern doch nur immer nach: »So geht das nicht!«, »Mach was Vernünftiges!«, »Von mir hast Du nichts zu erwarten, wenn Du nicht tust, was ich Dir sage!« Sätzen, die er als Kind tagein, tagaus von seinem Vater zu hören bekommen hatte. Als ob von dem jemals etwas zu erwarten gewesen wäre: diesem überschuldeten Säufer! Als ob von den Goldfingers -diesen zweitklassigen Lokalmatadoren- irgendwas zu erwarten  wäre, außer den paar Kröten bar auf die Hand. Kilian war der Meinung, dass sein Einsatz für den Erfolg der Band, seine Fehlzeiten mehr als wettmachte. Er hatte sich weitaus mehr von dieser Band versprochen. Den Durchbruch eben. Aber auch mit den Goldfingers, hatte es mit den eigenen Songs nicht funktioniert. Bis auf »Nerd« hatte es keiner der Titel auch nur in das Liveprogramm geschafft. Und dieser hielt sich auch nur wegen der coolen Performance mit den schwarzrandigen Brillen.

Die Livemusik war ein mühsames, unberechenbares Geschäft, bei dem man nichts geschenkt bekam. Deshalb war Kilian der Meinung, dass man es sich so angenehm wie möglich gestalten musste. Er hatte nicht bedacht, wie viel Zeit die übrigen Bandmitglieder miteinander und ohne ihn aufbringen mussten und, dass sie diese ja auch dafür nutzen konnten, das Für und Wider seines Ausschlusses zu beraten.

"Du bist ein Arschloch!" waren die Abschiedsworte von Matte, der nicht verstehen konnte, warum der Bandleader Kilian für den letzten Auftritt überhaupt noch bezahlt hatte. Kilian kochte vor Wut. Am liebsten hätte er dem in die Jahre gekommenen Drummer entgegnet, wie gut ihm die stupsigen Brüste von Sabine gefielen, die er nicht nur einmal bewundert und bespritzt hatte. Er tat es nicht. Mattes Ehefrau war fair und diskret gewesen und er konnte sich denken, dass gerade sie sich immer wieder für seinen Verbleib in der Band eingesetzt hatte. So beschränkte er sich drauf, seinen finalen Abgang aus dem muffigen Proberaum damit zu krönen, das Highhat von Matte mit dem Fuß umzutreten, was ein unschönes Geschepper mit einem langen Nachhall zur Folge hatte.

"Mit dämm, kannsch oifach ned reede!", bilanzierte Schulze, der sich regungsarm wie immer seinen Bass vor die Weichteile spannte.

Kapitel 24_Das war leider nur von kurzer Dauer...InhaltsverzeichnisKapitel 26_"Da hattest Du ja einen richtigen Lauf"
Ina_Riehl
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Dies ist ein Kapitel des mehrteiligen Textes Kilian Bender verschönert die Welt.
Veröffentlicht am 11.05.2018, 3 mal überarbeitet (letzte Änderung am 15.05.2018). Textlänge: 585 Wörter; dieser Text wurde bereits 105 mal aufgerufen; der letzte Besucher war ein Gast am 16.09.2019.
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Rauswurf Musikgeschäft Playboy
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